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Pressemitteilung: 09.04.2018 17:54
Themenbereich:  [Gemeindepolitik] 

Beschlüsse des Stadtrates - Pressekonferenz des Bürgermeisters vom 9. April 2018

Ing. Stefano Ciurnelli und Bürgermeister Renzo Caramaschi (Bild: , 204 Kilobyte, 1327 x 956 pixel)

Ing. Stefano Ciurnelli und Bürgermeister Renzo Caramaschi

 
Bozen Süd: Innerhalb April wird der nachhaltige Mobilitätsplan für das Gewerbegebiet Bozen Süd vorgestellt.

Im Anschluss an die heutige Stadtratssitzung hat Bürgermeister Caramaschi bei der Pressekonferenz über die Beschlüsse des Stadtrates berichtet.

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz hat der durch das Amt für Mobilität beauftragte Berater Stefano Ciurnelli Details des nachhaltigen Mobilitätsplan für das Gewerbegebiet Bozen Süd vorgestellt. Der Mobilitätsexperte und Berater trifft sich heute mit den Vertretern von Interessensgruppen und Stakeholdern, die im Gewerbegebiet Bozen Süd tätig, um gemeinsam weitere Maßnahmen, Vorschläge und Lösungen in den "Fachplan zur nachhaltigen Mobilität" einzubringen. "Der Plan besteht in erster Linie aus der Rationalisierung und Reorganisation der Verkehrsflüsse und der Mobilität an diesem verkehrstechnisch äußerst wichtigen Knotenpunkt, in dem sich die Straßen mit der größten Verkehrsintensivität des gesamten Landes befinden" - sagt der Fachmann Ciurnelli.
Die Annäherung basiert laut Ing. Ciurnelli auf die Erhebung der verschiedener Verkehrsmittel (multimodaler Verkehr) und das Verkehrsaufkommen in einem Areal mit einer Breite von 1 km und einer Länge von 2,7 km, in dem sich täglich an die 150.000 Fahrzeuge bewegen. Der Plan sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, die von der Autonomen Provinz und der Gemeinde Bozen ausgearbeitet worden sind und für die bereits Finanzierungen vorgesehen sind.
Ergänzt werden diese Maßnahmen mit der besseren Auslastung der bestehenden Infrastrukturen, des öffentlichen Parkraums und der Errichtung neuer Bahnhaltestellen. Weiters soll sich der Kraftfahrzeugverkehr auf den Hauptverkehrsadern konzentrieren und nicht in Konflikt mit dem Fahrrad- und Fußgängerverkehr treten. Das Bozner Gewerbegebiet, in dem die Industrie und das produzierende Gewerbe vorwiegend von Handels- und Dienstleistungsunternehmen abgelöst worden ist, muss verstärkt in das Stadtbild integriert werden und verstärkt in das Fahrradwegenetz, Fußwege und an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden werden. Diese und weitere Details zum nachhaltigen Mobilitätsplan werden innerhalb April vorgestellt. Weiters hat Ing. Ciurnelli unterstrichen, dass die Einsteinstraße, in Zukunft eine bedeutendere Rolle als Zufahrt zum Virgltunnel einnehmen wird, damit im Gewerbegebiet Süd neue Verbindungen für den öffentlichen Nahverkehr, sowie wichtige Fahrrad- und Fußwege geschaffen werden können. Diese wichtige "Verkehrsachse der sanfen Mobilität" zwischen der Altstadt und dem Gewerbegebiet Bozen Süd bis nach Leifers, die in der Buozzistraße ihren Schwerpunkt findet, wird eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. "Dieses Verkehrskonzept kann, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen, innerhalb zwei Jahren umgesetzt werden" - sagt Mobilitätsexperte Ciurnelli.

Beschlüsse:
Der Stadtrat hat heute Frau Silvana Roberta Giancane als Vertreterin der Gemeinde Bozen für den Verwaltungsrat der Messe Bozen AG ernannt. Frau Giancane wird drei Jahre lang dieses Amt ausführen. Für den Verwaltungsrat des Allgemeinen Lagerhauses Bozen hat der Stadtrat Frau Laura Giramonti ernannt.
Ernannt wurde auch die Prüfungskommission des öffentlichen Wettbewerbes nach Titeln und Prüfungen zur Besetzung von einer Stelle als Ingenieur im technischen Bereich mit unbefristeten Vertrag.

Der Stadtrat hat heute den Vorschlages zur Änderung des Landschafts- und Bauleitplan bzw. einer Umwidmung von 380 m² von Wald in Landwirtschaftsgebiet in Unterlaitach genehmigt. Oberhalb der Brennerautobahn, zwischen zwei tief eingeschnittenen Gräben befinden sich Grundstückparzellen, die im geltenden Landschaftsplan als "Wald- und Flurgehölze" ausgewiesen sind. Aus dem historischen Kataster von 1858 geht hervor, dass einige Teile, der heute nicht genutzten Flächen in Vergangenheit landwirtschaftlich genutzt worden sind.

Da die Arbeiten am Firmianplatz beendet sind und der Platz nun verstärkt von Fußgängern genutzt werden soll, hat der Stadtrat heute beschlossen am Firmianplatz und am angrenzenden Montessoriplatz eine Fußgängerzone einzuführen.

Heute hat der Stadtrat den Haushaltsvoranschlag 2018 und die Gewährung des Beitrages für die ördentliche und kulturelle Tätigkeit der Stiftung "Bozner Schlösser" genehmigt. Der gesamte Beitrag von Euro 670.000 ist aufgeteilt in Euro 500.000 für die ordentliche Tätigkeit und Euro 170.000 für das kulturelle Programm.

Der Stadtrat hat heute die Durchführung von Marktstudien für die Vergabe von einigen gemeindeeigenen Liegenschaften beschlossen, die innerhalb 2018 und 2020 durchgeführt werden. Bei den beiden Liegenschaften, die gewerblich genutzt werden können, handelt es sich um zwei Gastlokale, die sich in der Gumergasse und in der Rauschertorgasse befinden.
Abschluss eines Leihvertrages mit dem Betrieb für Sozialdienste Bozen (BSB) für die Nutzung einer Wohneinheit im letzten Stockwerke eines Gebäudes in der Erbsengasse. In der Wohnung soll vom BSB eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung eingerichtet werden. Ein weiterer Konzessionsvertrag mit dem BSB wird für die Nutzung eines Anteils der gemeindeeigenen Immobilie am Nikolaus-Firmian-Platz abgeschlossen. In den Räumlichkeiten soll eine Tagesstätte für Senioren eingerichtet werden. Der Konzessionsvertrag für die Nutzung der Liegenschaft, zu der auch acht Autoabstellplätze gehören, soll demnächst unterzeichnet werden. "Der Wert der gemeindeeigenen Liegenschaften liegt bei etwa 1 Milliarde Euro. Die Immobilien befinden sich in einem guten Zustand und die Gemeinde ist schuldenfrei" - sagt abschließend Bürgermeister Caramaschi.

Der Stadtrat hat den Abschluss eines Ergänzungspaktes zum Konzessionsvertrag mit der "Funknotrufgruppe" genehmigt, der die Nutzung eines zusätzlichen Autoabstellplatzes für ein Einsatzfahrzeug vorsieht.
Weiters hat der Stadtrat den Abschluss eines Konzessionsvertrages mit der Pfarrei Maria in der Au genehmigt, der die Nutzung einer Fläche in der Alessandriastraße vorsieht.

Abgelehnt hat der Stadtrat den Vorschlag zur Abänderung des Gemeindebauleitplanes einer Umwidmung von "Landwirtschaftsgebiet" in "Wohnauffüllzone" bei der Meranerstraße im Bereich der sogennanten "Kaktussiedlung".

(pr)
 
Ciurnelli und Caramaschi (Bild: , 492 Kilobyte, 2177 x 1369 pixel)

Ciurnelli und Caramaschi

 
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