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Pressemitteilung: 26.01.2012 12:17
Themenbereich:  [Kultur] 

Durchgangslager Bozen: Neue Schautafeln enthüllt

Schautafeln (Bild: , 1,432 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Schautafeln

 
Wichtige Informationen werden ansprechend vermittelt

Im Vorfeld des europäischen Tages zum Gedenken an den Holocaust (am 27. Jänner 1945 wurde das KZ Auschwitz befreit) hat die Stadträtin für Kultur und aktives Zusammenleben, Patrizia Trincanato, in der Passage, welche zum Standort des ehemaligen NS-Durchgangslagers in Bozen führt, heute Schautafeln enthüllt, welche wichtige Informationen ansprechend vermitteln. Die bisher eher düstere Passage wurde neu gestaltet und links und rechts wurden die Schautafeln angebracht, auf welchen über die Geschichte des Lagers und das Leben im Lager auf der einen Seite und über Projekte zu Geschichte und Erinnerung auf der anderen Seite des Zugangs informiert wird.

"Geschichte kann man verstehen, kennen muss man sie auf jeden Fall", sagte Stadträtin Trincanato und sie betonte, dass die "Bemühungen der Stadt Bozen um Geschichtsvermittelung erfreulicherweise auch erste Früchte tragen".

Mit dabei waren heute neben den Vertreterinnen und Vertretern des Stadtarchivs, welche das Projekt betreut haben (Carla Giacomozzi, Peter Brannick, Hannes Obermair und Silvia Spada), außerdem die VertreterInnen des Stadtviertelrates Don Bosco sowie jene des ANPI.

Die Informationstexte sind kurz gehalten und begleiten zahlreiche aussagekräftige Bilder. Betreut wurde die formale und inhaltiche Gestaltung der Schautafeln vom Stadtarchiv Bozen.

Die Schautafeln informieren in drei Sprachen: Italienisch, Deutsch, Englisch.

Hier der Einleitungstext auf der linken Schautafel, die sich mit "Erinnerung wozu?" befasst:
Einen Ort zu erhalten, an dem sich so dramatische Ereignisse zugetragen haben, ermöglicht es auch, das historische Gedächtnis für kommende Generationen zu sichern und vor dem Vergessen zu bewahren. Der räumlich benennbare Geschichtsort wird dank seiner Aufwertung und durch die Präsenz seiner Besucher selbst zum Gegenstand der Erinnerung.
Seit 1995 hat die Stadt Bozen vielfältige Versuche unternommen, diesen Geschichtsort aufzuwerten und im öffentlichen Gedächtnis zu positionieren.
Dieses Anliegen wurde von den BürgerInnen dieser Stadt geteilt und darüber hinaus von der Jüdischen Gemeinde Meran und den nationalen Vereinigungen der Partisanen, der ehemaligen Deportierten und der ehemaligen Militärinternierten unterstützt.

Dies der Einleitungstext auf der Schautafel, die dem Thema "Erinnerung woran?", dem Lager selbst gewidmet ist:
Dieser Ort ist dem Gedenken an das ehemalige NS-Lager Bozen gewidmet. Tausende Zivilpersonen wurden hier zwischen Sommer 1944 und Anfang Mai 1945 inhaftiert bzw. von hier aus in andere Konzentrationslager deportiert.
Die Opfer von Willkürjustiz und Verfolgung "sprechen" noch heute zu uns dank der vielfältigen Zeugnisse und Hinterlassenschaften, die dem Stadtarchiv Bozen im Laufe der Jahre übergeben wurden. Das Stadtarchiv hat überdies
im Rahmen des Projekts "Videoaussagen aus den NS-Lagern" Zeitzeugeninterviews aufbereitet, die online verfügbar sind.

Texte und Übersetzungen: Carla Giacomozzi, Peter Brannick, Hannes Obermair

Weitere Infos:
www.gemeinde.bozen.it / Kultur / Projekt "Geschichte und Erinnerung: das Bozner NS-Lager"
www.testimonianzedailager.rai.it
www.lageredeportazione.org

Amt für Museen und kunsthistorische Kulturgüter - Stadtarchiv Bozen
Lauben 30, 39100 Bozen
stadtarchiv@gemeinde.bozen.it

(rm)

Download:

 
Heute am Schauplatz (Bild: , 1,422 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Heute am Schauplatz

Die Passage (Bild: , 1,357 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Die Passage

Lagermauer (Bild: , 557 Kilobyte, 1944 x 2896 pixel)

Lagermauer

Durchgang (Bild: , 1,425 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Durchgang

Schautafel (Bild: , 1,408 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

Schautafel

 
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