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Pressemitteilung: 13.01.2009 15:56
Themenbereich:  [Gemeindepolitik] 

Stadtrat: Dienstagspressekonferenz 1

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Pressekonferenz

 
Bürgermeister und Vizebürgermeister über faschistische Relikte

Der Stadtrat habe sich heute, so berichtete Bürgermeister Luigi Spagnolli zu Beginn der Dienstagspressekonferenz, weniger mit Beschlüssen als vielmehr mit politischen Themen befasst. Da der Haushalt 09 noch nicht genehmigt sei, stünden nur einzelne Beschlüsse zur Behandlung an.

Ausführlich habe man sich mit dem Themenbereich "faschistische Relikte" befasst, so der Bürgermeister, jedes Stadtratsmitglied habe Gelegenheit bekommen, seine Sichtweise darzulegen. Es handle sich um ein komplexes Thema. Deshalb wolle man nun weiter daran arbeiten, eine gemeinsame Gesprächsplattform zu errichten, bei der man miteinander ins Gespräch komme, ohne eine Sprachgruppe gegen die andere auszuspielen. Auch sollten alle Teile die Möglichkeit bekommen, ihr Unbehagen darzulegen, ohne dass weitere Wunden aufgerissen werden. Bürgermeister und Vizebürgermeister sind vom Stadtrat beauftragt worden, gemeinsam einen Vorschlag dazu auszuarbeiten, wie man die Thematik angehen könne.

Spagnolli hatte auch Vizebürgermeister Oswald Ellecosta in die Pressekonferenz geladen, damit dieser die Möglichkeit hatte, auch den Standpunkt der SVP darzulegen. Vizebürgermeister Ellecosta betonte, dass in Südtirol zwei Parallelgesellschaften leben, die nur dem Anschein nach Gemeinsamkeiten hätten. Dabei sei es in einer Zeit, in der Kriege endgültig zu Ende sind, wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Es habe auch keinen Sinn, die Dinge unter den Teppich zu kehren, wie der Protestmarsch der Schützen im November deutlich gemacht habe. Die Schuld sei nicht bei den Einzelnen zu suchen sondern im politischen System. Außerdem fehle es an Information über die Lokalgeschichte.

Es gehe in diesem Moment vor allem um eine konstruktive Debatte, die nicht primär politisch sein solle, so beide Politiker. Eine wichtige Rolle solle den Vereinigungen und beispielsweise der Universität zukommen und auch das Land könne nicht außen vor bleiben. Es gehe im Moment nicht um konkrete Massnahmen sondern um die Beförderung des gemeinsamen Verstehens.


 

(rm)
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