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Pressemitteilung: 16.04.2008 16:26
Themenbereich:  [Wirtschaft und Tourismus] 

Bozen steigt aus Zinstauschgeschäften aus

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Risiko vermeiden. Verwaltungsüberschuss höher als erwartet: 22,2 Millionen Euro

Die Stadt Bozen ist aus den Zinstausch-Geschäften (swap) ausgestiegen. Dies teilt der Stadtrat der Finanzen, Elmar Pichler Rolle, mit. Der vorzeitige Ausstieg kostete die Stadt 1,6 Millionen Euro. "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir mögliche Verluste vermeiden wollten", erklärte der Vizebürgermeister dem Stadtrat, der den Beschluss am Dienstag einstimmig genehmigte. Die Landeshauptstadt verbucht nach diesem Abschluss einen Gewinn von 800.000 Euro. Die Zinstausch-Geschäfte hatten in den letzten Wochen und Tagen für Aufsehen gesorgt, weil etliche Kommunalverwaltungen in die Verlustzone abgerutscht waren. "Wir haben umsichtig gehandelt und wollten mit dem vorzeitigen Ausstieg jedes unnötige Risiko vermeiden", sagte Pichler Rolle.

Gleichzeitig teilte Pichler Rolle mit, dass der Verwaltungsüberschuss 2007 der Stadt Bozen mit rund 22,2 Millionen Euro deutlich höher ausfallen wird als geplant. Der Stadtrat der Finanzen hatte im Haushaltsvoranschlag einen Überschuss von 11,7 Millionen Euro vorgesehen. Wie diese zusätzlichen Finanzmittel für 2008 eingesetzt werden, müsse zuerst innerhalb der Mehrheitsparteien geklärt werden, so Pichler Rolle. "Wir können die Finanzmittel für die im Haushalt 2008 vorgesehenen Projekte verwenden und keine neuen Darlehen aufnehmen oder wir können andere Bauvorhaben um ein oder zwei Jahre früher finanzieren als geplant. Alles hängt auch davon ab, ob wir den Ankauf und Verkauf der Immobilie des Wohnbauinstitutes in der Südtiroler-Straße und den Verkauf des Bauloses C in der Kaiserau rasch durchziehen können", erklärte Pichler Rolle im Stadtrat.

Der Stadtrat der Finanzen hat sich heute im Bozner Rathaus zudem einer Anhörung von Fitch-Ratings gestellt. Die international renommierte Agentur hatte der Landeshauptstadt im Vorjahr das höchstmögliche Rating, AAA, zuerkannt. Jährlich wird geprüft, ob die Stadtverwaltung die derzeitige Einstufung halten kann oder nicht. "Wir haben eine gute Finanzsituation präsentieren können, die sich gegenüber dem Vorjahr sogar noch besser entwickelt hat", sagte Pichler Rolle nach der Anhörung.


(rm)
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