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"Atlas. Tr3cento. Gotische Maler in Bozen"

"Atlante Tr3cento. Pittori gotici a Bolzano" (Bild: jpg, 37 Kilobyte, 350 x 481 pixel)

 

Bozen, ein Atlas mit allen religiösen Fresken des Trecento

Möchten Sie alles über die religiöse Malerei des Trecento erfahren? Der umfassende "Atlas Tr3cento. Gotische Maler in Bozen" bietet einen vollständigen Überblick über die Malerei dieser Zeit. Eine Gruppe von Fachleuten hat unter der Koordination der Direktorin des Amtes für Kulturgüter der Stadtgemeinde Bozen, Silvia Spada Pintarelli, dieses Werk ausgearbeitet, das die Forschungsarbeiten zu diesem Thema abschließt, die 2000 mit einer Ausstellung begonnen wurden. Die Ausstellung, zu der der Katalog "Tr3cento. Gotische Maler in Bozen" erschienen ist, wurde von der Fachzeitschrift Giornale dell'Arte in die Liste der 160 weltweit wichtigsten Ausstellungen aufgenommen.

Der Atlas ist das Ergebnis umfangreicher Forschungsarbeit und verfolgt gemäß Wunsch der Herausgeber das Ziel, Anregnungen für weitere Nachforschungen zu geben. Daher ist das vorliegende Werk nicht so sehr ein 'Abschlussdokument', sondern viel mehr Ausgangspunkt für weitere wissenschaftliche Untersuchungen. Eine erste Veranstaltung in diesem Sinne ist die Studientagung am 19. Oktober 2002 im Konferenzraum ("Landtagssaal") im Alten Rathaus in Bozen (Lauben 30), an der einige der bekanntesten Fachleute auf dem Gebiet der Malerei des Mittelalters teilnehmen werden. Es werden noch unveröffentlichte Vorträge zu hören sein und es wird die bei der Ausarbeitung des Atlas eingesetzte Methodologie einer eingehenden Studie unterzogen.

Hauptmerkmal des vorliegenden Atlas ist die Systematik, mit der die in Bozen noch vorhandenen Wandmalereien erfasst wurden. Während in Kunstgeschichtebüchern meistens die ästhetischen Aspekte beleuchtet werden, wird im Atlas auch der Kontext dargestellt: Es wurden daher sämtliche Wandmalereien dokumentiert und alle Werke samt Umrahmungen fotografiert. Vollständig dokumentarisch erfasst wurden die sieben wichtigsten Freskenzyklen von Bozen, die im Dom, in der  Franziskanerkirche und in der Dominikanerkirche, in St. Magdalena in Prazöll, in St. Johann im Dorf, in  St. Vigil unter Weineck und in  St. Martin in Kampill erhalten sind. Die graphische Erfassung dieser Wandmalereien hat es ermöglicht, die verschiedenen Maltechniken der Künstler zu vergleichen, die im Trecento in Bozen tätig waren, was zu wichtigen Erkenntnissen über ihre Herkunft und ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Schulen und Kulturkreisen geführt hat. Weiters konnten wichtige Berührungspunkte zwichen 'nordischen' und 'italienischen' Maltechniken festgestellt werden.

Die Forschungsergebnisse sind im Essay mit dem vieldeutigen Titel "Kultur der künstlerischen Techniken" von Vincenzo Gheroldi zusammengefasst. Analysiert werden neben den sieben großen Freskenzyklen auch andere Freskenfragmente, die sich nur zum Teil erhalten haben (Andreaskapelle, St. Georg in Weggenstein, Gries, St. Mauritius in Moritzing, St. Jakob am Sand, St. Jakob in der Au). Der Atlas bietet auch einen Überblick über die zahlreichen Wandmalereien, die im Rahmen von "Modernisierungen" im 19. Jh. oder durch Bombardements im Krieg verloren gegangen sind. In diesem Zusammenhang ist die Veröffentlichung aller Dokumente über Fresken von Guariento und seiner Schule von grundlegender Bedeutung, die im fotografischen Archiv der N. Rasmo-A. von Zallinger-Stiftung verwahrt werden. Der Band schließt mit einem Essay von Angela Mura über Südtiroler Malerfiguren in archivalischen Quellen des 14. Jahrhunderts.

Das vorliegende Werk ist in memoriam  Nicolò Rasmo erschienen.

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"Atlas Tr3cento. Gotische Maler in Bozen" (Temi Verlag, Trient, 368 S., Abb. in s/w und Farbe, Euro 35,00), herausgegeben von: Silvia SPADA PINTARELLI, Direktorin des Amtes für Kultugüter der Stadt Bozen, Andrea DE MARCHI, Universität Udine, Tiziana FRANCO, Universitäten Verona und Padua, Vincenzo GHEROLDI, Landesdenkmalamt Brescia. Weitere Textbeiträge von Paola BASSETTI (Kunsthistorikerin), Andreas BESOLD (Kunsthistoriker), Enrica COZZI (Universität Triest), Waltraud KOFLER ENGL (Landesdenkmalamt Bozen), Karin MANTOVANI (Kunsthistorikerin), Angela MURA (Stadtarchiv Bozen) und Fabrizio PIETROPOLI (Landesdenkmalamt Verona).
Fotos von Giovanni CEI, Fotostudio Lambda aus Trient; grafische Erhebungen von Luisa MARCHETTI.

Der Atlas (Euro 35,00) kann auch beim Amt für Museen und Kulturgüter der Stadt Bozen angefordert werden.

Amt für Museen und kunsthistorische Kulturgüter
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Di: 8.30-13.00 Uhr
Donnerstag Bürgertag: 8.30-13.00 und 14.00-17.30 Uhr

Anlagen:

  • Bestellcoupon(Aktualisierung: August 2017) (File pdf, 50 Kilobyte)
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