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Pressemitteilung: 15.05.2019 10:29
Themenbereich:  [Umwelt]  [Mitteilung] 

Städtischer Friedhof wegen Pflanzenschutzbehandlung geschlossen

Der Städtische Friedhof (Bild: , 1,741 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Der Städtische Friedhof

 
Der Städtische Friedhof bleibt ab Donnerstag, 16. Mai (ab 13.00 Uhr) bis 19. Mai 2019, wegen der Ausbringung eines Insektizides geschlossen.

Ab Donnerstag, 16. Mai wird die zweite und letzte Pflanzenschutzbehandlung an den Buchsbaumhecken, die vom Buchsbaumzünsler (Cydalina perspectalis) befallen sind, ausgeführt. Die erlaubten Pflanzenschutzmittel, die bei dieser Behandlung verwendet werden, unterliegen einer einschlägigen Gesetzesbestimmung.
Der Städtische Friedhof ist für die Besucher/innen ab Donnerstag 16. Mai (ab 13.00 uhr) bis einschließlich 19. Mai 2019 geschlossen.

Ab 20. Mai ist der Friedhof wieder zugänglich.

Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis Lepidoptera) ist ein Kleinschmetterling, dessen Raupen den Buchsbaum (Buxus sempervirens) befallen.

Dieser zur Familie der Zünsler (Pyralidae) gehörende Schmetterling ist ursprünglich in Asien beheimatet und ist über befallene Buchspflanzen nach Europa eingeschleppt worden. In Italien wurde er zum ersten Mal 2010 in der Lombardei und in Venetien gemeldet; von dort hat er sich über den Handel mit Baumschulware rasch ausgebreitet.
In Deutschland wurden die ersten Raupen bereits 2006 gefunden.
In Privatgärten und öffentlichen Gartenanlagen kann der Buchsbaumzünsler bedeutende Schäden anrichten, die zum vollständigen Absterben der befallenen Pflanzen führen können.

Die Flügelspannweite beim erwachsenen Falter beträgt 4 cm; die Flügel sind seidig weiß mit braunen Außenrändern.
Nach der Paarung legt das Falter-Weibchen ihre Eier in Gruppen zu 10-20 unter den Blättern des Buchsbaums ab. Die Raupen sind bis zu vier Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün und mit schwarzer Kopfkapsel.

Die Schädlinge können die Bäume in kurzer Zeit durch Kahlfraß ruinieren. Innerhalb weniger Tage werden zuerst die Blätter und jüngeren Zweige vollständig abgefressen, dann die Rinde der Äste, was zum Absterben des Buchsbaumes führt.
Da es sich um einen importierten Schädling handelt, hat er in Europa kaum natürliche Feinde und kann große Schäden an den befallenen Pflanzen anrichten.

Die Einführung potentieller Fressfeinde war nicht sehr erfolgreich.
Derzeit wird die Verbreitung der Raupen durch den Einsatz natürlicher Insektizide auf der Basis von Pyrethrinen (aus Extrakten von Chrysanthemen und mit Rapsöl gemischt) bekämpft, die gesetzlich zugelassen und mit gebotener Vorsicht zu verwenden sind.

Eine weitere Methode zur Bekämpfung ist die Verwendung von artspezifischen Pheromonfallen: Die männlichen Insekten folgen den Lockstoffen, die normalerweise von Weibchen abgegeben werden, und bleiben am Klebstoff hängen; dadurch kann die Anzahl der Paarungen vermindert werden. Diese Methode ist für die einheimischen Insektenarten nicht schädlich.

Im Friedhof sollen diese Art von Produkten zum Einsatz kommen. Außerdem sollen die Buchsbäume nach und nach durch andere kleinblättrige immergrüne Pflanzen ersetzt werden.

Zur Vervollständigung der im April begonnenen Behandlung ist es nun notwendig, einen zweiten Behandlungszyklus zur Vorbereitung für die Pheromonfallen vorzunehmen, in der Hoffnung, auf diese Weise den Schädlingsbefall zu stoppen. Der Friedhof bleibt daher vom 16. Mai (ab 13.00 Uhr) und ganztägig am 17.-18.-19. Mai 2019 geschlossen.

Das Assessorat und die Friedhofsleitung entschuldigen sich für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und weisen darauf hin, dass es sich jedoch um eine absolut notwendige und endgültige Maßnahme handelt.

(pr)
 
Buchsbaumzünsler (Cydalina perspectalis) (Bild: , 15 Kilobyte, 345 x 189 pixel)

Buchsbaumzünsler (Cydalina perspectalis)

 
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