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Bozen: „Smartes“ Vorzeigemodell für 16 europäische Städte

EU-Projekt SINFONIA: energetische Sanierung von Wohnsiedlungen. Künftige Baustellen besichtigt.

Sinfonia (Bild: , 79 Kilobyte, 670 x 356 pixel)
 

Nur mehr die Hälfte an Energie verbrauchen künftig 451 Bozner Sozialwohnungen. Dies, weil sie im Zuge des Großprojekts SINFONIA, das Bozen innerhalb von fünf Jahren zu einer europaweit beispielhaften "intelligenten Stadt" machen möchte, energieeffizient saniert werden. Erst kürzlich hat das Projektteam ihre Vorhaben 16 europäischen Stadtverwaltungen vorgestellt, die von den Bozner Erfahrungen profitieren möchten. In einer vom TIS organisierten enertour haben die lokalen Projektpartner EURAC, Gemeinde Bozen, WOBI, SEL und KlimaHaus Agentur zusammen mit den Projektpartnern aus Österreich, Schweden, Frankreich und Spanien außerdem die Gelegenheit genutzt, um die Gebäude zu besuchen, die im Laufe der nächsten Jahre in Bozen energetisch saniert werden.

Insgesamt 16 europäische Städte - darunter La Spezia, Rosenheim, Sevilla und Dubrovnik - haben Interesse bekundet, das innovative Stadtsanierungsmodell von SINFONIA in den nächsten Jahren auch umsetzen zu wollen. Vom 27. bis zum 29. Mai waren die interessierten Stadtverwalter in Bozen und haben sich mit den lokalen Projektpartnern ausgetauscht. Das EU-Projekt beschränkt sich nicht nur auf den Fassadenwechsel diverser Wohnsiedlungen in den zwei Pilotstädten Bozen und Innsbruck, sondern entwickelt auch ein Energieentwicklungsmodell, das sich auf andere europäische Städte übertragen lässt. "Wir haben im Zuge des Projekts einen allgemeinen Leitfaden im Bereich der Energieentwicklung ausgearbeitet, der auch für andere Städte hilfreich sein kann. Sowohl die getroffenen Entscheidungen als auch die Erfahrungen werden gut dokumentiert und stehen allen interessierten Städten als konkrete Entscheidungshilfe zur Verfügung", erklärt der EURAC-Energieexperte Daniele Vettorato, der das Projekt auf Provinzebene koordiniert.

Die geplanten SINFONIA-Initiativen in Bozen konzentrieren sich vor allem auf drei Bereiche: Dazu gehören die energieeffiziente Sanierung von Wohnsiedlungen, Verbesserungen in der Produktion und der Verteilung von Fernwärme und die Einrichtung von 150 Smart Points, sprich Stationen zur Klima-, Luft- und Verkehrsüberwachung, die auch als Lichtquelle und Ladestation für Elektro-Fahrräder dienen können.

"In den kommenden Monaten wird sich in Bozen einiges tun. Zu den wichtigsten Schritten zählt die Vorstellung der Projekte zur energieeffizienten Sanierung. Im nächsten Jahr starten dann die ersten Bauarbeiten und die Einrichtung der Smart Points in der Stadt", sagt Emanuele Sascor, Verantwortlicher des Projekts für die Stadt Bozen.

Die Details der Vorhaben wurden im Rahmen der enertour, die vom TIS organisiert wurde, besprochen. Die Projektpartner haben bei der enertour die zu sanierenden Gebäude der Gemeinde und des WOBI besucht. Wie das Kraftwerk und das Fernwärmenetz optimiert und ausgebaut werden, hat die Gruppe im Fernheizkraftwerk der Ecotherm der SEL erfahren. Erstmals haben sich bei dem Meeting in Bozen alle Vertreter der im Projekt involvierten Städte getroffen. "Die Vertreter haben ausführlich alle Vorhaben diskutiert, Fragen gestellt und sich die zugrundeliegenden Entscheidungsprozesse erklären lassen", resümiert der SINFONIA-Koordinator Håkan Perslow des Technical Research Institute of Sweden.

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Enertour

 
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