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Pressemitteilung: 27.01.2010 09:51
Themenbereich:  [Kultur]  [Veranstaltungen] 

Spannende Tagung: Geschichte-Erinnerung-Stadt (29/01/10, 9.30 bis 13 Uhr)

Lager, Block E, Foto Enrico Pedrotti (Bild: jpg, 15 Kilobyte, 310 x 448 pixel)

Lager, Block E, Foto Enrico Pedrotti

 
Große Namen geben Denkanstöße

In der Welt der Wissenschaft sind alle drei bestens bekannt: Hannes Heer aus Hamburg, John Foot aus London und Rolando Dondarini aus Bologna werden sich bei einer Tagung, zu welcher das Bozner Stadtarchiv am Freitag, den 29. Jänner ab 9.30 Uhr in den Festsaal in der Gumergasse lädt, mit der Frage nach Geschichte und Erinnerung befassen.

Anlass für die Tagung ist die Woche des Gedenkens an den Holocaust. Organisiert wurde die Tagung vom Stadtarchiv Bozen. Mitgetragen wird die Tagung von der Vereinigung der ehemaligen politischen Deportierten, der Jüdischen Kultusgemeinde Meran, des Landeskomitees der Nationalen Vereinigung der Partisanen Italiens, der Nationalen Vereinigung der ehemaligen Militärinternierten, der Zeugen Jehovas Bozen, des Verbands Rom e Sinti Insieme / Nevo Drom und von Centaurus HIS.


Nach Grußworten von Bürgermeister Luigi Spagnolli und Kulturstadtrat Primo Schönsberg geht es ab 10 Uhr zu den eigentlichen Themen.

Erster Referent ist der Historiker, Publizist, Ausstellungsmacher und Filmregisseur Hannes Heer, der vor allem durch seine Ausstellung über die Wehrmacht "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944" durchaus kontrovers von sich reden gemacht hat. In Bozen wird Heer über das Leben jüdischer Bürger im Hamburger Nobelstadtteil Blankenese berichten. Unter dem Titel "Viermal Leben. Jüdisches Schicksal in Blankenese 1860-1945" hat er gemeinsam mit Petra Bopp und Peter Schmidt eine Ausstellung für Hamburg zusammengestellt.

John Foot ist Professor für Geschichte der italienischen Neuzeit University College of London. Er wird um 10.50 Uhr über das spannende Thema "Öffentliche Erinnerungskultur und Geschichte in Italien nach 1945" sprechen. Er wird unter anderem auch am Beispiel Bozens über das schwierige Verhältnis Italiens zu seiner jüngesten Vergangeheit sprechen.


Um 11.45 Uhr spricht der Professor für Geschichte an der Universtät Bologna, Rolando Dondarini, über das Thema "Bologna zwischen Krieg und Attentaten. Über die Schwierigkeit, über nie verheilten Wunden zu sprechen". Er geht dabei von der These aus, dass eine verfehlte Geschichstdidaktik zu verhängnisvollem Unwissen und Gleichgültigkeit führen.


Moderation: Hannes Obermair, Simultanübersetzung Italienisch Deutsch


Infos: Stadtarchiv Bozen, Tel. 0471 997 588, stadtarchiv@gemeinde.bozen.it

 

(rm)

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