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Pressemitteilung: 17.09.2014 13:58
Themenbereich:  [Sonstiges] 

Die Partisanin Gina: In Don Bosco erinnert ein Weg an sie

Dalla Palmas Kinder und Bürgermeister Luigi Spagnolli bei der Enthüllung der Tafel (Bild: , 1,506 Kilobyte, 2041 x 1496 pixel)

Dalla Palmas Kinder und Bürgermeister Luigi Spagnolli bei der Enthüllung der Tafel

 
Filomena-Dalla-Palma-Weg offiziell benannt

Bürgermeister Luigi Spagnolli hat heute gemeinsam mit Gemeinde- und StadtviertelrätInnen, Familienangehörigen und Vertretungen von Widerstands-Vereinigungen die Bennung des Francesca-Dalla-Palma-Wegs zwischen Mailand- und Alessandria-Straße vorgenommen.

"Sie hat zur Geschichte unserer Gemeinschaft beigetragen", sagte Bürgermeister Spagnolli. "Sie hat in einer schwierigen Zeit gelebt, in der es schwer war, Mut zu beweisen. In diesen Jahren ist es der Partisanin Gina gelungen, für ihre Ideale und für die Menschlichkeit zu leben und das auszubauen, was zur Grundlage des Wiederaufbaus Italiens in der Nachkriegszeit wurde". Persönlichkeiten wie jene der Partisanin Gina helfen auch heute dabei, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen, sagte Spagnolli.

Die Tochter von Filomena Dalla Palma, die Gemeinderätin Maria Teresa Tomada, dankte für die Bennung dieses Weges nach ihrer Mutter. Die Historikerin Milena Cosetto hat die Geschichte der Widerstandkämpferin beschrieben. Veröffentlicht sind ihre Untersuchungen in der Zeitschrift Lab*doc, StoriaE.


Die Partisanin Gina, Filomena Dalla Palma (geb. am 13. August 1921 in Cismon del Grappa) als Tochter eines Eisenbahners und Bauern beginnt als 17Jährige als Kindermädchen in italienischen Städten zu arbeiten. Sie begeistert sich für die Oper in Mailand. Als der Vater stirbt, kehrt sie nach Cismon zurück und arbeitet in der Fabrik. Sie nimmt an den Aktionen der Partisanen teil und hält die Kontakte und die Versorgung aufrecht. Im Winter 1944 wird sie gefangen genommen und gefoltert. Sie kommt mit Hilfe von Principe Junio Valerio Borghese wieder frei und ist wieder im Widerstand tätig. Nach dem Krieg wird sie im Ospedale Marino di Venezia gepflegt.
Als Kriegsinvalidin wird sie in den Lancia-Werken Bozen im Archiv angestellt. 1948 heiratet sie den Lancia-Arbeiter Giliante Tomada. Sie ist bis in die 1950er Jahre für den PCI aktiv. 1949 kommt der Sohn Luigi, 1956 die Tochter Maria Teresa zur Welt. In den 1960er Jahren muss sie ihre Stelle bei der Lancia aufgeben, um jene des Mannes zu erhalten. Sie bleibt in Kontakt mit den ANPI-Gruppen von Belluno, Treviso, Feltre, Venedig. Am 17. Juli 2003 stirbt sie nach langer Krankheit.
(Infos: DONNE E RESISTENZA - I diari partigiani delle donne von Milena Cosetto)

DONNE E RESISTENZA - I diari partigiani delle donne (di Milena Cosetto)

(rm)

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Der Filomena-Dalla-Palma-Weg (Bild: , 1,720 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Der Filomena-Dalla-Palma-Weg

Die Feierlichkeit (Bild: , 1,805 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Die Feierlichkeit

 
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