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Criminali del campo di concentramento di Bolzano / von Costantino Di Sante (Edition Raetia, 2019)

Stadtbibliothek „C. Battisti”, Museumstraße 47

Buchvorstellung

17.01.2019

Zum Tag des Gedenkens: Eine bislang unbekannte Dokumentation hat neue, grauenhafte Details über die Führung des Durchgangslagers Bozen ans Tageslicht geführt. Eine Initiative der Kulturkreises ANPI Franca AnitaTurra/Hans Egarter. Beginn 18 Uhr.

Cover des Buches Criminali a Bolzano (Bild: , 391 Kilobyte, 765 x 1024 pixel)
 

Neben dem Autor sprechen:

> Dario Venegoni, Präsident der ANED, Associazione Nazionale Ex Deportati nei Campi Nazisti (Nationale Vereinigung der Ex-Deportierten in den NS-Lagern)
> Sabine Mayr, Autorin des Buches: Mörderische Heimat. Verdrängte Lebensgeschichten jüdischer Familien in Bozen und Meran (Raetia 2015)
> Giovanni Tomazzoni, Laboratorio di storia di Rovereto (Geschichtslaboratorium von Rovereto)
> Carla Giacomozzi, Verantwortliche des Stadtarchivs der Gemeinde Bozen

Begrüßung:
> Guido Margheri (Präsident ANPI Antifaschistischer Verein Südtirol)
> Thomas Kager (Edition Raetia)

Bislang noch nie veröffentlichte Zeugenaussagen, Berichte, Photographien, Zeichnungen und Zertifikate stammen vor allem aus dem National Archives von Washington und aus dem Historischen Archiv des Oberkommandos des Heeres in Rom.

Diese Dokumente sind in der unmittelbaren Nachkriegszeit von den alliierten und italienischen Behörden gesammelt worden, um die Verantwortlichen der begangenen Verbrechen in den Gefängniszellen des Lagers und des Armeekorps ausfindig zu machen. Dank dieser neuen Quellen sind die Biographien der Hauptverantwortlichen für die Missetaten rekonstruiert worden, die während der zwölf Monate des Bestehens in einem der bedeutendsten NS-Anhaltelager in Italien begangen wurden.

Die in den Akten enthaltenen Informationen haben es ermöglicht, die Organisationsstruktur der NS-Polizei in der Operationszone Alpenvorland zu rekonstruieren und nach zu zeichnen, wie es zur Verhaftung und zur Ermordung der namhaftesten Exponenten des Bozner Widerstandes gekommen ist, wie etwa von Manlio Longon.  

Costantino Di Sante
Historiker, Direktor des Istituto storico provinciale von Ascoli Piceno. Er arbeitet mit den Universitäten Teramo und Roma Tre zusammen. In seinen Studien hat er sich mit der Geschichte des Widerstands beschäftigt, mit der Internierung und Deportation aus Italien, mit der Besetzung Jugoslawiens und des italienischen Kolonialismus in Libyen. Er ist Experte für Quellen der Photo-Dokumentation und hat zahlreiche Ausstellungen organisiert sowie Ausbildungslehrgänge zur Didaktik der neueren Geschichte gehalten.

 

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