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Bauleitpläne

Wiederaufbauplan der Stadt Bozen (1945) (Bild: , 249 Kilobyte, 1129 x 635 pixel)

Faksimile der Tafel Nr. 1

 

Wiederaufbaupläne der Stadt Bozen 1945-1953

Das Stadtarchiv Bozen verwahrt unter seinen Beständen die Plantafeln des Wiederaufbauplans der Stadt Bozen, der in Folge der im Zweiten Weltkrieg erlittenen Bauschäden angefertigt wurde.

Während des Kriegs wurde Bozen in den Jahren 1943-1945 13mal von alliierten Luftstreitkräfetn bombardiert, was insbesondere zu Total- bzw. partiellen Bauschäden im Altstadtbereich geführt hatte.

Der städtische Wiederaufbauplan wurde von den Architekten Erich Pattis (1902-1996) und Guido Tancredi Pelizzari (1889-1978) im Auftrag der Stadtverwaltung entworfen.

Der Gemeinderat hat den Bauleitplan - im Sinne der Ministerialdekrete 154/1945 und ddo. 05.02.1946 - am 29. März 1950 mit Beschluss Nr. 10/10141 genehmigt und den Abschluss der Bauarbeiten mit dem Jahr 1959 in Aussicht genommen.

Der Wiederaufbauplan zielte, wo dies möglich war, auf die Wiederherstellung des vor dem Zweiten Welktkrieg vorhandenen Baubestandes sowie der städtsichen Hauptverbindungsstraßen ab. Die Straßenführung im Altstadtbereich wurde teilweise begradigt und insbesondere auf den Südzugang über Loretobrücke und Verdiplatz hin ausgerichtet.

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Beschreibung:

  • Tafel 1: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: datiert Bozen, 27.11.1945.
  • Tafel 2: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: datiert 26.08.1946.
  • Tafel 3: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: datiert Bozen, 18.03.1950.
  • Tafel 4: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: datiert mit Oberster Baurat, 01.10.1951 und rückseitig mit Ministerium für Öffentliche Bauten, Dekret 3756 vom 23.02.1952.
  • Tafel H: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: Kreuzung zwischen den Verbindungen Loreto-Brücke, Waltherplatz und Meran-Brenner. Tafel genehmigt durch Ministerium für Öffentliche Bauten, Dekret 3756 vom 23.02.1952.
  • Tafel H1: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: Aktuelle Situation in der Südtiroler Straße. Tafel datiert 30.06.1953.
  • Tafel H2: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: Variante der Zone in der Südtiroler Straße. Tafel datiert 30.06.1953.
  • Tafel H3: Wiederaufbauplan der Stadt Bozen, Arch. Pattis und Pelizzari 1945: Variante der Zone in der Südtiroler Straße, Einfahrt Richtung Waltherplatz. Tafel datiert 30.06.1953.

Allgemeiner Bauleitplan 1958-1964

Im Bozener Stadtarchiv sind die Blätter des allgemeinen Bauleitpkanes der Stadt Bozen, die zwischen 1958 und 1964 genehmigt wurden, aufbewahrt.

Piacentinis Bauleitplan von 1941 ist in den 1950er Jahren nicht mehr aktuell und es dringt eine öffentliche Leitung der Gemeinde für eine allgemeine Regelung der Infrastrukturen welche Straßen, Wasserleitungen, Kanalisation, öffentliche und private Flächen.

1951 - 1958

1951 wird der allgemeine Bauleitplan einem technischen Komitee von 8 Experten anvertraut. Koordinator ist Ing. Augusto Carnielli, in Zusammenarbeit mit dem Chefingenieur der Gemeinde Angelo Nolli. Das Komitee wird 1957 auf 5 Mitgliedern beschränkt: Ing. Armando Ronca, Ing. Giordano Sabbadin, Arch. Guido Tancredi Pelizzari, Arch. Alois Plattner und Arch. Wilhelm Weihenmeyer (Ratsbeschlüsse Nr. 81 vom 19.11.1951; Nr. 3 vom 16.01.1952).

Mit Ratsbeschluss Nr. 242/22707 des 15.07.1958 genehmigt der Gemeinderat den Bauleitplan samt Regelung für die Durchführung des neuen allgemeinen Bauleitplanes der Gemeinde Bozen.

Das technische Komitee bearbeitet auch einen detaillierten Bericht zum allgemeinen Bauleitplan 1958.

Der allgemeine Bauleitplan entwickelt sich auf 8 Blätter.

Dieser betrifft eine Entwicklung der Stadt von 1960 bis ungefähr dem Jahr 2000 und ermittelt konkrete Lösungen dank jährlichen und langjährigen spezifischen Programmen, welche mit finanziellen Plänen versehen sind.

Die wesentlichen Merkmale betreffen eine Lockerung der vom historischen Zentrum zu erfüllende Aufgaben und deren Verlegung in neue Stadtteile die mit eigenen Anlagen wie Schulen, Kirchen, Grünflächen, Parkplätze, neue Kaufläden und Märkte ausgestattet werden sollten. Die vom landwirtschaftlichen Boden getrennten Erweiterungszonen sind in Wohn- und Industriegebiete, gemischte und landwirtschaftliche Gebiete eingeteilt. Darüber hinaus enthält der Plan eine öffentliche Parkanlage mit Sportplätzen längs der Talfer und die Anlage von Baumreihen an den Seiten der wichtigsten Straßen der Stadt. Um die Mängel des städtischen Straßennetzes, das mit dem Stadtverkehr auch den Außenverkehr auffängt, zu beheben, sieht der Plan die Verlegung der Eisenbahnlinie Bozen - Meran und zur Entlastung des bestehenden Straßennetzes sowie zur Versorgung neu zu verbauender Flächen ein System von Umfahrungs- und Binnestadt-Straßen vor. Die Voraussichten des Bevölkerungswachstums basieren auf 150.000 Einwohner für das Jahr 2000.

Beschreibung (die Blätter sind weder signiert noch datiert):

  • Blatt 1: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958.
  • Blatt 2: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Die Baublöcke
  • Blatt 3: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Der Bauzonenplan: Wohngebiet; Industriegebiet; Gewerbe- und Kleinindustrie mit Wohnungen; Landwirtschaftliche Grünfläche.
  • Blatt 4: NICHT VORHANDEN: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Grünzonen.
  • Blatt 5: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Straßensystem.
  • Blatt 6: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Die Stadtviertel: Quirain, Dorf St. Oswald, Altstadtkern, Boznerboden, Rentsch, Oberau - St. Jakob, Industriezone, Don Bosco, Maria Heimsuchung, Penegal, Gries, Guntschna.
  • Blatt 7: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Alter Stadtkern.
  • Blatt 8: Allgemeiner Bauleitplan, Ronca Sabbadin Plattner Weyhenmeyer, 1958. Hauptverkehrslinien: Eisenbahnen, Autobahn, Staats- und Umgehungsstraßen, Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen.

1959 - 1962

Die Blätter des Bauleitplanes werden 60 Tage für die Öffentlichkeit ausgehängt, zahlreich sind die Einwände die im Oktober und November 1959 vor den Stadtrat zur Debatte gebracht werden. Im Februar 1960 übergibt die Stadtverwaltung den Plan und die dazu gehörigen Unterlagen der Landesregierung, die nach dem Sonder-Autonomiestatut in Sachen Urbanistik primäre Befugnisse hat. Die Landesregierung legt den Entwurf des Bauleitplanes einer Kommission von Fachleuten  (Ing. G. Colombo, Arch. Marti und Ing. Jäger) vor, um diesen einzuschätzen. Die Experten erkennen 6 autonome Stadtviertel die über ein eigenes Zentrum verfügen; eine neue Streckenführung der Eisenbahn Bozen - Meran; die von der Brennerautobahngesellschaft vorgeschlagene Autobahnstraße; eine klare Unterscheidung des Verkehrs auf dem Straßennetz, wobei die erwartende Bevölkerungszunahme bis zum Jahre 2000 nicht mehr als 110.000 betrifft.

Am 15. Juli 1960 überträgt der Stadtrat dem Prof. Luigi Piccinato, Professor für Urbanistik an der Universität Venedig, die Aufgabe eines Beraters, wobei er die Notwendigkeit einer Überprüfung sowohl des Bauplanes als auch des urbanistischen Gutachtens der Beauftragten der Landesregierung erkennt.

Im Jänner 1961 ersucht der Stadtrat Professor Piccinato um einen dritten Entwurf eines Bauleitplanes , welcher von Piccinato in Zusammenarbeit mit Arch. Marco Maioli vorgestellt wird und mit Beschluss Nr. 161 des 10.05.1962 angenommen wird. Einige Neuigkeiten des "Piccinato-Planes" im Vergleich zum Plan von 1958 sind, die klare Festlegung des Hauptstraßennetzes und des Stadtbildes, die Verlegung des Güterbahnhofs von Bozen nach Branzoll, die Streckenführung der Staatsstraße 12 (Brennerstraße), die Fertigstellung der Brennerautobahn, die Neugestaltung des "Semirurali"- Viertels, die Bestimmung zu Parkanlagen der durch die Regulierung des Talferbetts frei werdenden Grundstücke.

1964

Schlussendlich wird am 3. Jänner 1964, ungefähr 20 Monate nach seiner Annahme, der Bauleitplan von Piccinato mit Landesgesetz Nr. 1 genehmigt.

Bibliografie (im Stadtarchiv nachzulesen):

  • Stadt, 1957, Bozen - Weiterer Aufstieg 1953 1956, Stadtgemeinde Bozen, Pressebüro
  • Stadt Bozen, 1958 Relazione al Piano Regolatore Generale, Stadtgemeinde Bozen, Assessorat für Urbanistik.
  • Stadt Bozen, 1962, Bozen vier Jahre Verwaltung 1957-1961, Stadtgemeinde Bozen, Pressebüro.
  • Vittorini Marcello, 1988, PUC Heft 2: Planungsstudie über Zielsetzungen, Richtlinien und Verfahren bei der Erstellung der allgemeinen Variante des städtischen Bauleitplanes (BLP), Stadtgemeinde Bozen, Assessorat für Urbanistik.

Text: Carla Giacomozzi - Übersetzung: Aaron Ceolan

 
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