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Pressemitteilung: 08.10.2019 10:55
Themenbereich:  [Familie und Soziales]  [Chancengleichheit]  [Sonstiges] 

Arbeitsinklusion, eine aufzuwertende Ressource: mein Beitrag!

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Seminar

 
Im Rathaus ein Seminar zur Information und Sensibilisierung über den gesetzlichen Rahmen und den finanziellen Vorteilen im Zusammenhang mit der Einstellung von Menschen mit Behinderung

Am Freitag, den 4. Oktober wurde das Seminar "Arbeitsinklusion, eine aufzuwertende Ressource: Mein Beitrag!" vom Stadtrat für Sozialpolitik Juri Andriollo im Festsaal der Stadtgemeinde Bozen eröffnet. Das Seminar wurde von der Beobachtungsstelle für Sozialpolitik und Lebensqualität der Stadtgemeinde Bozen und dem Gemeindebeirat für Menschen mit Behinderung organisiert.
Das Seminar zielte darauf ab, die Bürger über die Vorschriften und Leistungen im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu informieren und zu sensibilisieren, um deren Beschäftigung zu erleichtern, aber auch über Neuigkeiten und Kuriositäten in diesem Bereich zu informieren.
Unter dem Publikum waren Vertreter verschiedener sozialer Genossenschaften der Stadt, Vertreter verschiedener kleiner und mittlerer privater Unternehmen, Vertreter öffentlicher Einrichtungen, Vertreter von Dienstleistungen im dritten Sektor, Familien und viele Menschen, die am Thema interessiert sind.
Die Referenten des Seminars waren Experten auf diesem Gebiet, die sich für die Gewährleistung, Erleichterung und Unterstützung der Integration von Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt einsetzen.

Die richtige Person an der richtigen Arbeitsstelle dank der vielen Dienstleistungen vor Ort einsetzen, um die Produktivität der Unternehmen zu steigern und denen, die aufgrund von Behinderungen am Rande des Arbeitsmarktes stehen, die Möglichkeit zu geben, zu zeigen, was sie wert sind. Das ist die Grundbotschaft, die die Referenten vermitteln wollten.

So erläuterten Sylvia Clementi und Robert Grüner, Koordinatoren der Dienststelle für Arbeitsintegration der Autonomen Provinz Bozen, den rechtlichen Rahmen und die verwaltungstechnischen Schritte, die bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung beachtet werden müssen, sowie die vorgesehenen Beiträge für Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung einstellen. Dr. Michela Trentini, Direktorin der Abteilung Soziales der Autonomen Provinz Bozen, erläuterte die Grundsätze und Maßnahmen von L.G. 7/2015, aus dem das Jobcoaching entstand. Es handelt sich um eine neues Profil, deren Besonderheiten von Roberta Girardi, Jobcoach von ASSB, vorgestellt wurden. Dieses neue Profil dient dazu, den Mitarbeitern mit Behinderung und den Arbeitgebern bei Problemen während der Arbeitszeit zu beraten.

Unter den anderen Rednern befand sich Angelika Stampfl, Präsidentin der Vereinigung der Eltern von Menschen mit Behinderungen AEB, die von der Zusammenarbeit mit der lokalen Politik und den Kämpfen berichtete, die die AEB zusammen mit lokalen Vereinen wie People First der Lebenshilfe zur Erleichterung der Einstellung von Menschen mit Behinderungen im lokalen Arbeitsmarkt führt. Sie betonte, wie wichtig es ist, auch Schulen zu sensibilisieren, denn eine gute Arbeitseingliederung beginnt mit einer guten schulischen Ausbildung und den während der Schulzeit gemachten Praktikas. Weiters berichtet Chrisitian Nicolussi Moro, was eine angemessene Anpassung des Arbeitsplatzes ist und unterstreicht dabei wie wichtig es ist, dass man den Arbeitsplatz an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer mit Behinderung anpasst und nicht umgekehrt. Dr. Erwin Rauch von der Freien Universität Bozen berichtete über die Entwicklung neuer technologischen Hilfsmittel, die Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz unterstützen können, nicht nur im Büro, sondern auch in produktiven Bereichen und in der Industrie. Schließlich erklärte Marco Nobile vom CNA, wie man mit dem Thema Sicherheit an einem Arbeitsplatz, wo auch Menschen mit Behinderungen tätig sind, umgeht. Max Silbernagl und Francesco Di Liello, Menschen mit Behinderungen, erzählten von ihrer Berufserfahrung, Schwierigkeiten, Grenzen, aber auch von ihren Hoffnungen und Träumen. Zu allem gab es Musik von Camilla Larcher und der Südtiroler Band "Makellos".
 

(mp)

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