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Familienzusammenführung

Gesetzesvertretendes Dekret 286/1998, Art. 29

Folgende Personen können Familienzusammenführung beantragen:

  • Ausländer, die Träger einen unbeschränkten Aufenthaltsbescheinigung sind;
  • Ausländer, die Träger einer zumindest einjährigen Aufenthaltsgenehmigung sind, die zum Zwecke selbständiger/unselbständiger Arbeit, aus Asyl-, Studien- und religiösen Gründen erteilt wurde

Für folgende Kategorien von Familienangehörigen kann Familienzusammenführung beantragt werden:

  • des nicht gesetzlich getrennten Ehepartners;
  • der minderjährigen, nicht verheirateten bzw. gesetzlich getrennten Kinder, selbst wenn sie nur zu Lasten eines Ehegatten sind oder unehelich geboren wurden, unter der Bedingung, dass der andere Elternteil, sofern es einen solchen gibt, seine schriftliche Zustimmung erteilt hat (die Unterschrift muss von der italienischen Vertretung beglaubigt sein);
  • rechtmäßig adoptierte oder angenommene Kinder;
  • unterhaltspflichtige volljährige Kinder, die aus objektiven Gründen nicht für ihren Unterhalt sorgen können, und zwar wegen ihres Gesundheitszustandes, der eine Vollinvalidität mit sich bringt (Art. 29, Abs. 1, Buchstabe b-bis);
  • Unterhaltspflichtige Eltern ohne sonstige Kinder im Herkunftsland, oder Eltern über 65 Jahre, falls es den sonstigen Kindern aus dokumentierten schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, für deren Unterhalt zu sorgen.

Zum Zwecke der Familienzusammenführung dürfen die natürlichen Eltern eines minderjährigen Kindes nachziehen, sofern das Kind sich in Italien rechtmäßig aufhält und den Eltern innerhalb eines Jahres ab Einreise des Kindes der Nachweis gelingt, dass die Voraussetzungen gegeben sind (Unterkunftsmöglichkeit und Einkommen).

Der Antragsteller muss den Nachweis über den Besitz folgender Voraussetzungen erbringen:

  • Unterkunftsmöglichkeit unter Beachtung der durch Landesgesetz vorgesehen Mindestparameter (L.G.13/98);
  • Ablichtung der Aufenthaltsgenehmigung oder der Aufenthaltskarte;
  • Bescheinigung der Tauglichkeit der Unterkunft von den Gemeindeämtern;
  • jährliches Bruttoeinkommen nicht niedriger als der
    Sozialhilfebeitrag;

Der Antrag auf Bewilligung der Familienzusammenführung (Ausstellung der Unbedenklichkeitserklärung ) muss auf einem eigenen Vordruck eingereicht werden, der am Einheitsschalter des Einwanderungsamtes erhältlich ist.
Nach Ablauf von 90 Tagen ab dem Antrag auf Bewilligung kann das Einreisevisum direkt bei den italienischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen abgeholt werden, und zwar gegen Vorweis einer Kopie der Unterlagen, die am Einheitsschalter für Immigration eingereicht wurden, versehen mit dem Datum der Einreichung (Art. 29, Abs. 8 des gesetzesvertretenden Dekrets 286/1998).

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