Seite empfehlen  Ihr Kommentar  Seite drucken
Pressemitteilung: 13.08.2021 10:47
Themenbereich:  [Familie und Soziales]  [Sonstiges] 

Projekt: Bilden, Informieren, Wohnen

Projekt: Bilden Informieren, Wohnen (Bild: , 1,960 Kilobyte, 3264 x 2448 pixel)

Projekt: Bilden Informieren, Wohnen

 
Die Stadt Bozen will die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund durch gezielte Maßnahmen unterstützen

Die Integration und Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein komplexer und fortlaufender Prozess, der von der öffentlichen Hand durch gezielte Maßnahmen unterstützt werden muss. Das Ressort für Kultur, Umwelt, Integrationspolitik und Chancengleichheit der Stadtgemeinde Bozen hat nun unter der Federführung der Abteilung Soziales ein Projekt mit dem Titel "Bilden, Informieren, Wohnen" ins Leben gerufen, das von der Koordinierungsstelle für Integration des Landes Südtirol mitfinanziert und in den nächsten Monaten gemeinsam mit Eurac Research und den Vereinigungen Strada-Der Weg, Studio Comune und Cooltour auf den Weg gebracht wird. Koordiniert wird das Projekt, an dem auch der städtische Ausländerbeirat mitwirkt, vom Interkulturalitätsforscher Dr. Erjon Zeqo, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europäischen Akademie und Autor des Ratgebers "Einwanderung in Bozen".

"Unser Ziel ist es, Behörden, Organisationen, Ehrenamtliche und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen, die Dienste für neue Mitbürgerinnen und Mitbürger anbieten, zusammenzubringen, um gemeinsam mit ihnen auszuloten, wie wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und den Dialog zwischen den Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern können," so Bozens Gleichstellungsstadträtin Chiara Rabini.

Das Projekt solle die gesellschaftliche Teilhabe, den kulturellen Austausch und den Zusammenhalt stärken, so Projektkoordinator Erjon Zeqo. "Die Herausgabe eines Ratgebers für Menschen mit Migrationshintergrund war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Nun kommt es darauf an, die Inhalte zu den Menschen zu bringen, für die sie erarbeitet wurden: zu den neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und zu den Fachkräften. Denn", so Zeqo abschließend. "Wir brauchen einen systemischen Ansatz".

Dieser bestehe auch darin, Menschen und Organisationen, die Dienstleistungen für die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger entwickeln und anbieten, miteinander in Kontakt zu bringen, etwa durch Informations- und Fortbildungsveranstaltungen, aber auch im Rahmen von Video-Tutorials, von Arbeitsgruppentreffen zum Thema Wohnen und durch eine offene Diskussionsveranstaltung.

In wöchentlichen Webinaren, die zwischen dem 15. September und dem 6. Oktober stattfinden, stellen Fachkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Einrichtungen verschiedene Dienstleistungen, Aktivitäten und inklusionsfördernde Initiativen für Migrantinnen und Migranten vor, darunter kulturelle Initiativen (15. September), grundlegende meldeamtliche sowie Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen (22. September), Maßnahmen und Möglichkeiten der Berufsbildung und der beruflichen Eingliederung (29. September) sowie Leistungen rund um das Thema Wohnen (6. Oktober).

Die Arbeitsgruppe Wohnen wird sich mit der aktuellen Wohnraumsituation befassen und ausgehend davon Lösungsansätze für einen einfacheren Zugang zu Wohnmöglichkeiten erarbeiten sowie anhand gelungener Praxisbeispiele Handlungsempfehlungen für die Stadt formulieren. An der Arbeitsgruppe beteiligen sich institutionelle Akteure, Fachkräfte, Vereine und private Interessenträger. Es sind drei Treffen geplant, die zwischen September und November 2021 stattfinden werden. Das Thema Wohnen steht auch im Mittelpunkt einer offenen Diskussionsveranstaltung (19. November), bei der Vorschläge, Ideen und Lösungsansätze zum Thema Wohnraumzugang und Co-Housing gesammelt werden. Um Menschen mit Migrationshintergrund und den Akteurinnen und Akteuren auf dem Gebiet der Migration den Zugang zu den Inhalten des Ratgebers "Einwanderung in
Bozen" zu erleichtern und ihnen das öffentliche Dienstleistungsangebot näherzubringen, werden außerdem mehrere Video-Tutorials erstellt, die intuitiv und in einer einfachen Sprache gestaltet sind. Die Videos sind über die jeweiligen Websites und auch über die sozialen Netzwerke abrufbar.

Im Mittelpunkt des Projekts "Informieren, Ausbilden, Wohnen" steht die Förderung des kulturellen Austausches, der Inklusion und des Zusammenlebens in einer vielfältigen Gemeinschaft, in der Zusammenhalt groß geschrieben wird. Es richtet sich an Fachkräfte, aber auch an Personen mit Mitgrationshintergrund, an lokale Migrantenvereinigungen, an die Vertreterinnen und Vertreter des Ausländerbeirates und an alle Personen, die sich für dieses Thema interessieren. In diesem Sinne sind alle im Stadtgebiet tätigen Vereine und Einrichtungen eingeladen, sich einzubringen und dazu beizutragen, die Zusammenarbeit zwischen allen Akteurinnen und Akteuren zu stärken und den Austausch mit der Bevölkerung
durch eine inklusive Form der Kommunikation zu erleichtern.

Weiterführende Informationen:
Webinare: Erjon Zeqo - erion.zeqo@gmail.com - 
Thema "Wohnen": Sofia Sanchez und Irene Visentini - info@studiocomune.eu -
Projektreferentin der Gemeinde Bozen: Milena Brentari - milena.brentari@comune.bolzano.it - Tel. 0471 997524

VERANSTALTUNGSTERMINE

Webinare

Mittwoch, 15., 22., 29. September und 6. Oktober von 17.00 bis 19.00 Uhr. Mehrzwecksaal Premstallerhof, Dolomitenstraße 14, Bozen.

Offene Diskussionsrunde zum Thema Wohnen Freitag, 19. November 2021 von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr. Mehrzwecksaal Rosenbach, Nikolettiplatz 4, Bozen.

Sollte es zu Covid-19-bedingten Einschränkungen kommen, findet die Veranstaltung zum Schutz vor der Verbreitung des SARS-COV-2-Virus online als Webinar auf der Plattform Zoom statt.

(mp)
Artikel teilen:
 
Stadt Bozen - Rathausplatz 5 - 39100 Bozen - Telefonzentrale: 0471 997111 – Steuernr./MwSt.: 00389240219 - E-Mail: aboe@gemeinde.bozen.it - PEC: bz@legalmail.it ::