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Pressemitteilung: 08.10.2021 11:57
Themenbereich:  [Einladung]  [Sonstiges] 

Einladung Erinnerung an Nella Lilli Mascagni und Lidia Brisca Menapace

Hügel der Weisen Park Firmian  (Bild: , 1,933 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Hügel der Weisen Park Firmian

 
Am Samstag, den 9. Oktober um 11.00 Uhr Hügel der Weisen Park Firmian

Der Bürgermeister  Renzo Caramaschi möchtet Sie herzlichst an der Pflanzung der Bäume in Erinnerung an Nella Lilli Mascagni und Lidia Brisca Menapace einladen, die am Samstag, 9. Oktober um 11.00 Uhr am Hügel der Weisen im Park Firmian in Bozen stafffinden wird.

Nella Lilli Mascagni 
Villalvernia, Alessandria, 18.09.1921 -Trient, 27.02.2009

Sie war mit ihrer Familie nach Bozen gezogen, als ihr Vater, ein antifaschistischer Eisenbahner, von Genua nach Bozen versetzt wurde. 1940 absolvierte sie ihr Abitur an der Magistralschule anschlieBend inskribierte sie sich an der Universitàt Turin. Aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs wurde sie gezwungen ihr Studium zu unterbrechen. In den Jahren zwischen 1943 und 1945 nahm sie als Mitglied der Partisanenstaffel am Widerstand teil. Das Nationale Befreiungskomitee (CLN) von Cavalese betraute sie mit der Pflege der Verbindungen zwischen den einzelnen Organisationen des Tals sowie die der mit Bozen und Trient. Im November 1944 wurde sie zum ersten Mal in Cavalese verhaftet und im Februar 1945 geriet sie erneut in die Hànde der Nazi-Faschisten. Im Lager Bozen, wo sie unter der Nummer 10599 registriert war, wurde sie zur Reinigung der "Zellenblòcke" eingesetzt und konnte diese Situation nutzen, indem sie (trotz der Aufseher Mischa und Otto) die Botschaften des Widerstands an Ada Buffulini, Laura Conti und anderen Mitgliedern des internen Geheimausschusses weitergeben konnte. In der Nachkriegszeit, verheiratet mit Andrea Mascagni, unterrichtete sie an Mittel- und Grundschulen in der Provinz Bozen und war viele Jahre lang, trotz ihres angeschlagenen Gesundheitszustands als Folge der Deportation, Animateurin der ANED-Aktivitàten und Pràsidentin der ANPI-Sektion der Provinz Bozen.

Lidia Brisca Menapace
Novara, 03.04 1924 - Bozen, 07.12.2020

Schon in jungen Jahren schloss sie sich der Partisanenstaffel an und engagierte sich in der Nachkriegszeit in der katholischen Bewegung, wo sie ihr Studium an der Katholischen Universitàt vom Heiligen Herzen in Mailand abschloss. Sie engagierte sich fùr die Christdemokraten und wurde 1964 als erste Abgeordnete in den Sudtiroler Landtag gewàhlt. Nach ihrer Heirat mit dem Trentiner Arzt Nene Menapace zog sie nach Bozen. In der gleichen Legislaturperiode war sie auch die erste Frau, die als Landesràtin fiir Gesundheit in den Sudtiroler Landtag einzog. Nachdem sie 1968 die Christdemokraten verlassen batte, sympathisierte sie mit der Kommunistischen Partei Italiens. 1969 war sie Mitbegrunderin von "Il Manifesto", fur den sie bis Mitte der 1980er Jahre regelmàBig schrieb. 2006 wurde sie auf den Listen der Kommunistischen Partei in den Senat gewàhlt und leitete deren theoretische Zeitschrift "Su la testa". Seit den 70er Jahren war sie in der aktiven Politik in Vereinen, Bewegungen, institutionellen Positionen mit einem Engagement pràsent, das unmittelbar und immer von Feminismus und Pazifismus gepràgt war. Der Pràsident der Republik, Sergio Mattarella, erinnerte in seiner Kondolenzbotschaft mit den Worten: "Die Werte, die sie in ihrem Leben gelebt und vertreten hat - Antifaschismus, Freiheit, Demokratie, Frieden, Gleichheit - sind diejenigen, die sich die italienische Verfassung zu eigen gemacht hat und die eine Lehre fur die jungeren Generationen darstellen".


 

(mp)

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