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Pressemitteilung: 10.10.2012 15:31
Themenbereich:  [Sonstiges] 

Flächennutzungsplan für den Friedhof Oberau genehmigt

Friedhof (Bild: , 1,416 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Friedhof

 
Gemeinderat stimmt mit großer Mehrheit zu

Sehr zufrieden zeigt sich Stadträtin Judith Kofler Peintner darüber, dass der abgeänderte Flächennutzungsplan des Friedhofs in Oberau gestern im Gemeinderat mit großer Mehrheit und ohne längere Debatten genehmigt wurde. "Es handelt sich um ein wichtiges Planungsinstrument, das für das Funktionieren des Betriebs sehr wichtig ist", so die Stadträtin, die auch unterstreicht, dass Daniele Fogli, der den Plan ausgearbeitet und gestern vorgestellt hat, zu den Kapazitäten in diesem Bereich zählt.

Der Flächennutzungsplan war 2007 verabschiedet worden. Nun hat sich die Notwendigkeit ergeben, einige Änderungen anzubringen. Die Einäscherungen sind stark angestiegen, über 70% der Bestattungen machen sie aus. Bozen hat nur diesen einen Friedhof. Die Änderungen betreffen vor allem Fragen des Raums, danach, wohin der Friedhof noch wachsen kann. Hier ist der Spielraum eingeschränkt, alle Mindestabstände sind ausgeschöpft, deshalb ist es wichtig, mit dem vorhandenen Raum sparsam umzugehen und auf neue Entwicklungen wie die Urnenbestattung entsprechend zu reagieren.

Daniele Fogli erläuterte, dass sich der Plan an Gesetzesbestimmungen zu halten hat. Im speziellen Bozner Fall muss auch geologischen Voraussetzungen Rechnung getragen werden. Außerdem muss sich der Plan an gesellschaftliche Entwicklungen anpassen wie beispielsweise an die starke Zunahme der Feuerbestattungen. Letzteres hatte zur Folge, dass Raum frei wurde, der theoretisch für Erdbestattungen hätte genutzt werden sollen. Die Anzahl derer, welche die Möglichkeit nutzen, die Asche zu verstreuen bzw. die Asche nach Hause zu nehmen ist von 33 Fällen 2005 auf 57 im Jahr 2012 angestiegen. Durch die Feuerbestattung hat sich auch der örtliche Schwerpunkt des Friedhofs vom Haupteingang zum Südeingang verschoben. Deshalb soll in diesem Bereich eine Infostelle eingerichtet werden. Die Einrichtungen, die im Osten gebaut hätten werden sollen, werden nun am Südende untergebracht, weil der ursprünglich geplante Standort geologisch unsicher ist. Zusammengelegt werden sollen auch die Bereiche, in denen die einzelnen Dienste unterkommen. Eine Erweiterung und Umgestaltung erfolgt also im Nordteil des Friedhofs, wo auch ein Areal zur Verstreuung der Asche geplant ist, und im Südteil, wohin wie gesagt auch die Einrichtungen für Dienste verlegt werden sollen. Auch eine Verdoppelung des Abschiedsraums im Krematorium könnte sich als nötig erweisen. Zeitlich soll die Anpassung in zwei Phasen erfolgen.

Wortmeldungen und konkrete Fragen gab es bei der Sitzung gestern von: Achille Chiomento, Claudio Degasperi, Maria Teresa Tomada, Claudio Della Ratta, Max Berloffa, Vitantonio Gambetti, Margarethe Rottensteiner, Giuseppe Bellomo, Brigitte Foppa. Bei den Wortmeldungen ging es um Sachfragen und vor allem um Fragen nach der Verstreuung der Asche und der Möglichkeit, Orte der Erinnerung auch in den Pfarreien zu schaffen.
Der Plan wurde mit 34 Jastimmen und 9 Enthaltungen genehmigt.


http://www.gemeinde.bozen.it/stampa_context.jsp?ID_LINK=426&area=295&id_context=21256&COL0008=44

(rm)

Download:

 
Friedhof (Bild: , 1,437 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Friedhof

Abschiedsraum (Bild: , 1,438 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Abschiedsraum

Haupteingang (Bild: , 1,393 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Haupteingang

Friedhofskapelle (Bild: , 1,390 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Friedhofskapelle

Historischer Teil (Bild: , 1,446 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Historischer Teil

 
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