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Pressemitteilung: 16.09.2021 17:47
Themenbereich:  [Familie und Soziales]  [Sonstiges] 

Impfungen für obdachlose Personen

Pressekonferenz. Von links: Carlo A.Librera, Astrid Santoni, Luca Armanaschi, Chiara Rabini und Juri Andriollo (Bild: , 1,361 Kilobyte, 3016 x 2103 pixel)

Pressekonferenz. Von links: Carlo A.Librera, Astrid Santoni, Luca Armanaschi, Chiara Rabini und Juri Andriollo

 
Ab 27. September 2021 können sich obdachlose und mittellose Personen kostenlos in einem mobilen Impfzentrum an der Rombrücke – Ecke Trientstraße impfen lassen

Auch in Bozen ist es notwendig, so rasch wie möglich einen umfassenden Impfschutz gegen COVID-19 zu erreichen, um eine Herdenimmunität zu erlangen. Daher wurde es für notwendig befunden, insbesondere für Menschen, die in Betreuungseinrichtungen leben oder die kürzlich eingewandert sind oder die obdachlos sind, ein Impfangebot zu schaffen. Daher hat die Stadtgemeinde Bozen in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb beschlossen, einen Impfplan für obdachlose Personen auszuarbeiten. Die Impfung von obdachlosen Personen ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und Hygiene. Der Stadtrat für Sozialpolitik, Juri Andriollo, und die Stadträtin für Integrationspolitik, Chiara Rabini, haben heute die Details des Impfplans bei einer Pressekonferenz im Rathaus vorgestellt.

Die Impfungen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb durchgeführt, der sich sofort bereit erklärt hat, die Stadtgemeinde Bozen bei diesem Projekt zu unterstützen. Obdachlose Personen können sich ab Montag, 27. September 2021 und bis Freitag, 01. Oktober 2021 in einer mobilen Impfstation impfen lassen. Die mobile Impfstation ist in einem Container untergebracht, den der Zivilschutz zur Verfügung gestellt hat und der bei der Rombrücke - Ecke Trientstraße aufgestellt wird. Ein Arzt bzw. eine Ärztin, 4 Krankenpfleger/-innen und Verwaltungspersonal leisten im Container ihren Dienst. Die Impfungen können zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr gemacht werden, und das ist zeitgleich mit der Verteilung von Mahlzeiten an mittellose Personen in dieser Zone.

Es wird geschätzt, dass in Bozen 120-130 Personen, die auf der Straße leben, Interesse an einer Coronaschutzimpfung haben könnten. Das Angebot der kostenlosen Impfung gilt aber auch für die Personen, die in einer Betreuungseinrichtung wie in der Coministraße leben (von den 95 Bewohnern sind ca. 50 noch nicht geimpft).

"Die kostenlosen Impfungen für Obdachlose und andere mittellose Menschen sind ein wichtiges Angebot", sagten Stadträtin Rabini und Stadtrat Andriollo. "Wir möchten, dass dem Impfen eine umfassende Information der Impfwilligen vorausgeht. Daher gibt es mehrsprachiges Informationsmaterial und auch die Vordrucke sind mehrsprachig. Es wird genau erklärt, was geimpft wird und wie wichtig die Coronaschutzimpfung für die Gesellschaft und den Einzelnen ist. Wir möchten, dass jede Person, die in unserer Stadt lebt, die Chance hat, sich impfen zu lassen, auch die Personen, die am Rande der Gesellschaft leben." Stadträtin Rabini fügte noch hinzu, dass diese Initiative auch auf eine Zusammenarbeit mit der Gruppe für Immigrationsgesundheit der italienischen Gesellschaft für Migrationsmedizin zurückgeht, und diese Gesellschaft hat auch das mehrsprachige Material zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Impfzentrums besser auf ihre Aufgabe vorbereiten und sie können die Fragen der Personen, die sich impfen lassen möchten, besser beantworten. "Man kann hier auch von einer Art Integrationsprojekt sprechen, denn wir bieten allen, die es wünschen, einen kostenlosen Zugang zu Gesundheitsleistungen an.", sagte Stadträtin Rabini.

In Vertretung des Südtiroler Sanitätsbetriebes waren heute Luca Armanaschi, der Verwaltungskoordinator des Gesundheitsbezirkes Bozen, und Frau Astrid Santoni, die Koordinatorin des Impfteams des Gesundheitsbezirks Bozen, bei der Pressekonferenz anwesend. "Jede Initiative, mit der die Anzahl der Geimpften weiter steigt", sagten Santoni und Armanaschi, "wird vom Sanitätsbetrieb unterstützt." In der mobilen Impfstation bei der Rombrücke - Ecke Trientstraße gibt es zwei Impflinien. Als Impfstoffe stehen Johnsson (einmalige Dosis) oder Pfizer zur Auswahl. Nach der Impfung erhalten die Geimpften eine Impfbescheinigung.

Carlo Librera, der Direktor der Abteilung für Dienste für die örtliche Gemeinschaft, sagte, dass das Impfangebot auch für die Personen gilt, die in Betreuungseinrichtungen leben. Am 28. September 2021 werden Mitarbeiter/-innen des Sanitätsbetriebes in die Betreuungseinrichtung in der Coministraße kommen, um dort zu impfen. "In den anderen Betreuungseinrichtungen sind bereits mehr als 90% der Bewohner/-innen geimpft. Und das ist ein sehr gutes Ergebnis. Wer noch nicht geimpft ist, kann dies bei der mobilen Impfstation an der Rombrücke - Ecke Trientstraße nachholen.", sagte der Abteilungsdirektor abschließend.

 

(mp)
 
Chiara Rabini und Juri Andriollo (Bild: , 1,089 Kilobyte, 2936 x 2196 pixel)

Chiara Rabini und Juri Andriollo

 
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