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Pressemitteilung: 08.11.2013 16:19
Themenbereich:  [Umwelt]  [Mitteilung] 

EPOurban: Beratungsergebnisse werden überreicht

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Am Montag, den 11. November 2013 um 20.15 Uhr im Pfarrheim hinter dem Dom

Am Montag, den 11. November 2013 um 20.15 Uhr werden im Bozner Pfarrheim hinter dem Dom den Hauseigentümern und Kondominiumsverwaltern die ersten Ergebnisse der energetischen Beratung überreicht.

Die Stadt Bozen will private Hauseigentümer verstärkt in den Stadterneuerungsprozess einbinden und sie durch entsprechende Beratungsangebote bei der energetischen Sanierung des Wohngebäudebestandes unterstützen. Zwischen 2013 und 2014 soll im Rahmen des EU-Projekts EPOurban, an dem auch die Stadt Bozen teilnimmt, für 20 ausgewählte Objekte ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet werden. 

Die erste Pilotphase des Projekts, in welche zehn Gebäude einbezogen wurden, steht vor dem Abschluss. Mit dabei waren die folgenden Gebäude:
1. Palermostraße 54
2. Rentscher Straße 2a/b
3. Lauben 76/Obstplatz 11
4. Eisenkellerweg 1a/b
5. Sernesiplatz 24
6. Leonardo-da-Vinci-Straße 3
7. Sernesiplatz 34
8. Leonardo-da-Vinci-Straße 1e
9. Leonardo-da-Vinci-Straße 2a
10. Schmiedgasse 9a


In den letzten Monaten hat die Stadt Bozen die Beratung durchgeführt, welche zunächst eine Bestandanlayse vorsah und die Auslotung baulichen, technischen und finanziellen Potentiale jedes einzelnen Objekts. Die Arbeiten wurden von einem Team der Stadt Bozen in Zusammenarbeit mit beauftragten Fachleuten in verschiedenen Fachtreffen durchgeführt. An diesen Fachtreffen nahmen auch zahlreiche lokale Interessenvertretungen teil.


Das EPOurban-Team hat für jedes Gebäude ein detailliertes Dokument erarbeitet, in welchem der Ist-Zustand der Gebäude festgehalten ist und in zwei bis drei Szenarien Kosten und Nutzen von energetischen Sanierungsmaßnahmen gegeneinander abgewogen werden, auch was eventuelle Beiträge, den Kubaturbonus und die Energieeinsparung anbelangt. Es wird auch abgewogen, welche der Varianten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen Energieeinsparung und Investition bringt. Außerdem gibt es für jedes Gebäude Vorschläge zum Abbau architektonischer Barrieren im Falle von Sanierungsarbeiten.
Alle Szenarien laden die Eigentümer dazu ein, etwas zu unternehmen, um das Gebäude insgesamt oder dessen Anlagen zu sanieren und zu erneueren, um Energie einzusparen und das Gebäude insgesamt aufzuwerten.
Untersucht wurden sowohl Gebäude, die in den 1960er, 1970er Jahren errichtet wurden als auch Gebäude, die unter Denkmal- bzw. Ensembleschutz stehen.

Diese denkmal- bzw. ensemblegeschützten Bauten, die das Bild der Altstadt maßgeblich prägen, befinden sich allgemein in einem guten Erhaltungszustand. Die Innenwände und Fassaden sind mit dekorativen Elementen verziert. Bei diesen besonderen Objekten rät die Arbeitsgruppe, die Gebäudehülle im Originalzustand zu belassen und den Fokus vielmehr auf die Wirksamkeit und Modernisierung der Haustechnik und auf den Einbau energiesparender Fenster zu legen, sofern diese nicht bereits ausgetauscht wurden. Der wirtschaftliche und finanzielle Aufwand für diese Maßnahmen ist überschaubar und rechnet sich schon nach weniger als 10 Jahren. Zudem gibt es auf Landes- wie auch auf staatlicher Ebene entsprechende Förderprogramme.


Bei jenen Gebäuden, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, sind hingegen umfangreichere Energieeinsparungen möglich. Die Arbeitsgruppe rät hier zur Dämmung der Fassade und des Dachstuhls, zum Austausch der Fenster und zur Modernisierung der Haustechnik. Erreicht das Gebäude durch die energetische Sanierung den KlimaHaus-Standard "C", erhalten die Eigentümer die Möglichkeit, das Gebäude zu erweitern ("Kubaturbonus"). Trotz der energetischen Vorteile könnten Finanzierungsschwierigkeiten die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen beeinträchtigen. Am interessantesten ist für die Eigentümer wohl die Möglichkeit, das Bauvolumen zu erhöhen. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen, bedingt durch die besondere Strukturierung des Immobilienmarktes und durch architektonische bzw. städtebauliche Vorgaben.

2014 werden im Rahmen der zweiten Projektphase zehn weitere Pilotobjekte energietechnisch unter die Lupe genommen.

 

(pr)
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