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Pressemitteilung: 27.01.2016 14:58
Themenbereich:  [Sonstiges] 

Feierlichkeiten anlässlich des Tages des Gedenkens 2016

Gedenken an der Lagermauer (Bild: , 1,431 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Gedenken an der Lagermauer

 
Kranzniederlegungen an der Mauer des Bozner Lagers, am jüdischen Friedhof und am Grab von Manlio Longon am Stadtfriedhof

Im Beisein des außerordentlichen Kommissärs für die Verwaltung der Stadt Bozen, Präfekt Michele Penta, des Landeshauptmann-Stellvertreters Christian Tommasini, von Regierungskommissärin Elisabetta Margiacchi, des Leiferer Bürgermeisters Christian Bianchi, Vertretungen aus Politik und Militär und aus der Zivilgesellschaft, Vertretungen der Partisanenvereinigung ANPI, der Frontkämpfervereinigungen, der Jüdischen Kultusgemeinde, der Sinti und der Vereinigung ArciGay haben heute die Feierlichkeiten anlässlich des Tages des Gedenkens 2016 stattgefunden, bei welchem des Holocaust gedacht wird. Am 27. Jänner 1945 war Auschwitz befreit worden.

Bei der Kranzniederlegung an der Mauer des Durchgangslagers in der Reschenstraße 80 im Gedenken an die Deportierten und an Sinti und Homosexuelle, die im Nationalsizialismus verfolgt wurden, ergriff Kommissär Michele Penta das Wort.

"Am Tag des Gedenkens treffen wir hier an der Lagermauer in der Reschenstraße 80 zusammen, einer Mauer, die zum authentischen Symbol des Holocaust, der wahnsinnigen Gewalt von Menschen gegen Menschen geworden ist. Es ist ein Ort des Gedenkens: ein historischer Ort, an dem noch heute die Tragweite der Ereignisse zu spüren ist, die diesem Ort traurige Berühmtheit verschafft haben. Hier", so Penta weiter "befand sich das Lager mit seinen Baracken, hier haben Menschen unsagbere Gewalt erlebt. Es ist der geeignete Ort, um der Deportierten zu gedenken, genau dort, wo sie ihre Freiheit ungerechtfertigter Weise verloren haben und unmenschliche Behandlung ertragen mussten. Heute gedenken wir der über 11.000 ZivilistInnen und Zivilisten, die hierher gebracht wurden, Männer, Frauen und Kinder, aus politischen, rassistischen oder religiösen Gründen oder einfach als Geiseln für Familienangehörige, die von den faschistischen Milizen nicht gefunden werden konnten. Nur das Wissen, um das, was hier geschehen ist, kann unserer Anwesenheit heute einen Sinn geben: die Mauer als Ort des Gedenkens und der Mahnung für alle, vor allem aber für die Jugend und die künftigen Generationen, dass sich so etwas nie mehr wiederholen möge. Heute ist ein Tag des Nachdenkens, um die Erinnerung wachzuhalten und unsere Prinzipien von Demokratie und Freiheit einmal mehr hochzuhalten. Die Stadt Bozen , die sich immer schon an vorderster Front für das Gedenken an die Deportation eingesetzt hat, will heute gedenken und ehren und jenen danken, die ihr Leben für diese Ideale geopfert haben".

Es folgten die Kranzniederlegungen am Jüdischen Friedhof mit einem Gebet der Vertretung der Jüdischen Kultusgemeinde und am Denkmal des Partisanen Manlio Longon im Stadtfriedhof.

(rm)
 
Gebet am Jüdischen Friedhof (Bild: , 1,657 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Gebet am Jüdischen Friedhof

Donatini Margiacchi Penta (Bild: , 1,253 Kilobyte, 2193 x 1455 pixel)

Donatini Margiacchi Penta

Am Denkmal für Manlio Longon (Bild: , 1,759 Kilobyte, 2256 x 1496 pixel)

Am Denkmal für Manlio Longon

 
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