Seite empfehlen  Ihr Kommentar  Seite drucken

Indikatorensystem zur Bewertung des Wohlbefindens in der Gemeinde Bozen

In den letzten Jahren ist die Debatte um die Messung des Wohlbefindens von Einzelpersonen und Städten verstärkt von der öffentlichen Meinung ausgetragen worden. Die Krisen (der Lebensmittel, der Energie und Umwelt, der Finanzen, der Wirtschaft und des Sozialen) haben dazu geführt, dass schnellstens neue statistische Parameter entwickelt werden mussten, die in der Lage sind sowohl die politischen Entscheidungsträger bei ihren Vorschlägen für Maßnahmen als auch die Unternehmen und Personen in ihren individuellen Entscheidungen zu leiten.

Trotz der Wichtigkeit des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als Maß für die wirtschaftlichen Ergebnisse einer Gemeinschaft ist die Notwendigkeit offensichtlich, diesen Messwert mit anderen Wirtschaftsindikatoren sowie Umwelt- und sozialen Indikatoren zu integrieren, um eine umfassende Bewertung über Stand und Fortschritt einer Gesellschaft vornehmen zu können.

Die in diesem Bereich durchgeführten Studien belegen auch, dass es nicht einen einzigen statistischen Indikator gibt, der die Situation des Wohlbefindens einer Gesellschaft darstellen kann - so muss auf eine Vielzahl von Maßen Bezug genommen werden.

Die in der Folge gewählten Indikatoren, welche das Wohlbefinden der Stadt Bozen beschreiben sollen, sind auf Gemeinde- oder zumindest auf Landesebene verfügbar. Um die Informationsgrundlage zu erweitern, wurde in den Fällen, in denen es aufgrund der Datenquellen nicht möglich war auf Gemeindeniveau zu messen, die Provinz Bozen gewählt, welche als Proxy für die Landeshauptstadt dient und die als territoriales Umfeld in Bezug auf die "città metropolitane" ermittelt wurde. Auf diese Weise wurde es als notwendig erachtet, die reinen Wirtschaftsindikatoren mit jenen zu integrieren, welche das wirtschaftliche Wohlbefinden unter dem Aspekt der insgesamten Produktivität eines Territoriums und der daraus resultierenden Ausgabe- und Konsumbereitschaft der Bevölkerung wiederspiegeln, ohne natürlich die dynamischen (im Laufe der Zeit) und pathologischen Aspekte (Profile des Leidens) im Rahmen des gesamten Wirtschafts- und Finanzsystems zu vernachlässigen.

Im Besonderen:
BIP und Wertschöpfung spiegeln das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen wieder und somit die Grundvoraussetzungen für das wirtschaftliche Wohlbefinden, das verfügbare Einkommen pro Kopf bzw. pro Haushalt hingegen die durchschnittliche Fähigkeit des "(Aus-)Lebens" desselben.
Der Bildungsgrad erleichert das Verständnis des Grades der Übereinstimmung der individuellen Voraussetzungen und der Anforderungen der Wirtschaft bzw. der Produktion des Territoriums, während die Beschäftigungs- und Arbeitslosenraten die Leidenssymptome des Systems selbst aufzeigen, zusammen mit den Konkursen und Effektenprotesten, welche genereller gesehen den Gesundheitszustand des gesamten Wirtschafts- und Finanzsystems bezeugen.

Der Verbrauch der Familien in den einzelnen Ausgabeposten (in primis Wohnen und Ernährung) zeigt Niveau und Qualität des Wohlbefindens im täglichen Leben an, während zu guter Letzt die Profile im Banken- und Versicherungswesen Indikatoren der Fähigkeit bzw. Gewohnheit der Bevölkerung sind, Ressourcen, die nicht vorwiegend für primäre Bedürfnisse bestimmt sind, zu verwalten.

Anlagen:

Zum Seitenanfang
Stadt Bozen - Rathausplatz 5 - 39100 Bozen - Telefonzentrale: 0471 997111 – Steuernr./MwSt.: 00389240219 - PEC: bz@legalmail.it ::