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1 Stadt in 100 Bildern: eine Präsentation

Talferbrücke gegen Bozner Altstadt und Rosengarten (1917) (Bild: jpg, 363 Kilobyte, 1592 x 1008 pixel)

 

Bildergalerie 1874-1940
Das vom Stadtarchiv Bozen auf den Weg gebrachte Projekt 1 Stadt in 100 Bildern zeigt Ansichten, Pläne und Fotos aus Bozens Vergangenheit der Jahre 1874 bis 1940. Der Zeitraum reicht von der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zum späten italienischen Faschismus.
Aus 1874 datiert einer der ältesten Baupläne des Stadtarchivs, der den Umbau des Hotels Goldene Sonne am Obstplatz dokumentiert. Das Jahr 1940 hingegen stellt aufgrund des Kriegsgeschehens und der städtebaulichen Umgestaltungen eine wichtigen Einschnitt in Bozens jüngerer Stadtgeschichte dar.

Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im Wandel
Die Bildauswahl richtet den Blick ebenso auf altes städtisches Gewerbe und Handwerk wie auf die Ansätze der Industrialisierung, die den genannten Zeitabschnitt tiefgreifend prägten und den Bogen von der österreichischen zur italienischen Zeit spannen. Der Übergang von kleinteiligen, vielfach familienförmigen Produktionsweisen hin zu immer stärker mechanisierten und technisierten Wirtschaftsformen gelang auch dank des zunehmenden Einsatzes von elektrischer Energie. Der Bogen spannt sich von der Baumwollspinnerei Kofler-Herrmann & Co. in St. Anton bis hin zu den neuen, politisch gewollten Großindustrien im Süden der Stadt.

Verwaltungsformen und Stadtbild: Transformationen
Die Bilder des Projekts 1 Stadt in 100 Bildern verdeutlichen den steten Wandel, dem die Verwaltungsgliederungen und das Stadtbild Bozens unterlegen sind. Die heutige Großgemeinde Bozen bestand 1874 aus dem beengten Bozner Altstadtbereich sowie den flachenmäßig ausgedehnten Ruralgemeinden Zwölfmalgreien und Gries, die die eigentliche Stadt zangenförmig umgaben. Die weiten Rebflächen von St. Magdalena, die Erhebungen des Virgl und von Kohlern und der gesamte jenseits der Talfer gelegene Bereich von Gries stellten eigene Siedlungsräume mit selbständigen Gemeindeverwaltungen dar.
Das über Jahrhunderte gewachsene Gleichgewicht zwischen den ländlichen Vororten und dem Zentralort Bozen wurde im 20. Jahrhundert grundlegend umgestürzt. 1910 wurden die weiten Flächen Zwölfmalgreiens nach Bozen eingemeindet, 1925 folgte die zwangsweise Einverleibung von Gries, das vom faschistischen Staat als Expansionsfläche für das neue Groß-Bozen ausersehen wurde.
Auch der Bildauswahl bleibt dieser tiefgreifende Wandel deutlich eingeschrieben, wie sich etwa an der Sprachverwendung und den Adressaten der Planzeichnungen ablesen lässt.
Zugleich ermöglichen die Bilder eine Zeitreise in die Vergangenheit, indem sie den Blick ins Zurück erlauben und damit unsere Sehgewohnheiten ein Stück weit verändern helfen.

Das Archiv und seine Bestände
Das Bild- und Planmaterial des Projekts 1 Stadt in 100 Bildern stammt aus den verschiedenen Beständen des Stadtarchivs Bozen. Diese Fonds sind am Stadtarchiv frei einseh- und benutzbar.

Im Einzelnen wurden benutzt:

  • Bestand Bauakten der Stadt Bozen
  • Bestand Bauakten der ehem. Gemeinde Gries
  • Bestand Bauakten der ehem. Gemeinde Zwölfmalgreien
  • Bestand Wasser- und Elektrizitätswerk Zwölfmalgreien und Gries
  • Fotobestand "Istituto Fascista Autonomo Case Popolari"
  • Fotobestand Öffentliche Arbeiten
  • Sammlung historischer Ansichtskarten
  • Allgemeine Verwaltungsakten der Stadt Bozen
  • Amt für die Industriezione der Stadt Bozen

> Konzept, Bildauswahl und Bildbeschriftungen von Carla Giacomozzi und Hannes Obermair
Dezember 2009 - Juli 2011

> Gemäß den Open Access- und Open Data-Empfehlungen sind die in 1 Stadt in 100 Bildern enthaltenen Bilder zu nicht-kommerziellen Zwecken frei download-, kopier- und verwendbar unter der Voraussetzung, dass bei jeglicher Wiederverwendung die Archiv- und Bestandsprovenienz (Stadtarchiv Bozen, angegebener Bestand) angeführt werden.

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