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Das Stadtarchiv Bozen
Das Stadtarchiv ist die zentrale Verwahrungs- und Dokumentationsstelle der Stadt Bozen. Aus über 700 Jahren verwahrt es Dokumente zur Geschichte Bozens und Südtirols. Es ist daher wichtiger Teil des kulturellen Erbes und historischen Gedächtnisses unserer Stadt und unseres Landes.
Die Stadt Bozen hat eine alte Archivtradition. Schon seit dem späten 15. Jahrhundert sind Maßnahmen zur besseren Aufbewahrung, Ordnung und Nutzung des kommunalen Schriftgutes bekannt. Bereits 1776 hatte der Stadtrat die Überführung aller Archivalien in das neuerrichtete Archiv seines Rathauses unter den Lauben, dem heutigen Sitz des Stadtarchivs, verfügt. Im frühen 20. Jahrhundert wurde eine erste grundlegende Neuordnung und -aufstellung des Archivs am Stadtmuseum vorgenommen, das ein Jahrhundert lang auch als Archivgebäude diente. Die jüngeren Akten wurden hingegen am neuen Rathaus gelagert. Erst im Sommer 2002 haben die umfangreichen Bestände wieder an ihre alte Lagerstätte zurückgefunden.
Das
städtische Schrift-, Plan- und Dokumentationsgut
dokumentiert in mehreren Abteilungen die historische Entwicklung
Bozens und des Landes. Bozen erfuhr im Verlauf des 20. Jahrhunderts
durch die Eingemeindungen von Zwölfmalgreien (1911) und Gries
(1925) erhebliche Erweiterungen des Stadtgebiets. Auch die Archive
dieser ehemals selbständigen Gemeinden wurden von der Stadt
Bozen übernommen. Die Bestände haben gleichsam
"multikulturellen" Charakter: Handelt es sich in der Zeit vom
Spätmittelalter bis ca. 1920 fast ausnahmslos um
deutschsprachige Überlieferungen, so sind die Akten des 20.
Jahrhunderts vorwiegend italienischsprachig; die frühen
Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts erfordern hingegen gute
Lateinkenntnisse und setzen auch einiges schriftkundliche Wissen
voraus.
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