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Pressemitteilung: 14.02.2020 13:49
Themenbereich:  [Wirtschaft und Tourismus]  [Sonstiges] 

Pressekonferenz Ergebnis des Fragebogens zum Thema der Benutzung der Technologie bei den Kaufleuten

Pressekonferenz. Von links: M.Benetello, S. Konder und E.Bonaldi (Bild: jpg, 2,177 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Pressekonferenz. Von links: M.Benetello, S. Konder und E.Bonaldi

 
Die Verwendung von Computer, Tablet und Smartphone im Einzelhandel in Bozen: Umfrageergebnisse vorgestellt

Die von Confersercenti Südtirol und dem Assessorat für Wirtschaftstätigkeiten der Stadtgemeinde Bozen in Auftrag gegebene Umfrage hat gezeigt, dass die Verwendung von PC, Tablet und Smartphone unter den Bozner Kaufleuten als mittel bis niedrig einzustufen ist.
Welche technischen Hilfsmittel nutzen die Bozner Kaufleute und wie hoch ist die Informatisierung der Handelsbetriebe? Diese zentrale Frage wurde im Rahmen der Umfrage erhoben, die 2019 getrennt nach Stadtvierteln durchgeführt worden ist. 150 Kaufleute aus den Stadtvierteln Europa-Neustift, Don Bosco, Gries-Quirein und Oberau haben den Fragebogen ausgefüllt, und Wirtschaftsstadtrat Stephan Konder, der Direktor von Confesercenti Südtirol Mirco Benetello und die Vizepräsidentin von Confesercenti Südtirol Elena Bonaldi haben die Ergebnisse heute in einer Pressekonferenz vorgestellt.
"Zusammenfassend kann gesagt werden," so Konder und Benetello, "dass die EDV-Kenntnisse der Kaufleute als mittel bis niedrig einzustufen sind, was sich auch über das Durchschnittsalter der Befragten erklärt: Sie sind im Schnitt älter als 45 Jahre. Es gibt eine geringe Bereitschaft, in die neuen Technologien zu investieren, auch weil die meisten der Meinung sind, dass der Einsatz zu kompliziert und zu zeitaufwändig ist. Ein interessanter Aspekt ist in diesem Zusammenhang, dass Computer, Tablet oder Smartphone privat sehr wohl genutzt werden, aber wenig im Betrieb. Privat sind viele auch in den sozialen Netzwerken unterwegs, im Geschäft kommen die neuen Technologien hingegen kaum zum Einsatz."
Fast alle Befragten haben angegeben, dass sie durchschnittliche Computerkenntnisse besitzen. Ein großer Unterschied wurde in diesem Zusammenhang festgestellt, ob Computer, Tablet und Smartphone privat oder im Geschäft genutzt werden. Bei den Tablets gaben die meisten an, sie wenig privat und wenig im Betrieb zu nutzen, denn die Anschaffungskosten seien zu hoch für ein Gerät, das letzten Endes wenig Verwendung findet. Fast alle Kaufleute besitzen ein Smartphone, und wahrscheinlich ersetzt dieses das Tablet. Das würde auch erklären, warum kaum Tablets verwendet werden. Fast alle interviewten Personen schreiben E-Mails, aber nur sehr wenige Betriebe besitzen eine eigene E-Mail-Adresse. In den meisten Fällen wird die private E-Mail-Adresse auch beruflich genutzt, aber die Kommunikation per E-Mail ist nicht sehr häufig. Es wurde festgestellt, dass die meisten Geschäfte keine digitale Kultur besitzen. Im Online-Handel sind die Befragten als Konsumenten aktiv, bieten diese Geschäftsmöglichkeit aber kaum in ihren Betrieben an.Auf die Frage, ob ihr Geschäft eine eigene Homepage hat, haben die meisten mit "Nein" geantwortet, sie sind sich nicht über die Wirkung eines Internetauftritts ihres Betriebes bewusst und nicht über die Kosten informiert. Nur wenige Kaufleute verkaufen ihre Waren auch online. Die meisten der Befragten haben angegeben, dass sie zu wenig über diese Angebote Bescheid wissen, was auch mit dem Durchschnittsalter der Befragten zusammenhängt, aber auch mit dem Umstand, dass diese Zusatzangebote meistens zeitintensiv sind. Nur wenige wissen über die Möglichkeiten dieser Online-Dienste im Detail Bescheid. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten kennt die Möglichkeiten von Google. Die sozialen Netzwerke (Facebook, Instagram, Twitter usw.) sind hingegen den meisten Befragten bekannt. Eine mittel bis niedrige Informatisierung des eigenen Handelsbetriebes hat zur Folge, dass wenig Online-Kommunikation betrieben wird.
Die Befragten haben mehrheitlich angegeben, dass der Einsatz von Computer, Tablet und Smartphone sehr viele Möglichkeiten bietet, aber sie nutzen sie kaum im eigenen Betrieb. Auch die digitalen Zahlungsformen werden nicht oft angeboten. In den meisten Fällen sind nur Zahlungen mit Bancomat und in bar möglich. Angesichts dieser Ergebnisse beabsichtigen Confesercenti und das Assessorat für Wirtschaftstätigkeiten der Stadtgemeinde Bozen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, um Vorschläge auszuarbeiten, um die Digitalisierung des Einzelhandels voranzutreiben.
 

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