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Funkbasisstationen

Die Stadtgemeinde Bozen hat eine neue Regelung für die Aufstellung von Mobilfunkantennen und weiteren Technologien für Telekommunikation und Datenübertragung im Stadtgebiet ausgearbeitet, die mit dem Anhang B die geltende Gemeindebauordnung ergänzt.

Die Regelung betrifft die Standortbestimmung, die Errichtung, den sendetechnischen Umbau mit Erhöhung des erzeugten elektromagnetischen Feldwertes, die Änderung und die Kontrolle von Kommunikationsinfrastrukturen gemäß den geltenden einschlägigen Landesbestimmungen.

Diese Technologien für die Telekommunikation und Datenübertragung werden sich nämlich in den kommenden Jahren in bedeutendem Ausmaß und mit weiteren Auswirkungen auf die Umwelt, Landschaft und Bevölkerung weiterentwickeln.

In der neuen Regelung sind drei Zonen vorgesehen, sensible Bereiche, Bereiche mit bedingter Errichtungsmöglichkeit und bevorzugte Bereiche.

Als sensible Zonen gelten jene, in denen sich Gebäude und Anlagen jedweder Art befinden, in welchen Personen untergebracht sind, die aufgrund ihres Zustandes eines besonderen Schutzes ihrer Gesundheit bedürfen. Dabei spielt die Expositionsdauer eine Rolle wie auch die erhöhte Verweildauer (Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen jeder Stufe, jeden Grades und jeder Art, Altersheime, Pflegeheime sowie ähnliche und/oder konventionierte Einrichtungen, Gefängnisse). Nicht als solche gelten all jene Bereiche, die nicht intensiv genutzt werden.
Innerhalb eines Umkreises von 100 Metern ab dem Masten der Anlage dürfen sich keine Gebäude - auch nicht teilweise - befinden, die zu den im obgenannten Absatz angeführten sensiblen Bereichen gehören.

Als Zonen mit bedingter Errichtungsmöglichkeit gelten jene, in denen sich Liegenschaften samt entsprechendem Außenzubehör von besonderem architektonischen, künstlerischen, historischen Wert und unter Ensembleschutz stehende Liegenschaften gemäß den geltenden einschlägigen Bestimmungen befinden, sowie die Flächen, die unter Landschaftsschutz stehen.
Die Errichtung der Anlagen in den Zonen mit bedingter Errichtungsmöglichkeit ist in jenen Fällen zugelassen, in denen der Betreiber nachweisen kann, dass die Funkversorgung des Gebietes durch die Errichtung der einzelnen Anlage in einer bevorzugten Zone nicht möglich ist. Zum Zwecke der Minimierung der Emissionen muss die Standortbestimmung von der Gemeindeverwaltung in Absprache mit dem zuständigen Amt der Landesumweltagentur bewertet werden.

Als bevorzugte Bereiche gelten Gewerbezonen und unbewohnte Gebiete.

Die Regelung verfolgt die nachstehende Zielsetzung: Gewährleistung einer geordneten Entwicklung und korrekten Standortbestimmung der neuen Anlagen bzw. des sendetechnischen Umbaus der bestehenden Anlagen, um deren negative Auswirkung auf das Stadtbild, die Landschaft und die Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren. Dabei sind architektonische Lösungen anzuwenden, die sich gut in das Umfeld einfügen und eine geringe optische Beeinträchtigung darstellen. Zu diesem Zweck gibt die Gemeinde den Projekten den Vorzug, deren technischen Merkmale eine geringe ästhetische und landschaftliche Beeinträchtigung darstellen.

Derzeit gibt es im Stadtgebiet 119 Anlagen.

Rechtliche Bestimmungen

Auf nationaler Ebene sind die Grundrichtlinien bezüglich der Sendeanlagen und -systeme mit elektromagnetischer Strahlung im Frequenzbereich zwischen 0 und 300 GHz durch das Gesetz Nr. 36 vom 22.02.2001 festgelegt.
Die Staatsbestimmungen wurden durch das Landesgesetz Nr. 6 vom 18.03.2002, durch den Beschluss der Landesregierung Nr. 1695 vom 04.11.2013 und durch das D.L.H. Nr. 36 vom 13.11.2013 "Verordnung zu den Kommunikationsinfrastrukturen mit Sendeanlagen" geregelt.

Territorium und Urbanistik
Kontakt
S.B.A. - Schalter für Bauakten
Rathaus, Gumergasse 7 - 3. Stock
Für weitere Informationen

Beim Annahmeschalter der Bauakten ist jeden Tag (abwechselnd) ein Techniker (Projektüberprüfung) für die Überprüfung und Annahme der Bauakten anwesend. Der Techniker beantwortet kurze technische Fragen.

ÖffnungszeitMo, Mi, Fr: 9.00-12.00 Uhr
Di: 8.30-13.00 Uhr
Donnerstag Bürgertag: 8.30-13.00 und 14.00-17.30 Uhr

Anlagen:

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