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Der Dokumentarfilm

Der Gang durch die Ausstellung zur Erinnerung an Nicolò Rasmo findet seinen Abschluss mit einem Dokumentarfilm, der von der Journalistin Fernanda Scarmagnan und dem Regisseur Lorenzo Paccagnella realisiert worden ist.

Im Mittelpunkt des Streifens steht das Interview, das Nicolò Rasmo im Jahr 1982 Tiziana Piazza für die RAI-Sendung „Difesa del patrimonio artistico / Schutz des Kunstbestands” gegeben hatte. Gegenwartsbezogenheit bekommt der Dokumentarfilm durch die Betrachtungen von Enrico Castelnuovo, seit 1983 Professor für mittelalterliche Kunstgeschichte an der Scuola Normale in Pisa, von Rasmos ältester Tochter Giuliana und von Silvia Spada, der Ideatorin und Organisatorin der Ausstellung, die im Bozner Stadtmuseum mit Rasmo zusammengearbeitet hatte.

Auf diese Weise entsteht das Porträt eines Mannes, der sich selbst als „Liebhaber der bildenden Kunst und Denkmalpfleger aus Berufung” bezeichnete, der „der Kunst eine uneingeschränkte Leidenschaft entgegenbrachte” (Silvia Spada) und der sich bei seiner Arbeit „um sich durchsetzen zu können, immer härter und rücksichtsloser zeigen musste, als es seinem Wesen entsprach, weil sie ihn sonst bei lebendigem Leibe verschlungen hätten und im Trentino und in Südtirol fast nichts erhalten geblieben wäre, selbst die Landschaft wäre sehr viel stärker verunstaltet worden” (Giuliana Rasmo).
Der Film zeigt einen Kunsthistoriker, der sich der Besonderheit der Kunst in Grenzgebieten intuitiv bewusst geworden war, „einen bedeutenden Förderer der Trentiner und Südtiroler Kunst, der die Vielfältigkeit der kulturellen Komponenten immer ohne jeglichen Nationalismus betrachtet hat und ohne Präferenz des einen oder anderen Elements” (Enrico Castelnuovo). Das Bild eines Mannes von allerhöchster Moralität, „der sich in seiner Unnachgiebigkeit zeigt, seiner störrischen Unnachgiebigkeit, der sich nicht um die Folgen dieser seiner Hartnäckigkeit kümmerte, wenn der Schutz des Kunstbestands auf dem Spiel stand. Und mochten Angriffe und Gefahren auch von religiösen, politischen oder anderen Stellen kommen und auf ein Gebiet übergreifen wollen, auf dem er sich zu Recht als Förderer und Schützer ansah. Meiner Ansicht nach hat er dies immer mit äußerster Rechtschaffenheit getan. Wirklich ein Vorbild für unsere heutige Zeit” (Enrico Castelnuovo).

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