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Zeitbanken

Neues Logo Zeitbank Gries-Quirein (Bild: jpg, 59 Kilobyte, 1157 x 477 pixel)

 

Was ist die Zeitbank

Die Zeitbanken entstehen in Italien Mitte der 90er Jahre und gegenwärtig gibt es zirka 300 davon im ganzen Staatsgebiet. Sie haben mehrere Aufgaben: sie tragen zur Entwicklung eines Systems der sozialen Beziehungen bei, helfen kleine Alltagsprobleme zu lösen, werten den Einzelnen mit seinen Fähigkeiten auf, tragen zum Entstehen der gutnachbarschaftlichen Beziehungen bei, die im städtischen Umfeld verloren gegangen sind.
Unter dem juridischen Gesichtspunkt gelten Zeitbanken als Vereinigungen. Auf Staatsebene wurden sie mit Art. 27 des Gesetzes Nr. 53 vom 8. März 2000 eingeführt, in dem steht, dass die lokalen Körperschaften die Einrichtung der als Zeitbanken bezeichneten Vereinigungen unterstützen und fördern können und dass sie zur Unterstützung und Förderung der Zeitbanken Räume und Dienste für den Gebrauch zur Verfügung stellen sowie Werbe-, Ausbildungs- und Informationstätigkeiten organisieren können.
Im Wesentlichen sind Zeitbanken eine Möglichkeit, um die Freizeit untereinander auszutauschen, indem man die eigenen Fertigkeiten anderen zur Verfügung stellt und dafür von anderen das erhält, was man selbst benötigt.
Im Unterschied zu traditionellen Banken wird nicht Geld sondern Zeit eingelegt, die mit anderen Personen entsprechend der Regel getauscht werden kann, dass jede geleistete Stunde immer nur eine Stunde an Gegenleistung wert ist, egal um welchen angebotenen Dienst es sich handelt.

Die Zeitbank ist dabei behilflich, Personen, die einen Dienst anbieten und Personen, die darum nachfragen, zusammenzuführen.

Der Tausch erfolgt folgendermaßen:

  1. Nach Durchführung des Dienstes stellt der Empfänger jener Person, welche die Dienstleistung erbracht hat, einen "Zeitscheck" aus.
  2. Der Dienstleistungsgeber kann sich damit die aufgewendete Zeit auf dem eigenen Kontokorrent gutschreiben lassen.
  3. Die Zeitbank übermittelt regelmäßig an alle Mitglieder einen Kontoauszug mit den jeweiligen Bewegungen auf der Soll- und Habenseite.

Die erste Zeitbank in Bozen entstand im Jahr 2001 im Stadtviertel Gries-Quirein und hat ihren Sitz im Bürgerzentrum des Viertels. Im Jahr 2011 wurde ein Schalter der Zeitbank im Stadtviertel Oberau-Haslach eingerichtet.

Eine weitere Zeitbank, aber mit thematischer anstatt territorialer Ausrichtung, ist die Zeitbank für die Schule "Cronos", welche im Jahr 2003 zusammen mit den Schülern der Fermi-Mittelschule eingerichtet wurde.

Im September 2014 wurde in Form einer außerschulischen Tätigkeit ein Pilotprojekt einer Zeitbank in der Mittelschule "Archimede" gestartet.

Unsere Tätigkeit betrifft die Förderung, Unterstützung und Koordinierung der verschiedenen Zeitbanken in der Stadt.

Letzthin wurde das Netzwerk "InterBanca" eingerichtet, um die Zeitbanken auf regionaler Ebene zu vernetzen. 

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