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Pressemitteilung: 12.09.2018 15:09
Themenbereich:  [Kultur]  [Veranstaltungen] 

Den Opfern des Blutbades vom 12. September 1944 zum Gedenken

Junge Menschen erfahren die Orte der Erinnerung in ihrer Stadt (Bild: , 1,589 Kilobyte, 2202 x 1496 pixel)

Junge Menschen erfahren die Orte der Erinnerung in ihrer Stadt

 
Die Opfer waren 23 junge Soldaten aus verschiedenen Regionen Italiens. Anwesend waren bei der heutigen Gedenkfeier Angehörige der Opfer und zwei Schulklassen.

Die Stadt Bozen gedenkt heute den Opfern des Blutbades, bei dem vor 74 Jahren 23 junge Soldaten aus verschiedenen Regionen Italiens in der Mignone-Kaserne von deutschen Soldaten und ukrainischen Aufpassern des Durchgangslagers ermordet wurden. Die 23 Soldaten gehörten zu den Kampfeinheiten, die nach dem 8. September 1943 Kontakte zu den Alliierten aufgenommen hatten und für das "Regno del Sud" kämpften. Nachdem sie gefangen genommen wurden, inhaftierte man sie zunächst in Verona und brachte sie danach in das Lager von Bozen. Am Morgen des 12. September 1944 wurden sie exekutiert.

Heute fand im Beisein des Bozner Bürgermeisters die Gedenkfeier an das Blutbades in der Mignone-Kaserne vom 12. September 1944 statt, bei der auch der Regierungskommisar, die Vorsitzende des Gemeinderates, sowie zivile und militärische Behördenvertreter anwesend waren. Der Zeremonie folgten auch Schüler der Mittelschulen Albin-Egger-Lienz und Enrico Fermi, die mit Gedichten und Mohnblumen, als Friedenszeichen, an die Opfer der Gewaltregimes erinnerten.
Bei seiner Ansprache hat Bürgermeister an die historischen Ereignisse von damals erinnert. Bürgermeister nimmt Bezug an den Mut jener Menschen, die als Zoll für die Freiheit ihr Leben lassen mussten und erinnert an Manlio Longon, Josef Mayr-Nusser und an alle Opfer des Krieges und der totalitären Regime.
"Den mutigen Opfern, denen wir heute gedenken, war die Konsequenz ihrer Entscheidung bewusst. Sie wussten, dass ihnen ihre Haltung das Leben kosten wird. Sie wussten aber auch, dass diese Entscheidung die Werte der Demokratie und der Freiheit in sich tragen." - so der Bürgermeister.
Die Vorsitzende des Gemeinderates hat in in ihrer Ansprache darauf hingewiesen, dass diese tragischen Ereignisse von damals nie vergessen werden dürfen und dass sie auch mit den aktuellen weltweiten Konflikten in Verbindung gebracht werden sollen, denen tagtäglich Menschen zum Opfer fallen.

Im Jahr 2004, begann die Gemeinde Bozen mit der Erforschung dieses historischen Ereignisses, das nach 60 Jahren aus der Vergessenheit gehoben worden ist. Kurz darauf begann man auch, am 12. September eine Gedenkstunde abzuhalten. 2010 widmete die Stadt den Opfern einen Platz dort, wo einst die Kaserne stand.

(pr)
 
Gedenktafeln für die Opfer des Blutbades vom 12. September 1944 (Bild: , 1,562 Kilobyte, 2256 x 1405 pixel)

Gedenktafeln für die Opfer des Blutbades vom 12. September 1944

Orte der Erinnerung (Bild: , 1,807 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Orte der Erinnerung

Angehörige des Opfers Domenico di Fonzo (Bild: , 1,666 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Angehörige des Opfers Domenico di Fonzo

Orte der Erinnerung (Bild: , 1,996 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Orte der Erinnerung

 
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