Seite empfehlen  Ihr Kommentar  Seite drucken

Das Stadtarchiv Bozen

Sandsteinportal aus dem späten 15. Jahrhundert (Bild: jpg, 1,042 Kilobyte, 2560 x 1920 pixel)

 

Das Stadtarchiv ist die zentrale Verwahrungs- und Dokumentationsstelle der Stadt Bozen. Aus über 700 Jahren verwahrt es Dokumente zur Geschichte Bozens und Südtirols. Es ist daher wichtiger Teil des kulturellen Erbes und historischen Gedächtnisses unserer Stadt und unseres Landes.

Das Stadtarchiv versteht sich als Bürgerarchiv. Es geht daher in seinem arbeitspraktischen Handeln davon aus, dass das ihm anvertraute Archiv- und Kulturgut frei verfügbares Gemeingut ist, das auf bestmögliche Weise zugänglich gemacht werden soll. Das Stadtarchiv Bozen unterstützt daher die internationalen Open-Access-Leitlinien, wie sie etwa in der Berliner Erklärung bzw. den Empfehlungen der Europäischen Kommission dargelegt sind.

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit zeigt: Die Stadt Bozen hat eine alte Archivtradition. Schon seit dem späten 15. Jahrhundert sind Maßnahmen zur besseren Aufbewahrung, Ordnung und Nutzung des kommunalen Schriftgutes bekannt. Am 4. Jänner 1776 verfügte der Stadtrat - unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Franz von Gumer - die Überführung aller Archivalien in das neuerrichtete Archiv seines Rathauses unter den Lauben, dem heutigen Sitz des Stadtarchivs, und beauftragte damit den Ratsschreiber Johann Felix Gigl (Hs. 100: Ratsprotokoll 1776, fol. 351').

Im frühen 20. Jahrhundert wurde von Dr. Karl Klaar eine erste grundlegende Neuordnung und -aufstellung des Archivs am Bozner Stadtmuseum vorgenommen, welches ein gutes Jahrhundert lang auch als Archivgebäude diente. Die jüngeren Akten wurden hingegen am neuen Rathaus gelagert. Im Sommer 2002 haben die umfangreichen Bestände wieder an ihre alte Lagerstätte zurückgefunden.

Das städtische Schrift-, Plan- und Dokumentationsgut dokumentiert in mehreren Abteilungen die historische Entwicklung Bozens und des Landes. Bozen erfuhr im Verlauf des 20. Jahrhunderts durch die Eingemeindungen von Zwölfmalgreien (1911) und Gries (1925) erhebliche Erweiterungen des Stadtgebiets. Auch die Archive dieser ehemals selbständigen Gemeinden wurden von der Stadt Bozen übernommen. Die Bestände haben gleichsam "multikulturellen" Charakter: Handelt es sich in der Zeit vom Spätmittelalter bis ca. 1920 fast ausnahmslos um deutschsprachige Überlieferungen, so sind die Akten ab dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts vorwiegend italienischsprachig; die frühen Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts erfordern hingegen gute Lateinkenntnisse und setzen auch einiges schriftkundliches Wissen voraus.
 

 
Mittelalterliche Urkunde (Bild: jpg, 501 Kilobyte, 1181 x 770 pixel)

Bozner Ratsprotokolle des 16. und 17. Jahrhunderts (Bild: jpg, 23 Kilobyte, 450 x 293 pixel)

Die fahrbaren Regalanlagen der Archivmagazine (Bild: jpg, 2,246 Kilobyte, 3008 x 1960 pixel)

Kopialbücher saec. XVIII (Bild: jpg, 95 Kilobyte, 1435 x 764 pixel)

Bozner Ratsprotokoll 1536 - protocollo consiliare 1536 (Bild: jpg, 75 Kilobyte, 488 x 667 pixel)

Geuters Bozen 1914 (Bild: jpg, 2,852 Kilobyte, 1904 x 1304 pixel)

BOhisto - Bozen-Bolzano's History Online (Bild: jpg, 6 Kilobyte, 225 x 77 pixel)

Lopo Stadtarchiv Bozen (Bild: jpg, 15 Kilobyte, 276 x 303 pixel)

 
Zum Seitenanfang
Stadt Bozen - Gumergasse 7 - 39100 Bozen - Telefonzentrale: 0471 997111 – Steuernr./MwSt.: 00389240219 - PEC: bz@legalmail.it ::