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Pressemitteilung: 18.09.2020 12:11
Themenbereich:  [Veranstaltungen]  [Chancengleichheit]  [Sonstiges] 

WE women_empowerment. Die Pflegerolle der Frauen während und nach der Covid-Pandemie

Die Frauen während der Sozialkrisen (Bild: , 3,958 Kilobyte, 2480 x 3508 pixel)

Die Frauen während der Sozialkrisen

 
Am Donnerstag, den 24. September ab 18.00 Uhr Mehrzwecksaal Nikolettiplatz. Dokufilm, Kunstinstallationen und Musikalisches Happening

Es könnte anachronistisch anmuten, noch über die Gleichstellung von Frauen und Männern zu sprechen, doch der Lockdown der letzten Monate hat das Thema der Gleichstellung innerhalb unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systems wieder ins Rampenlicht gestellt. Die Frauen sind immer noch Eckpfeiler der Arbeit und Organisation in der Familie, oft zum Nachteil ihres Berufes. Welche Rolle nehmen die Frauen bei der Pflegearbeit im Rahmen der Familie ein? Wie können sich Gleichstellung und Gleichstellungskultur in unserer Gesellschaft behaupten? Welche Auswirkungen hat der Lockdown auf die Frauen und auf die LGBTQIA+-Gruppe gehabt? Diese und andere Fragen werden im Mittelspunkt des runden Tisches stehen, das vom Netzwerk WE-women empowerment und dem Amt für Frauen der Stadtgemeinde Bozen organisiert wird. Das Gespräch findet am Donnerstag, 24. September ab 18 Uhr im Mehrzwecksaal des Stadtviertels Oberau am Nikolettiplatz statt.
Im Rahmen des Treffens wird ausgehend von einem geschichtlichen Überblick die Rolle der Frauen in der zeitgenössischen Gesellschaft vertieft, mit besonderem Augenmerk auf soziale Krisenzeiten wie die derzeitige. Welche Mechanismen sind während der Covid-Pandemie zum Tragen gekommen? Welche Rolle haben und hatten die Frauen im Erziehungs- und Pflegebereich? Wir werden das Thema gemeinsam mit verschiedenen Expertinnen besprechen.
Um 18:00 Uhr wird der Dokufilm "ZITA E LE ALTRE", mit Alessandra Spada, Vorsitzende des Frauenarchivs Bozen, gezeigt; Ein Film über die Erinnerungen von Frauen aus dem Stadtviertel Oberau. Der Film von Katia Assuntini wurde in Zusammenarbeit mit dem " Club La Ruga" gedreht.
Die filmische Dokumentation setzt sich zum Ziel, der Stimme von Frauen aus dem Stadtviertel Kraft und Gehör zu verleihen. Ältere Frauen erzählen ihre eigene Lebensgeschichte aus einem persönlichen Blickwinkel und stellen somit der gesamten Stadt ein bleibendes, historisch wertvolles Dokument zur Verfügung. Das Werk von Katia Assuntini stellt die Rolle der Frauen im häuslichen Bereich, in der Erziehung und im Beruf sowie während der Kriegszeit in den Mittelpunkt, indem sie die persönlichen Lebensgeschichten der Protagonistinnen erforscht.
Um 19:00 Uhr findet ein Talk über die geschletsspezifische Situation in Südtirol während der Pandemie, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk WE/women empowerment, statt. Einschränkungen und spezifische Auswirkungen der COVID-Pandemie während des Lockdowns und danach, mit besonderem Fokus auf Frauen, Minderjährige, lgbtqia+-Personen und mit Zeugnissen aus dem Vereinswesen. Runder Tisch mit Centaurus, Gea, Kaledoskopio, La Strada- Der Weg, OfficineVispa und mit der Moderation von der Journalistin Floriana Gavazzi mit folgenden Referaten:
Christine Clignon vom Verein GEA: "DIE GESCHLECHTSSPEZIFISCHE GEWALT IN DER ZEIT DES CORONAVIRUS". Die Maßnahmen zur Ansteckungsprävention während der COVID-19-Pandemie haben dazu geführt, dass wir lange Zeit in unseren Häusern eingesperrt geblieben sind. Für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, ist das eigene Haus jedoch alles andere als ein sicherer Ort. Was sagen uns die Frauenhäuser und Zentren gegen die Gewalt an Frauen über das, was in der Lockdownphase geschehen ist? Welche Maßnahmen können ergriffen werden?
Referentin Cristina De Paoli vom Verein La Strada-Der Weg: MINDERJÄHRIGE UND LOCKDOWN. Wie haben Minderjährige die Lockdownphase und die Zeit nach der sozialen Isolation erlebt? Welche Erfahrungen haben sie mit häuslicher Gewalt und Familienkonflikten gemacht? (Es berichtet darüber die Sozialgenossenschaft Il Germoglio-Sonnenschein)
Referentin Arianna Miriam Fiumefreddo vom Verein Centaurus :WIE SICH DER LOCKDOWN AUF DIE GRUPPE LGBTQIA+ AUSGEWIRKT HAT. Aufgezwungenes Zusammenwohnen, Gewalt, Verbergung, Negation der eigenen Identität: Es handelt sich um kritische Punkte, die zwar eher selten zur Sprache kommen, es aber verdienen, Gegenstand spezifischer Aufmerksamkeit zu sein und öffentlich angesprochen zu werden.
Referentin Mari Jensen vom Verein Kaleidoskopio: "SMART-WORKING" UND PFLEGEARBEIT IN DER ZEIT DES COVID. Es ist keine Neuigkeit, dass Frauen oft immer noch als einzige Verantwortliche für die Pflege der Familie und die häusliche Arbeit gesehen werden. In der Lockdownzeit hat sich diese Wahrnehmung jedoch noch um Einiges gesteigert. Ist es nun nicht an der Zeit, sich für eine gerechte Aufteilung der familienbezogenen Arbeit einzusetzen?
Referentin Giada Gatti von der Genossenschaft OfficineVispa: DIE WÜNSCHE DER FRAUEN WÄHREND DER PANDEMIE. Vorstellung der Ergebnisse der qualitativen Erhebung zum Thema des Verlangens, die mit einer Stichprobe 104 Frauen während der Lockdownphase durchgeführt wurde.
Abschliessend, um 20:30 Uhr, findet ein musikalisches Happening statt: ein musikalisches Zwischenspiel mit dem Duo Yoro Like Sun, das uns vom Boom Bap bis zum Future Beat führt. Eine organische rhythmische Textur, die durch Sampling und Scratch ensteht und Ergebnis einer tiefreichenden musikalischen Erforschung ist.
Von 18:00-21:00 durchgehend finden auch zweiKunstausstelunge statt:
" SCHMUTZIGE WÄSCHE WÄSCHT MAN GEMEINSAM "
Partizipative Kunstinstallation der Projektgruppe Artemisia/Cooltour (Verein La Strada-Der Weg)
Die Installation wurde von folgenden Künstlerinnen verwirklicht: Piera Pagnacco, Morgana Morelato, Giulia Pedron e Valentina Stecchi.
Die "Wäsche" besteht aus den Zeichnungen der Mädchen und jungen Frauen des Projektes Artemisia, die Bild und geschriebenes Wort ineinander verschmolzen haben, um psycholgische Gewalt, die oft der körperlichen Gewalt den Weg ebnet und/oder sie begleitet, visuell darzustellen und die ZuschauerInnen darauf zu sensibilisieren.

"FRAUENKUNSTHÄPPCHEN"
Gruppenausstellung des Vereins Club Arcimboldo in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Frauenkunsthäppchen". Es werden Werke der Vereinsmitfrauen zum Thema der geschlechtsspezifischen Gewalt ausgestellt.
Die ausgestellten Bilder wurden von den Autorinnen mit verschiedenen Techniken angefertigt und drücken ihre Kreativität in unterschiedlichen Lebensphasen aus. Für einige Frauen war der Lockdown eine schwierige Zeit voller Probleme. Für jene, die hingegen die Möglichkeit hatten, zu malen oder einfach eine Leinwand zu verschmieren, hat es sich um eine friedvolle Schaffenszeit gehandelt, abgesondert vom Allem.
Die Ausstellung ist jenen Frauen gewidmet, die während des Covid-Notstands - und nicht nur - Opfer von Gewalt jeder Art waren.
Ausstellende Künstlerinnen: artiste Alda Picone, Francesca Ragona, Galya Melkinova, Ksanna, Laila Pellegrini, Laura Lodi, Laura Innocenti, Maria Grazia Gaspari, Monica Pizzo, Judith Paone, Rosina Darù, Valentina Stecchi.

(mp)

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  • Info (file pdf, 2.465 Kilobyte)
 
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WE_women empowerment

 
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