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Pressemitteilung: 15.04.2019 16:12
Themenbereich:  [Gemeindepolitik] 

Vorstellung der Sanierungs- und Erweiterungen am Drusus-Stadion in Bozen (mit Link für Downloads und Interviews)

So wird das Drususstadion nach der Sanierung und Erweiterung im Jahr 2021 aussehen. (Bild: , 915 Kilobyte, 4724 x 2693 pixel)

So wird das Drususstadion nach der Sanierung und Erweiterung im Jahr 2021 aussehen.

 
Die Kapazität der Sportstätte wird von derzeit 3.000 auf 5.500 Besucherplätzen erhöht, damit Fußballspiele der Serie-B ausgetragen werden können. Zwei Jahre Bauzeit, ohne Unterbrechungen der Fußballtätigket. Investitionssumme über 15 Mio. Euro.

Bei einer Pressekonferenz an der Baustelle haben heute Bozens Bürgermeister und der Landeshauptmann, sowie die Stadträte für Öffentliche Arbeiten und für Sport der Gemeinde Bozen, im Beisein der Planer und Gemeindetechniker die Baumaßnahmen für die Sanierung und Erweiterung des Drusus-Stadions vorgestellt. Anwesend waren auch Vertreter und Funktionäre des FC-Südtirol.
Die Bauarbeiten, die innerhalb der nächsten zwei Jahre in Südtirols größtem Fußballstadion stattfinden, sehen eine Erweiterung der Sportstätte auf 5.500 Besucherplätzen (von derzeit 3.000) vor, damit die Anlage den Standards für Fußballspielen der Serie-B entspricht. Durch die Ergänzung mobiler Sitzplätze, kann die Sportstätte 10.000 Menschen aufnehmen. Die geplanten Bauarbeiten werden etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, ohne dass die Fußballtätigkeit unterbrochen wird. Geplant ist, dass die Spiele für die Meisterschaft bereits im Sommer 2021 im neuen Stadion ausgetragen werden können. Die voraussichtliche Investition für die Erneuerung dieser wichtigen Sportstätte beträgt Euro 15 Mio. Die Baukosten werden von der Autonomen Provinz Bozen und der Gemeinde Bozen getragen.

Heute fand die Grundsteinlegung für den Bau der Anlage statt, bei der Mitglieder der Gemeinde und Landesverwaltung, Techniker und Führungskräfte von Gemeinde und Land, Fachleute und Vertreter des FC-Südtirol teilgenommen haben.

Der Bürgermeister und der Landeshauptmann haben bei der heutigen Vorstellung der Arbeiten und der Grundsteinlegung betont: "Der Umbau dieser Anlage nach einer innovativen, für moderne Stadien typischen Entwurfslogik durchgeführt, bei der neben den technischen / anlagentechnischen Eingriffen, die zur Erlangung der Homologation erforderlich sind, nicht nur Raum für die Bereitstellung von obligatorischen Räumen, sondern auch für Dienstleistungen geschaffen wird Zubehör wie Gastronomie / Gewerbe auch in Abhängigkeit von seiner zukünftigen Verwaltung. Ein echtes Sportzentrum von wesentlicher Bedeutung für das ganz Südtirol, das nach innovativen Modellen erweitert wird. Der internationale Trend zum reinen Fußballstadion hat sich auch für kleinere, bisher multifunktionale Spielstätten durchgesetzt. Eine Arena ohne Laufbahn zwischen Spielfeld und Tribünen bietet eine dichtere Atmosphäre und mit ihrem differenzierten Platzangebot wirtschaftliche Vorteile für den Betreiber. In Bozen sind es die Standards der italienischen Serie B, die den Anlass für eine entsprechende Neukonzipierung des kommunalen Drusus-Stadion boten.
 

Im Jahre 2013 hat die Gemeindeverwaltung von Bozen einen internationalen Wettbewerb zur Projektierung des Um- und Neubaues des bestehenden Drusus-Fußballstadions, unter der Berücksichtigung der bereits getroffenen Entscheidung zur Verlegung der Leichtathletikanlage in die neue Sportanlage im St.- Gertraud-Weg, ausgeschrieben. Der Wettbewerb wurde von der Architekten- und Ingenieurgruppe Dejaco+Partner/ Ingenieurteam Bergmeister GmbH/ gmp Architekten gewonnen, sodass die Gemeindeverwaltung von Bozen den Auftrag für die Planung vergeben hat. Der Auftrag war, das Projekt eines Stadions zu planen, dass den Anforderungen der italienischen Fußballs-Serie B entspricht. Im Laufe der Planungsphase wurden mehrmals die Bedingungen durch neue, nationale und internationale Regeländerungen für die Voraussetzungen eines solchen Stadions geändert (die wichtigste neue Regelung war, dass die Publikumskapazität des Stadions für die Serie B von 10.000 auf mind. 5.500 geändert wurde), sodass die Planungs- und Genehmigungsphase letztendlich bis zur Abgabe des Projektes im Dezember 2017 erfolgen konnte.
Nach erfolgter Ausschreibung der Arbeiten hat letztendlich die Bietergemeinschaft MAK Costruzioni GmbH/Mader GmbH den Zuschlag bekommen.

Das Projekt:
Das Drusus-Stadion liegt im Zentrum Bozens unterhalb der Mündung der Talfer in die Eisack. Es besteht aus den einander gegenüberliegenden Tribünen "Zanvettor" und "Canazza", die sich in ihrem Charakter deutlich unterscheiden. Die Besonderheit des anstehenden Umbaus macht die denkmalgeschützte Monumentalfassade der Haupttribüne aus den 1930er Jahren aus, die es zu erhalten und konzeptionell zu integrieren galt. In der ersten Bauphase wird das Stadion zunächst saniert und die Kapazität von derzeit 3.000 auf ca. 5.500 Sitzplätze erweitert. Dazu werden beide Tribünen verlängert und bis an das Spielfeld herangeführt. Die Ergänzung um eine Nord- und Süd-Tribüne, mit denen ein geschlossenes Geviert für eine eventuelle spätere Erweiterung der Zuschauerkapazität bis zu 10.000 Zuschauer, wurde grundsätzlich planerisch bereits berücksichtigt, kommt jedoch in dieser Bauphase nicht zur Ausführung.

Die Tribüne "Canazza" soll vor allem aufgrund ihrer charakteristischen Betonschalenüberdachung erhalten, erweitert und saniert werden. Sie muss zwar vor allem im Dachbereich wesentlich saniert werden, ist aber aufgrund ihres architektonisch wertvollen Entwurfes und der gehobenen handwerklichen Ausführung absolut erhaltenswert. Diese Tribüne nimmt optisch die Formsprache der Tribüne "Zanvettor" auf, und wird mit ihren seitlichen Zubauten letztendlich mit der Tribüne "Zanvettor" ein harmonisches Ensemble bilden. Das Konzept einer reduzierten Materialität und die konsequente Verwendung von Stahlbeton wird, wo sinnvoll auf die Innenräume des Stadions übernommen, klassische einfach aber sauber geschalte Betonoberflächen im Innenbereich und sandgestrahlte Betonoberflächen im Außenbereich charakterisieren später das Erscheinungsbild. Die bestehende Putzfassade der Monumentalfassade wird beibehalten wobei die genaue Farbgebung im Zuge des Ausführungsprojektes mit dem Denkmalamt abgestimmt wird.

Die Wegeführungen für die verschiedenen Nutzer- und Besuchergruppen werden dabei konsequent getrennt. Durch das baulich freigelegte Portal werden Businessbereich, Fanshop und gastronomischen Einrichtungen separat erschlossen und können auch außerhalb des Spielbetriebes genutzt werden.
Der neue Unterbau der Haupttribüne wird in Sichtbeton ausgeführt. Die Stahlfachwerkträger der Tribünenüberdachung erhalten in der Untersicht eine Membranverkleidung, die die stereometrisch einfache Gesamtwirkung unterstreicht, die sich auch im Innenbereich konsequent fortsetzt. Dabei nimmt der Bau in seiner äußeren Gliederung die Gesimshöhen und Proportionen der historischen Fassade auf. Mit dem puristischen Neubau thematisiert die Hauptfassade damit auf spezifische Weise das Thema "Alt und Neu" als dialogischen Kontrast. Durch die neue schlichte Umrahmung verstärkt sich der Blick auf die Monumentalfassade, die Umrahmung dient als Bühne für die alte Fassade.
Weder ein harmonisierendes Weiterbauen noch das andere Extrem, der didaktische Antagonismus, wurden hier angestrebt, sondern eine deutliche optische Differenzierung bei gleichzeitiger präziser Bezugnahme im Detail.

Raumprogramm:
Das Raumprogramm entspricht vor allem den Vorgaben der italienischen Fußballliga, welche wie bereits beschrieben, Spiele der Serie B ermöglichen müssen. Zu erwähnen sind neben den Umkleiden, welche in der Haupttribüne untergebracht sind, vor allem die weitläufigen Bereiche hinter den Tribünen für die Verteilung und Aufenthalt des Publikums vor und nach den Spielen sowie mit den notwendigen Speise- und Getränkeausgaben vor allem in der Pause. Im Erdgeschossbereich sind noch die Räumlichkeiten für die Pressekonferenzen zu erwähnen, sowie die Besprechungsräume für Stewarts/ Polizei, Verwaltungsräume, ein Küchenbereich und dgl. .
Im 2. Obergeschoss sind die Businessräume untergebracht, welche für diese Tätigkeit nicht nur vorgeschrieben, sondern auch für einen geregelten und finanziell abgesicherten Betrieb absolut notwendig sind. In diesem Bereich sind auch die Räume für die Sicherheitsüberwachung eingeplant worden.
Es ist zu unterstreichen, dass der gesamte Umbau erfolgen muss, ohne den laufenden Spielbetrieb zu unterbrechen bzw. zu beeinträchtigen. Dies setzt voraus, dass jeweils nur an einer Seite bzw. an einer Tribüne der Umbau erfolgen kann, da der andere Teil für den Spielbetrieb benötigt wird. Dies bringt zwar eine längere Bauzeit, ist aber aus sporttechnischen Gründen nicht anders durchführbar und national- und international des Öfteren praktiziert worden.

Daten:
Baukosten (inkl. Summe zur Verfügung der Verwaltung): 15.142.506,20€
Baugenehmigung: 2017-240-1 vom 19.10.2017
Vergabebetrag: 11.959.452,68€
Baubeginn: 08.04.2019
Voraussichtliches Bauende: 28.03.2021
Dauer: 720 Tage
Fläche: 22.000m²
Spielfeldgröße: 105mx68m Naturrasen, beheizbar
Volumen: 29850m
Sitzplätze: ca.5500 erweiterbar auf 10.000 (durch mobile Sitzgelegenheiten).
Stehplätze: keine

Link: Downloads und Interviews

https://we.tl/t-RYv0iAWFAQ
Grundsteinlegung.mp4

https://we.tl/t-OQ5sE2wZV9
INTERVIEW RENZO CARAMASCHI IT.mp4

https://we.tl/t-HQ3su3mYcc
INTERVIEW ARNO KOMPATSCHER 1+2 IT.mp4

https://we.tl/t-bXRmvhm2vL
INTERVIEW ARNO KOMPATSCHER DE.mp4

https://we.tl/t-oQgoPqivf3
INTERVIEW LUIS WALCHER IT.mp4

https://we.tl/t-XVn6MvzYIn
INTVIEW LUIS WALCHER DE.mp4

https://we.tl/t-QmoyCIJqac
INTV SERGIO BERANTELLI 1+2+3+4 IT.mp4


AUDIO-Files MP3

https://we.tl/t-IoIMi7X2iz
INTV SERGIO BERANTELLI 1+2+3+4 IT.mp3
INTV ARNO KOMPATSCHER 1+2 IT.mp3
INTV RENZO CARAMASCHI IT.mp3
INTV LUIS WALCHER IT.mp3

https://we.tl/t-dPB4Jq3MKU
INTV LUIS WALCHER DE.mp3
INTV ARNO KOMPATSCHER DE.mp3

 

(pr)

Download:

 
Das Drusus-Stadion. Heute fand die Grundsteinlegung für den Umbau statt. (Bild: , 1,746 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Das Drusus-Stadion. Heute fand die Grundsteinlegung für den Umbau statt.

Arbeiten an der Tribüne (Bild: , 1,715 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Arbeiten an der Tribüne

Grundsteinlegung (Bild: , 1,976 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Grundsteinlegung

Tribüne Canazza (heute) (Bild: , 1,726 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Tribüne Canazza (heute)

Tribüne Zanvettor (heute) (Bild: , 1,909 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Tribüne Zanvettor (heute)

 
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