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Das EU-Energielabel

Über die Energieverbrauchskennzeichnung können Sie sich beim Kauf eines Haushaltsgeräts über dessen Eigenschaften und Energieverbrauch informieren.

Energy label (Bild: , 35 Kilobyte, 214 x 451 pixel)

 

Das EU-Energielabel enthält Informationen zu den wichtigsten Aspekten, die Sie beim Kauf eines Elektrogerätes beachten sollten, und hilft Ihnen dabei, die Geräte zu vergleichen und jenes Gerät auszuwählen, das bei gleichen technischen Voraussetzungen am wenigsten Energie verbraucht.

Das EU-Energielabel gilt in allen Ländern der Europäischen Union. Es muss auf allen im Handel befindlichen Geräten und auch auf den Geräteverpackungen angebracht werden. Bei Versand- oder Onlinekäufen müssen die Energieeffizienz und die Eigenschaften des Geräts im Produktkatalog angeführt sein.

Vergleichen Sie beim Kauf eines Haushaltsgeräts die Informationen auf dem Energielabel und entscheiden Sie sich für das Gerät, das bei gleicher Leistung weniger Energie verbraucht!

Die Energieverbrauchskennzeichnung wurde in Italien und in Europa im Jahr 1998 eingeführt. Über die Jahre wurden die Vorschriften immer wieder angepasst. Heute ist das Energielabel für folgende EU-weit verkaufte Geräte vorgeschrieben: Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Elektroherde, Leuchten, Klimageräte, Heizkessel und Heizungsanlagen.

Rechtliche Grundlagen

Ausgangspunkt für die allgemeine Kennzeichnungspflicht bei Haushaltsgeräten in Europa war die Richtlinie 92/75/EWG aus dem Jahr 1992, mit der die die EU die Pflicht zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei den wichtigsten Haushaltsgeräten einführte.

Die Richtlinie wurde in allen EU-Ländern in nationale Rechtsvorschriften umgewandelt. In Italien trat die Energiekennzeichnung für Kühl- und Gefriergeräte im Jahr 1998, für Waschmaschinen im Jahr 1999, für Geschirrspüler im Jahr 2000 für Glühbirnen im Jahr 2002 und für Elektroherde sowie Klimageräte im Jahr 2003 in Kraft.

2003 wurden außerdem zwei neue Energieeffizienzklassen (A+ und A++) für Kühl- und Gefriergeräte eingeführt, damit besonders effiziente Kühlgeräte angemessen gekennzeichnet werden konnten.

2010 schließlich wurde mit der EU-Richtlinie 2010/30/EU die gesamte Energieverbrauchskennzeichnung überarbeitet und auf alle "energieverbrauchsrelevanten Produkte" ausgeweitet.

Gleichzeitig wurden mit dieser Richtlinie drei neue Energieeffizienzklassen für alle Produkte eingeführt. Die bis dato geltende Skala von A bis G wurde durch die Klassen A+, A++ und A+++ ergänzt. Außerdem wurde die graphische Aufmachung des Labels geändert. Anstelle der Texte in den verschiedenen EU-Sprachen wurden Piktogramme eingeführt. Damit konnte EU-weit ein einheitliches Label verwendet werden.

Mit den EU-Verordnungen Nr. 811/2013, 812/2013, 813/2013 und 814/2013 führte die EU schließlich die Energieverbrauchskennzeichnung für Heizkessel, Warmwasserbereiter und Heizungsanlagen ein. In Italien ist diese Kennzeichnung seit 26. September 2015 in Kraft.

Für einige Geräte hat die EU mit delegierten Rechtsakten Mindestanforderungen an die Energieeffizienz festgelegt. Geräte, die diese Mindestanforderungen nicht erreichen, dürfen nicht verkauft werden:

  • Mindestanforderung für Kühl- und Gefriergeräte seit 1. Juli 2012: Energieeffizienzklasse A+
  • Mindestanforderung für Waschmaschinen seit 1. Dezember 2011: Energieeffizienzklasse A. Wascheffizienzanforderung für Geräte mit über 3 kg Kapazität: Klasse A.
  • Mindestanforderung für Standard-Geschirrspüler seit 1. Dezember 2011: Energieeffizienz- und Reinigungseffizienzklasse A

Was steht auf dem EU-Energielabel?

Die auf den elektrischen Geräten angebrachten Energielabel enthalten  einheitliche und wiederkehrende Informationen und eine einheitliche graphische Aufmachung. Neben dem Namen des Herstellers oder der Handelsmarke sowie der Modellbezeichnung enthält das Label immer auch Angaben zum Energieverbrauch in kWh pro Jahr. 

Die wichtigste Angabe auf dem Label ist jedoch jene zur Energieeffizienzklasse. Diese wird anhand einer Skala angezeigt, auf der verschieden lange Pfeile jeweils mit einem Buchstaben von A bis G versehen sind. Der Buchstabe A steht dabei für niedrige, der Buchstabe G für hohe Verbrauchswerte. Durch dieses System soll den Verbrauchern die Auswahl und der Kauf energieeffizienter Geräte erleichtert werden.

Für einige Produktgruppen wurden zur Kennzeichnung besonders effizienter Haushaltsgeräte zudem die Energieklassen A+, A++ und A+++ eingeführt.

Die Piktogramme auf dem Label geben zudem Auskunft über die technischen Eigenschaften eines Geräts.

(Quelle: Efficienza Energetica Enea - Webseite in italienischer Sprache)

 

Das neue EU-Energielabel

Im März 2019 hat die EU-Kommission die Einführung eines neuen EU-Energielabels für viele Haushaltsgeräte ab 2021 beschlossen. Die neu gestalteten Energielabel gelten für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Kühlschränke, Weinlagerschränke, Lampen, elektronische Displays, darunter Fernseher und Digital Signage Displays, sowie für gewerbliche Kühlschränke (z. B. in Supermärkten oder für den Automatenverkauf). Für gewerbliche Kühlschränke gab es bisher keine Energiekennzeichnung.

Mit der Einführung der neuen Energielabel entfallen die Plusklassen A+, A++ oder A+++. Diese Klassen galten bisher für besonders energieeffiziente Haushaltsgeräte. Mit der Einführung des neuen Labels reichen die Energieklassen nur mehr von A bis G, wobei Geräte der Klasse A am energieeffizientesten sind. Durch diese neue Skalierung sollte die Energieeffizienzkennzeichnung verbraucherfreundlicher werden. Bisher war es für die Verbraucher aufgrund der vielen Plusklassen schwer, die besten Produkte zu erkennen. Unter Umständen gingen sie fälschlicherweise davon aus, mit einem Haushaltsgerät der Klasse A+ ein besonders energiesparendes Geräte gekauft zu haben.

Wie die bisherigen Etiketten informieren auch die neuen EU-Energielabel nicht nur über den Energieverbrauch, sondern auch über weitere energieverbrauchsbezogene und sonstige Produkteigenschaften eines Gerätes, die einen besseren Produktvergleich ermöglichen und die Kaufentscheidung erleichtern. Bei Waschmaschinen wird beispielsweise der Wasserverbrauch pro Spülzyklus sowie das Fassungsvermögen und die Lautstärke beim Waschgang angegeben, auch in Form von leichtverständlichen Piktrogrammen.

Ein ganz neuer Bestandteil des Labels ist hingegen der QR-Code. Wenn Sie diesen Code mit Ihrem Smartphone scannen, können Sie zusätzliche (nicht gewerbliche) Informationen zum jeweiligen Gerät aus der neuen europäischen Produktdatenbank ERPEL abrufen, in der alle neuen Geräte registriert werden müssen, und die einzelnen Geräte noch besser miteinander vergleichen.

Nach internen Schätzungen der EU-Kommission werden sich die mit diesen neuen Labels erzielten jährlichen Endenergieeinsparungen bis 2030 auf insgesamt 38 TWh/Jahr belaufen und damit eine Größenordnung erreichen, die etwa dem jährlichen Stromverbrauch Ungarns entspricht.

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