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Pressemitteilung: 21.04.2010 15:06
Themenbereich:  [Kultur]  [Veranstaltungen] 

Geschichte und Erinneruung. Ausstellung im Stadtmuseum

Ausstellung (Bild: jpg, 354 Kilobyte, 2703 x 1854 pixel)

Ausstellung

 
Bis zum 5. Juni bei freiem Eintritt

Die Ausstellung, die anlässlich des Tages der Befreiung am 25. April und danach derzeit im Stadtmuseum zu sehen ist, läuft unter dem Motto "Geschichte und Erinnerung" und wird bis zum 5. Juni zu sehen sein.

Die Ausstellung zieht sich (auch unter dem Motto "Freedom") vom Erdgeschoß des an sich geschlossenen Stadtmuseums bis in die Höhe des Museumsturms, in welchem heute die Vorstellungs-Pressekonferenz in Anwesenheit des Kulturstadtrates sowie des Museumsdirektors Stefan Demetz, des Direktors des Stadtarchivs, Hannes Obermair, der Projektbetreuerin Carla Giacomozzi vom Stadtarchiv, der Direktorin des Amtes für Kulturgüter Silvia Spada, des Direktors der Stadtbibliothek Ermanno Filippi, Andrea Mantovani und Mambo von Stradedarts, Writing and Street Experience sowie mit Mario Farias vom TIS Innovationszentrum, welcher derzeit ein Projekt im Auftrag des Museums durchführt, stattgefunden hat.

Die Vorstellung der Ausstellung fand im Museumsturm mit Blick auf die zwei Teile der Stadt statt, jenem Turm, der in der Jahren 1934/35 abgebrochen wurde, um den Blick auf den Rosengarten freizubekommen und der 1992/93 wieder aufgebaut wurde. Hier will das Stadtmuseum künftig interaktive Touchscreens mit Informationen zur Stadtgeschichte unterbringen. Zum internationalen Museumstag am 16. Mai soll es eine erste Kostprobe davon geben.

Die Ausstellungen, die derzeit im Stadtmuseum zu besichtigen sind, sind einmal "The Labyrinths" mit digital erstellten Reproduktionen der Zeichnungen, die in der Dauerausstellung im Missionshaus Pater Kolbe in Harmeze-Oswiecim (Polen) gezeigt werden. Der Künstler Marian Kolodziej hat Erlebnisse aus seinen fünf Jahren als Deportierter in den NS-Lagern in dramatischer Form zu Papier gebracht. Kolodziej war in Tarnow und Oswiecim (Auschwitz 1). Erst als der Künstler 1993 schwer erkrankte, begann er mit den Zeichnungen zu "The Labyrinths". Bis dahin hatte er nie über seine Deportation gesprochen. Er starb im Oktober 2009.

Die Wanderausstellung über das Durchgangslager Bozen wurde bereits 2004 zusammengestellt und hat in der Zwischenzeit in vielen Städten Italiens aber auch im Ausland Station gemacht. Sie erzählt die Geschichte des Lagers. Ergänzend werden im Stadtmuseum Einzelstücke aus den Schenkungen ehemaliger Lagerinsassen gezeigt, anhand derer die Leben dreier Internierter (Don Daniele Longhi, Loris Musy und Ubaldo Pesapane) nachvollzogen werden können.

Bis zum Museumsturm begleiten dann die Ölbilder der Writer von Stradedarts, welche  anlässlich des Tages der Erinnerung am 27. Jänner auf sechs Plätzen der Stadt ihre Graffitis gesprayt haben.

Bozen Geschichte und Erinnerung: Stadtmuseum, Sparkassenstraße, bis 5. Juni von Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

 

(rm)
 
Zahlungsmittel im Lager (Bild: jpg, 1,341 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

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The Labyrinths (Bild: jpg, 1,430 Kilobyte, 2896 x 1944 pixel)

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stradedarts

 
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