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Pressemitteilung: 27.06.2012 17:18
Themenbereich:  [Kultur]  [Gemeindepolitik] 

Offizielle Benennung des Polizeidirektor-Renato-Mazzoni-Platzes

Bürgermeister Spagnolli würdigt einen besonderen Menschen (Bild: , 442 Kilobyte, 1804 x 1464 pixel)

Bürgermeister Spagnolli würdigt einen besonderen Menschen

 
Ein Besinnungsort in Gedenken an einen aktiven Fürsprecher des Dialogs zwischen den Volksgruppen. Er war Polizeidirektor in einer heiklen Zeit, in den Jahren von 1947 bis 1957.

Heute Vormittag hat im Beisein von Bürgermeister Luigi Spagnolli, dem Regierungskomissar Valerio Valenti, dem Polizeidirektor Dario Rotondi, militärischen und zivilen Behördenvertretern die offizielle Benennung des "Polizeidirektor-Renato-Mazzoni-Platz" stattgefunden. Dieser kleine Platz befindet sich an der orographisch rechten Seite der Talfer am Brückenkopf der Drususbrücke.
An der Feierstunde hat auch der Sohn des ehemaligen Polizeidirektors Mazzoni, Mariano, teilgenommen, der sich bei all jenen bedankt, die sich für die Benennung des Platzes eingesetzt haben.
Bürgermeister Luigi Spagnolli und Polizeidirektor Rotondi haben ihre Anerkennung zum Ausdruck gebracht und das Profil dieses weitsichtigen Mannes vorgestellt.
"Renato Mazzoni war eine außerordentliche Persönlichkeit, der stets mit Feingefühl und Verstand die Dinge, die ihm umgeben haben hinterfragt hat. Mit Pflichtgefühl und Einsatz verhinderte er, in einer heiklen Zeit, dass viele Begebenheiten eine friedliche Richtung eingeschlagen haben. Er handelte als Mensch und nicht als Gefreiter, eine Einstellung für die er die Konsequenzen ziehen musste. Die Stadt widmet diesem Menschen nicht nur einen Platz, sondern einen Besinnungsort, an einen Ausgangspunkt in die beliebten Talferwiesen und Promenaden. Auch damals, die Zeit Renato Mazzonis, ist als Ausgangspunkt für eine Zeit zu verstehen in der wir heute friedlich zusammen leben. Ich unterstreiche, dass es auch sein Verdienst ist und spreche meinen Dank aus" - erläutert Bürgermeister Luigi Spagnolli in seiner Rede.


Zur Person Renato Mazzoni:
In seiner mehr als zehnjähriger Tätigkeit in Bozen war der aus Venedig stammende Questor (Polizeidirektor) (1947/57) ständig beflissen, seine Deutschkenntnisse zu ergänzen, um sein Wissen über die Kultur und die Volkstumsprobleme Südtirols zu vertiefen.
Im Jahr 1957 beschrieb er mit politischer und historischer Klarsicht die Auswirkungen der unangemessenen Umsetzung des Autonomiestatutes auf die kommenden Generationen. Trotz der allgemeinen Anerkennungen seiner Bemühungen um das gegenseitige Verständnis und das friedliche Zusammenleben der Sprachgruppen, wurde er kurz nach der Großkundgebung auf Schloss Sigmundskron, die er genehmigt hatte, nach Treviso versetzt. Hier verstarb er ein Jahr später, am 28. Dezember 1958.

(pr)
 
In Erinnerung an Renato Mazzoni (Bild: , 1,731 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

In Erinnerung an Renato Mazzoni

Polizeidirektor Dario Rotondi ehrt Renato Mazzoni (Bild: , 1,758 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Polizeidirektor Dario Rotondi ehrt Renato Mazzoni

Die Zeremonie wurde von vielen Bürgern wahrgenommen (Bild: , 1,753 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Die Zeremonie wurde von vielen Bürgern wahrgenommen

 
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