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Aufenthaltskarte

Gesetzesvertretendes Dekret 286/1998, Art. 9

Die Aufenthaltskarte ist der Aufenthaltstitel, der für einen unbegrenzten Zeitabschnitt und ohne spezifische Begründung ausgestellt wird.
Sie ist auch ein Dokument zur persönlichen Identifizierung.

Diese kann angefordert werden von:

  • dem Ausländer, der sich regelmäßig seit mindestens 6 Jahren in Italien aufhält, im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung mit einer Begründung, die eine unbegrenzte Anzahl von Erneuerungen ermöglicht, ist; er muss ein ausreichendes Einkommen für seinen persönlichen und den zu seinen Lasten lebenden Familienangehörigen Lebensunterhalt aufweisen;
  • dem ausländischen Ehepartner, den in der häuslichen Gemeinschaft lebenden Kindern oder Elternteil zu Lasten oder dem Zusammenlebenden eines italienischen Staatsbürgers oder EU-Bürgers, der in Italien wohnhaft ist;
  • Ausländern, die sich mit der Familie, mit italienischen Staatsbürgern oder EU-Bürger, die in Italien ansässig sind, wiedervereinigen, oder mit einem Ausländer, der bereits Inhaber der Aufenthaltskarte ist;
  • dem Minderjährigen, der bei Vollendung seines 14. Lebensjahres auf der Aufenthaltskarte des Elternteils oder des Ausländers, dem er gesetzlich zugeschrieben ist, aufscheint. (Art. 31, Abs. 2, gesetzesvertretendes Dekret 286/1998).

Erforderliche Unterlagen für den Ausstellungsantrag:

  • Anfrage mit der Angabe der personenbezogenen Daten;
  • Dokumentation der Orte, in denen er sich in den letzten 6 Jahren aufgehalten hat;
  • Wohnsitz;
  • Nachweis über ein Einkommen (MOD. Unico - 101 - Sozialhilfe);
  • Fotokopie des Reisepasses oder eines gleichwertigen Dokuments oder des von der zuständigen italienischen Behörde ausgestellten Dokuments zur Identifizierung;
  • Strafregisterauszug und bestehende strafrechtliche Belastungen;
  • Familienbogen (siehe Eigenerklärung), falls sie auch für die Familienangehörigen angefragt wird, muss in diesem Fall das eventuelle Einkommen des Ehepartners und die Verfügbarkeit einer geeigneten Wohnung angegeben werden.

Ablehnung:

Die Aufenthaltskarte wird im Falle von gerichtlichem Verfahren oder Verurteilung (auch wenn sie noch nicht endgültig ist) für eines der im Art. 380 und Art. 381 des ZGB angegebenen Deliktes abgelehnt, hiervon nicht berührt werden die Auswirkungen der Rehabilitierung (Art. 9, Abs. 3 des gesetzesvertretenden Dekrets 286/1998).

Widerrufung (Aufhebung)
(Art. 15 und Art. 16 des gesetzesvertredenden Dekretes 286/1998)

Sie wird vom Quästor im Falle einer Verurteilung (auch wenn sie noch nicht endgültig ist) (Art. 380 und Art. 381 des ZGB) angeordnet.

Vorteile der Aufenthaltskarte
(Art. 9, Abs. 1, gesetzesvertretendes Dekret 286/1998)

Folgende sind die Vorteile:

  • sie erlaubt die Einreise in das Staatsgebiet ohne Visum;
  • es dürfen alle zulässigen Aktivitäten ausgeübt werden (mit Ausnahme derer, die nur den italienischen Staatsbürgern erlaubt sind);
  • Zugang zu den Dienstleistungen des Öffentlichen Dienstes (Revision der Verfassung für das Wahlrecht bei Gemeindewahlen - aktives und passives Wahlrecht - Sozialleistungen);
  • der eigene Aufenthalt in Italien, und der Aufenthalt der eigenen Familie, können permanent werden;
  • Ausweisverbot, abgesehen von Fällen (wie vom Art. 5, Komma 5 gesetzesvertretendes Dekret 286/1998 angegeben) wie schwere Vergehen gegen die Öffentliche Sicherheit oder Angehörigkeit von Gruppen, die verdächtigt sind, sich den Lebensunterhalt mit illegalen Aktivitäten des Mafia-Typs zu verdienen.
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