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GIANNANTONIO MANCI (14. Dezember 1901, Trient – 06. Juli 1944, Bozen)

Mut und Geradlinigkeit eines Antifaschisten

Giannantonio Manci (Bild: jpg, 76 Kilobyte, 282 x 353 pixel)

Giannantonio Manci (Trient, 14. Dezember 1901 – Bozen, 6. Juli 1944)

 

Manci ist seit 2015 Ehrenbürger der Stadt Bozen. Der Unternehmer, Antifaschist und Partisan ist Träger der Goldenen Medaille für militärische Verdienste. Als Widerstandskämpfer und Leiter des Nationalen Befreiungskomitees im Trentino ab dem 21. September 1943 wurde Manci am 28. Juni 1944 von der Gestapo verhaftet und an deren Hauptsitz im Bozener Armeekommando überstellt, nachdem er vom NS-Spitzel Fiore Lutterotti verraten worden war. Um sich den unmenschlichen Verhören zu entziehen und keinerlei Informationen preiszugeben, wählte er den Freitod, indem er sich aus dem dritten Stock des Gebäudes in Gries stürzte.

Bereits während seiner Zeit in Rijeka hatte sich Manci, gemeinsam mit seinem Bruder Sigismondo, zum scharfen Kritiker des italienischen Faschismus entwickelt, den er des Verrats an den Idealen des Risorgimento beschuldigte. Mit dieser republikanischen Gesinnung gründete er die Bewegung "Freies Italien", die sich an den Idealen Cesare Battistis orientierte. Vielen Regimegegnern und deren Familien verhalf er zur Flucht aus Mussolinis Italien. Seine aktive, mit dem eigenen Leben bezahlte Gegnerschaft gegen die nationalsozialistischen Besatzer der Operationszone Alpenvorland (1943-45) hat dem bewaffneten Widerstand in Südtirol, dem Trentino und der Provinz Belluno das Weiterbestehen gesichert.

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