SMP - Städtischer Mobilitätsplan 2020

Vom Amt für Mobilität erstellt, mit Beschluss des Gemeinderates Nr. 2 vom 27.01.2010 (Vollstreckungsdatum 12.01.2010) genehmigt.

     
Der Städtische Mobilitätsplan ist gemäß Art. 22 des Gesetzes Nr. 340 vom November 2000 jener Plan, mit dem das Mobilitätssystem mittel- bis langfristig (10 Jahre) vorausgeplant wird. Dieses beinhaltet eine Reihe aufeinander abgestimmter materieller und immaterieller Maßnahmen zur Erreichung spezifischer Ziele mittels angemessener Eingriffsstrategien.

Die Ausarbeitung des Städtischen Mobilitätsplanes erfolgte auf der Grundlage des gegenwärtigen Zustands des Verkehrsnetzes und der Mobilität im Allgemeinen. Es wurden kritische Situationen in Bezug auf die Lebensqualität, die Sicherheit, den Verkehr sowie Ungleichgewichte im System ermittelt und festgelegt, welche Maßnahmen für die Erreichung nachstehender Ziele notwendig sind:

  • Erhöhung der Lebensqualität und der Qualität im öffentlichen Raum durch Verkehrsentlastung in den Wohngebieten
  • Neuorganisation des gesamten Mobilitätssystems
  • Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs
  • Erhöhung der Sicherheit in der Mobilität
  • Reduzierung der Luftverschmutzung und der Lärmbelastung
  • effiziente Nutzung des Gebiets.

Diese Ziele sind im Einklang mit jenen, welche bereits im 2007 genehmigten "Städtischen Verkehrsplan" (das kurzfristige Planungsstrument), im "Strategischen Entwicklungsplan der Stadt Bozen - Ideen 2015 Die Stadt erdenken" erhalten sind, und stimmen ebenso mit den Projektlinien des Masterplanes überein, welcher am 21.01.2010 vom Gemeinderat genehmigt wurde.

Der Städtische Mobilitätsplan legt somit die Leitlinien der Stadtgemeinde Bozen für die Planung und Verwaltung der Mobilität und des Verkehrs in der Stadt Bozen für das nächste Jahrzehnt fest, um folgende Ziele zu erreichen:

  • Realisierung eines Umfahrungssystems für den Durchzugsverkehr und für die Zufahrt zur Landeshauptstadt, um die Wohnviertel vom Durchgangsverkehr zu befreien und die innerstädtischen Straßen aufzuwerten;
  • Ausbau des öffentlichen Transports in quantitativer und qualitativer Hinsicht, indem zwei neue Straßenbahnlinien eingerichtet werden, das Busnetz ausgebaut wird und die Eisenbahnlinien für Stadtbahnliniendienste genutzt werden;
  • Vervollständigung des Radwegenetzes und Ausbau der Anlagen und Dienste sowie Anreize zur Benutzung des Fahrrads;
  • Umsetzung der Parkplatzpolitik, um die Straßen von parkenden Autos zu befreien und anderen Zweckbestimmungen für eine kollektive Nutzung zu übergeben sowie zur Steigerung der Umweltqualität des öffentlichen Raumes.