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1914-1918: Erster Weltkrieg

Ein historischer Wendepunkt für den Alten Kontinent

1914-1918 (Bild: , 14 Kilobyte, 174 x 133 pixel)

 

Das Assessorat für Kultur der Stadt Bozen will mit zahlreichen Veranstaltungen an dieses historische Ereignis erinnern.

Folgende Initiativen sind für Ende 2014 und das Jahr 2015 vorgesehen:

- die vom Friedenszentrum Bozen organisierte internationale Tagung "1914-2014 Mai più la guerra! Nie wieder Krieg!" (3.-5. Oktober 2014), um die Geschichte dieses sinnlosen Blutbades zu überdenken und an die Entstehung der Bewegung für Frieden und Gewaltlosigkeit zu erinnern, die sich gerade in jenen Jahren entfaltete;

- unter dem Motto: "Das Erhabene und das Grauenvolle" eine Reihe von Veranstaltungen in italienischer Sprache zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg: 6 Abende mit namhaften Referenten aus ganz Italien, die unter anderem zeigen, wie dieser Krieg Eingang in die Literatur gefunden hat:

  • 24. September 2014 mit Mario Isnenghi (Universität Venedig) "Il mito della grande guerra"
  • 9. Oktober 2014 mit Andrea Cortellessa (Universität Roma 3)
  • 12. November 2014 mit Silvio Ramat (Universität Padua) "Ungaretti poeta in guerra"
  • 14. Jänner 2015 mit Antonio Daniele (Universität Udine) "Storie di guerra sull'Altipiano di Asiago"
  • 11. Februar 2015 mit Carla Gubert (Universität Trient) "Le scrittrici raccontano la Grande guerra"
  • 11. März 2015 mit Stefania Bartoloni (Universität Roma 3) "Le donne e la guerra"

- Filmvorführungen in der Aula Magna der UPAD (26.09.2014 - 13.03.2015)

- eine Theateraufführung mit Live-Musik "L'ultima estate dell'Europa" am 4. Dezember 2014 im Grieser Stadttheater, kuratiert von Augusto Golin und Giuseppe Cederna

- ein Lesemarathon am 16. Jänner 2015 ("Un anno sull'altipiano" von Emilio Lussu)

- Fotos von Augusto Materzanini zum Thema "I giorni della guerra sull'Adamello" werden an den verschiedenen Veranstaltungsorten zu sehen sein (CAI Bozen).

- Das "Exponat des Monats" des Stadtarchivs (Nr. 32, August 2014) ist dem Thema "Die Wirtschaft des Krieges" gewidmet.

- im Oktober 2014 Veröffentlichung von Band 7 der Schriftenreihe des Stadtarchivs unter dem Titel "Erinnerungskulturen des 20. Jhs. im Vergleich / Culture della memoria del Novecento al confronto"; die Publikation, die die zahlreichen diesbezüglichen Initiativen des Stadtarchivs aus den letzten fünf Jahren dokumentiert, nimmt die Gewaltkulturen des 20. Jahrhunderts und die damit verknüpften Erinnerungspraktiken und -politiken in regionaler wie internationaler Hinsicht in den Blick.

- Der am Stadtarchiv verwahrte Fotobestand EWK (Erster Weltkrieg - Grande Guerra) mit ca. 260 vielfach unbekannten Aufnahmen zur Zeit des Ersten Weltkriegs in Bozen und Tirol wird dank einer Vereinbarung mit dem TAP - Tirol Archiv Photographie (Bruneck-Lienz) vollständig digitalisiert und auf der Website des TAP eingestellt.

- Im Mai 2015 wird auf Schloss Prösels die Konferenz " Ein Land auf der Schwelle - Un territorio sulla soglia - A land on the threshold" in Zusammenarbeit mit dem UCL Dublin und der Eurac vom Stadtarchiv Bozen mitveranstaltet. Ausgehend vom Londoner Geheimvertrag von 1915 soll die Geburt Südtirols "aus dem Geist des Kriegs" in internationaler und vergleichender Perspektive diskutiert werden.

- die Ausstellung "Der Erste Weltkrieg im ungewohnten Blick" im Stadtmuseum Bozen mit allen ironischen Zeichnungen von Albert Stolz (Bozen 1875-1947). Er war Mitglied der Bozner Malerfamilie Stolz und wurde 1915 zusammen mit seinem Bruder Rudolf und mit Albin Egger-Lienz als Standschütze des Bozner Battaillons am Monte Tombio in Riva del Garda eingesetzt. Nur wenige Jahre später hielt er die kaum positiven Erinnerungen von der Front in 39 humorvollen, großformatigen Zeichnungen fest, die das Stadtmuseum seit kurzem besitzt. Die Arbeiten werden erstmals geschlossen und mit einem vertiefendem Kommentar versehen ausgestellt.

- "Bring den Krieg ins Museum" - Aufruf zu einer Sammelaktion - 2015 startet das Stadtmuseum eine öffentliche Aufrufaktion: Bozner Bürger/innen werden eingeladen, Erinnerungsstücke an den Ersten Weltkrieg aus ihren Familien ins Museum zu bringen und dort sichten zu lassen. Ziel ist es, die Objekte in einer Ausstellung im darauffolgenden Jahren vorzustellen.

- das "Exponat des Monats" im Stadtmuseum: In den Jahren 2015-2018 wird das Stadtmuseum, immer in der bereits eingeführten und bewährten Formel, eine Reihe von Objekten vorstellen, die mit den Ereignissen und dem harten Alltag während der Kriegsjahre zusammenhängen.

Das Assessorat für Kultur hat außerdem eine Ausschreibung (siehe unten) für die Umsetzung von Projekten im Rahmen der Gendenkfeieren "100 Jahre Erster Weltkrieg" veröffentlicht (Einreichtermin: 4.11.2014, 12.00 Uhr) an der Vereine und Genossenschaften aus dem Bereich der Kultur teilnehmen können.

Link:
- Euregio
- Archivio provinciale

Anlagen:

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