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Pressemitteilung: 01.10.2010 12:46
Themenbereich:  [Familie und Soziales]  [Chancengleichheit]  [Mitteilung] 

Start für Pilotprojekt "Abitare sicuri – Sicheres Wohnen" (mit Video)

Unter Einsatz der Maschine "Evolino" u.a. gelingt Hauspflege auf Distanz (Bild: , 2,386 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Unter Einsatz der Maschine "Evolino" u.a. gelingt Hauspflege auf Distanz

 
Vorstellung in der Tagesstätte für Senioren/Vintlerstraße

Anlässlich des Internationalen Tages der Senioren am heutigen 1. Oktober fand unter großer Anteilnahme aller Pilotpartner die Vorstellung des Projekts "Sicheres Wohnen - Abitare Sicuri" in der Tagesstätte für Senioren der Bozner Vintlerstraße 4 statt. International handelt es sich um ein Pilotprojekt, das die experimentelle Einführung innovativer Technologien in Seniorenwohnungen vorsieht, um alleinstehenden Personen die Selbstständigkeit im Alter zu verlängern, ihre Gesundheit zu fördern und ihre Sicherheit im Haushalt zu garantieren.
Das Projekt "Abitare sicuri - Sicheres Wohnen" wurde im Rahmen der Leitlinien des Strategischen Entwicklungsplanes Idee 2015 - 2.1.2.5. "Seniorengerechte Viertel und Wohnungen" ausgearbeitet. Auf dem Gebiet der Stadt Bozen startet man heute die Erprobung neuester Technologien im Bereich der "Hauspflege auf Distanz" und der Verbesserung von Lebensqualität im Alter. Zielgruppe sind selbstständige, aber auch teilweise unselbstständige Senioren. Diese Technologien sind imstande, das häusliche Umfeld zu deuten, zu verbessern und es den alleinlebenden Senioren auf diese Weise zu ermöglichen, so lang wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben.

Das Projekt "Abitare sicuri - Sicheres Wohnen" hat einen hohen strategischen und innovativen Charakter, da zum ersten Mal die Benutzung neuer Technologien für die Unterstützung der Senioren zu Hause auf unserem Stadtgebiet erprobt wird. Das Ziel ist es, Senioren so spät wie möglich in Wohneinrichtungen für Senioren unterzubringen.
Sozialstadtrat Mauro Randi hat mit sichtlicher Freude den Start des Bozner Projekts begrüßt und allen Partnern und Mitarbeitern für ihren Einsatz in der Vorbereitungsphase gedankt. Möglichst lange daheim bleiben und die Lebensqualität im Alter erhalten, durch technologische Unterstützung, das will "Abitare sicuri - Sicheres Wohnen", freilich mit der Zuhilfe von SozialarbeiterInnen, die ältere Menschen in der heiklen Gewöhnungsphase bestärken und sie auf diesem Weg begleiten. Heikel deshalb, weil die neuen Technologien Senioren anfänglich Angst einjagen, die aber nach kürzester Zeit abgebaut werden, wie der Sozialstadtrat und seine Mitarbeiter betonten. Die ersten Senioren haben nämlich bereits die Schnupperphase hinter sich und erproben seitdem den Einsatz dieser "Maschinen" in ihrem Alltag.
Während Stadtrat Randi vom großen Wert des "lange daheim bleiben" für ältere Menschen sprach und betonte, dass die Technologie eine wichtige Unterstützung, nicht jedoch Ersatz darstelle für ein funktionierendes soziales Netz, zeigten sich alle Projektpartner begeistert vom entstandenen Netzwerk - Soziales und Technologie: Projekte wie diese und Innovation gelängen nur im Zusammenspiel. IBM Italia hat, wie die Verantwortlichen erläuterten, schon Erfahrung mit "intelligenten Städten", solche die Technologien bestmöglich im Alltag ihrer BürgerInnen und in den Dienstleistungen am Bürger einsetzen. Dieser Part wird unterstützt durch das Nürnberger Unternehmen Dr. Hein, das ihren "Evolino" bisher im klinischen Bereich erfolgreich einsetzen. Dabei handelt es sich um eine Anwendung von "Telemedizin", die einerseits gesundheitsfördernd sei und andererseits mentales Training auf unterhaltsame Weise ermögliche. Der Geschäftsführer von Dr. Hein übermittelte außerdem die Grüße des Nürnberger Bürgermeisters, der "mit Argusaugen" auf die Bozner Projekteinführung schaue und die Erfahrung auch nach Deutschland bringen wolle.

Partner und Sponsoren:
"Abitare Sicuri - Sicheres Wohnen" ist ein Pilotprojekt der Stadt Bozen in Zusammenarbeit mit dem Betrieb für Sozialdienste Bozen, dem Sanitätsbetrieb Südtirol - Gesundheitsbezirk Bozen, Dr. Hein Healthcare GmbH, IBM Italien, dem TIS innovation park - Bereich Digitale Technologien. Technische Unterstützung kommt von den Unternehmen EUROTECH und HUAWEI. Das Projekt wurde durch die Stiftung Südtiroler Sparkasse und Dussmann Service als Teil der Bestrebungen "Bozen Werkstatt des Wohlbefindens" mitfinanziert.

Kosten:
Die Schätzung der Gesamtkosten der Erprobungsphase beläuft sich auf 231.600 Euro. Die Kosten zu Lasten der Stadt Bozen belaufen sich auf 78.000 Euro, von denen 50.000 Euro von der Stiftung Südtiroler Sparkasse gewährt wurden. Dieser Betrag wird für den sechsmonatigen Verleih der technologischen Geräte für eine Testgruppe von 30 Personen und für die dafür notwendige technologische Supervision verbucht.

Dauer:
Die Gesamtdauer des Projektes beträgt neun Monate und sieht folgende Phasen vor:
1. Kommunikations-, Trainings- und Vorbereitungsphase: zwei Monate;
2. Erprobungsphase des Teleüberwachungs- und Teleassistenzsystems: sechs Monate;
3. Bewertung der Ergebnisse: ein Monat

Zielgruppe:
Eine ausgewählte Gruppe von insgesamt 30 selbstständigen und teilweise unselbstständigen SeniorInnen. Davon werden 15 Senioren zu Hause "betreut" (Teleüberwachung und Teleassistenz) und 15 Senioren anhand eines Mobilgerätes (Teleüberwachung und der Teleassistenz).

(ar)

Media:

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Karl Franz Pichler von der Stiftung Südtiroler Sparkasse, günther Donà vom Gesundheitswesen, Mario Farias vom TIS, Stadtrat Randi, Maria Cristina Davare vom BSB, Maria Cristina Farioli von IBM Italia (Bild: , 2,358 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Karl Franz Pichler von der Stiftung Südtiroler Sparkasse, günther Donà vom Gesundheitswesen, Mario Farias vom TIS, Stadtrat Randi, Maria Cristina Davare vom BSB, Maria Cristina Farioli von IBM Italia

Freude über das gemeinsame Projekt: Mario Farias, Stadtrat Mauro Randi und Maria Cristina Davare (Bild: , 2,231 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Freude über das gemeinsame Projekt: Mario Farias, Stadtrat Mauro Randi und Maria Cristina Davare

ganz rechts auch der Projektpartner der Firma Dr. Hein Healthcare, Achim Hein (Bild: , 2,206 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

ganz rechts auch der Projektpartner der Firma Dr. Hein Healthcare, Achim Hein

Prototypen von Sensoren, die in den Wohnungen der Senioren installiert werden, um Sicherheit im Haushalt zu garantieren (Bild: , 2,128 Kilobyte, 1944 x 2896 pixel)

Prototypen von Sensoren, die in den Wohnungen der Senioren installiert werden, um Sicherheit im Haushalt zu garantieren

Ältere Menschen lassen sich den Einzug der "Technologie" in ihren Wohnungen erklären (Bild: , 2,553 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Ältere Menschen lassen sich den Einzug der "Technologie" in ihren Wohnungen erklären

Das Logo (Bild: , 20 Kilobyte, 700 x 210 pixel)

Das Logo

 
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