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Der Mut Nein zu sagen

Haus der Familie, Lichtenstern - Oberbozen 1/7

20.02.2010

Zur Erinnerung an den Widerstand von Josef Mayr-Nusser (1910-1945). Treffen organisiert vom Zentrum für den Frieden mit Enrico Peyretti, Uschi Teissl-Mederer und Bischof Karl Golser. Beginn um 15.00 Uhr, Eintritt frei.

Plakat Der Mut Nein zu sagen (Bild: jpg, 59 Kilobyte, 480 x 539 pixel)
 

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Friedenszentrum der Gemeinde Bozen eine Gedenkfeier zur Erinnerung an Josef Mayr-Nusser.
Vor 100 Jahren, am 27. Dezember 1910, wurde dieser Widerständler und Glaubenszeuge in Bozen geboren, am 24.Februaer 1945 verstarb er in Erlangen beim Transport ins KZ Dachau. Die Worte, mit denen er gegenüber seinen Südtiroler Kameraden in der SS-Kaserne von Konitz, seine Eidverweigerung auf Hitler begründete, sind heute aktueller denn je.

"Wenn nie jemand den Mut aufbringt, ihnen zu sagen, dass er mit ihren nationalsozialistischen Anschauungen nicht einverstanden ist, dann wird es nicht anders!".
Auf dem schwierigen historischen Weg zur Herausbildung von Demokratie und Menschenrechten haben Personen, die den Mut hatten, sich menschenverachtenden und totalitären Systemen und Anordnungen zu widersetzen, immer schon eine wichtige Rolle gespielt. Auch Josef Mayr-Nusser gehört zu ihnen.

Schon Mitte der 30er Jahre setzte er sich als Diözesanjugendführer, gemeinsam mit seinen Freunden von der Katholischen Aktion und deren geistlichem Assistenten, Hochw. Josef Ferrari, sehr intensiv mit der Problematik des Verhältnisses von Glauben, persönlichem Gewissen und politischem Totalitarismus, speziell des Nationalsozialismus, auseinander.

Josef Mayr-Nusser war kein Wehrdienstverweigerer im klassischen Sinne des Wortes, aber seine Eidverweigerung richtete sich gegen ein politisches System, das mit der Absolutsetzung von Blut und Rasse die Grundlagen jeglichen menschlichen Zusammenlebens bedrohte. In Lichtenstern am Ritten, wo Josef Mayr-Nusser seit 1958 begraben ist, werden wir uns im Haus der Familie mit der Bedeutung von Josef Mayr-Nusser in der damaligen und heutigen Zeit beschäftigen. Mit dabei sein werden ENRICO PEYRETTI, Mitglied des Friedensinstituts in Amsterdam, Begründer der Zeitschrift "Il Foglio" in Turin und Autor von Büchern über Persönlichkeiten wie Gandhi und Tolstoj Uschi Teissl-Mederer, Publizistin und Mitglied von Pax Christi Innsbruck.
Karl Golser, Bischof der Diözese Bozen-Brixen.

Info:
Zentrum für den Frieden
Grieser Platz 18 (Altes Grieser Rathaus)
friedenzentrum@gemeinde.bozen.it
Tel. 0471 402 382
Öffnungszeiten: Von Montag bis Freitag: 9.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr

Zentrum für den Frieden: Logo (Bild: jpg, 101 Kilobyte, 400 x 380 pixel)
 
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