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Pressemitteilung: 24.10.2019 18:23
Themenbereich:  [Kultur]  [Öffentliche Arbeiten und Wohnen]  [Sonstiges] 

Vorstellung der Gedenkinstallation an der Passage der Erinnerung (mit download video + interv)

Gedenkinstallation an der Passage der Erinnerung  (Bild: jpg, 1,437 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Gedenkinstallation an der Passage der Erinnerung

 
Auf 32 Glaselementen, die aufgrund ihrer besonderen Gestaltung wie eine Mauer anmuten, erleuchten ab dem 25. Oktober die Namen der Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges im Bozner NS-Durchgangslager inhaftiert waren

Auf 32 Glaselementen, die aufgrund ihrer besonderen Gestaltung wie eine Mauer anmuten, erleuchten ab dem 25. Oktober die Namen der Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges im Bozner NS-Durchgangslager inhaftiert waren.
Die neue Gedenkinstallation, ein besonderes Anliegen von Bürgermeister Caramaschi, wird künftig die Außenmauer des ehemaligen nationalsozialistischen Durchgangslagers in der Reschenstraße flankieren und an die Opfer der nationalsozialistischen Gräueltaten erinnern.

Die Lagermauer ist alles, was vom ehemaligen Polizeilichen Durchgangslager Bozen geblieben ist. Das Bozner Lager, das im Juli 1944 errichtet wurde und bis zum 3. Mai 1945 in Betrieb blieb, war eines von vier NS-Lagern, die in Italien nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1944 entstanden sind. Für viele Häftlinge war Bozen nur eine Zwischenstation auf ihrem grausamen Weg, der sie in die Konzentrationslager jenseits der Alpen führte, von wo aus sie nicht mehr zurückkehrten. Die ehemalige Lagermauer ist heute ein Gedenkort, der die Verbrechen des zweiten Weltkriegs im Bewusstsein auch der kommenden Generationen wach halten soll. Durch eine jahrelange, minutiöse Forschungsarbeit ist es dem Bozner Stadtarchiv gelungen, diesen Geschichtsort aufzuwerten und im öffentlichen Gedächtnis zu bewahren. Dabei wurde das Archiv von der Vereinigung ehemaliger Deportierter, von der Partisanenvereinigung und von der Jüdischen Gemeinde unterstützt.

Die neue Lichtinstallation, auf der abwechselnd die Namen jener Häftlinge aufleuchten, von denen wir heute wissen, dass sie im Durchgangslager inhaftiert waren - und zu denen vermutlich noch viele weitere Namen dazukommen werden -, ist das Herzstück der neuen Passage der Erinnerung. Ergänzt wird die Installation durch die neu gestalteten Informationstafeln, die eine kurze geschichtliche Einordnung bieten und Abbildungen von Originalobjekten enthalten. An mehreren Hörstationen können Erzählungen ehemaliger Deportierter abgerufen werden, die über ihre Leidenszeit im Durchgangslager Bozen berichten. Der Zugangsbereich zur Passage der Erinnerung auf Höhe der Durchfahrt wurde neu verkleidet und ebenfalls mit Informationstafeln versehen.

Die Gedenkinstallation wurde nach einem Konzept der Architekten Elena Mezzanotte und Peter Plattner gestaltet. Das Kernelement der Gedenktafel ist die imposante, ca. 13 m lange Glasfläche aus 32 Glasplatten, die miteinander verschweißt und in eine Rahmenkonstruktion aus pulverbeschichtetem Stahl eingelassen sind. Die Glasplatten wurden in Gusstechnik hergestellt. Hinter den Glasplatten befindet sich eine Ledwall, auf der über einen Zeitraum von 24 Stunden die Namen aller bisher identifizierten ehemaligen Häftlinge aufleuchten.

Die Kosten für die Neugestaltung der Passage der Erinnerung beliefen sich auf 199.000 Euro. Die Brennerautobahn AG hat das Projekt aus Anlass des 60. Bestehens der Gesellschaft mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro unterstützt.

Die Neugestaltung der Passage der Erinnerung wird mit einem hochwertigen Rahmenprogramm gefeiert. Am 23. Oktober um 20.30 Uhr findet im Hörsaal des Pascoli-Gymnasiums eine Theateraufführung der Cooperativa Prometeo statt. Das Stück thematisiert die Erschießung von 23 Soldaten, die im Bozner NS-Lager inhaftiert waren, im September 1944 in der Mignone-Kaserne. Der Eintritt ist frei. Am 25. Oktober lädt das Haydnorchester im Anschluss an die offizielle Einweihung der neu gestalteten Passage der Erinnerung zu einem Erinnerungskonzert. Das Konzert unter der Leitung von Chefdirigent Arvo Volmer findet um 20.00 Uhr im Konzerthaus Bozen in der Dantestraße statt. Der erste Teil des Konzerts mit Stücken von Pavel Haas und Gideon Klein steht ganz im Zeichen des Gedenkens. Beide Stücke wurden im Konzentrationslager Auschwitz geschrieben. Der Eintritt ist frei.  Ein Tag vor der offiziellen Eröffnung wird imJugendzentrum Villa delle Rose das Projekt Jugend und Erinnerung, realisiert von Zeitroom, vorgestellt. Zudem wird in Zusammenarbeit mit ANPI, ein Bereich eingerichtet, in dem Bibliografien zum Thema präsentiert werden.

Heute die Presse-Vorstellung mit:  Renzo Caramaschi, Bürgermeister der Stadt Bozen; Juri Andriollo, Stadtrat für Kultur der Stadt Bozen; Dario Venegoni, Präsident ANED; Guido Margheri, Präsident Antifaschistischer Verein Alto Adige Südtirol; Paolo Bellenzier, Direktor der Abteilung für Raumplanung und  Entwicklung; Architekten Elena Mezzanotte und Peter Plattner, Projektanten; Roberta Catania, Villa delle Rose. 
 

Link download video + interv.

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PRESENTAZIONE MONOLITE LAGER VIA RESIA.mp4

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(mp)

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Buergemeister Caramaschi (Bild: jpg, 1,630 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Buergemeister Caramaschi

Vorstellung (Bild: jpg, 1,727 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Vorstellung

Die Lagermauer (Bild: jpg, 1,461 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Die Lagermauer

Gedenkinstallation an der Passage der Erinnerung  (Bild: jpg, 1,837 Kilobyte, 2171 x 1490 pixel)

Gedenkinstallation an der Passage der Erinnerung

Neue Info (Bild: jpg, 1,479 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Neue Info

Ass. Juri Andriollo (Bild: jpg, 1,475 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Ass. Juri Andriollo

 
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