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Die Publikationen

Das Cover des Buches "Michael Pacher" (Bild: jpg, 138 Kilobyte, 486 x 552 pixel)

Das Cover des Buches "Michael Pacher"

 

Nicolò Rasmo hat mehr als 500 Publikationen veröffentlicht, von den ersten Arbeiten über Burg Beseno und ihre Fresken, die 1933 in der Zeitschrift "Il Trentino" erschienen sind, bis zur Monografie über die Grödner Bildhauerfamilie Vinatzer, die 1989 postum herausgekommen ist.

Sein Hauptinteresse galt der mittelalterlichen Kunst und dem 18. Jahrhundert, aber in seinen Studien ging er vor allem auf die verschiedenen Aspekte und Erscheinungsformen der Kunst im Trentino und in Südtirol ein, einschließlich der Volkskunst und der angewandten Künste, wobei er immer von der gewissenhaften Lektüre der Archivdokumente ausging.

Unter seinen vielen Monografien ist besonders das Buch Michael Pacher zu erwähnen, das 1969 in deutscher und italienischer Sprache erschienen ist, anschließend auch auf Englisch. Letztere Ausgabe wurde im Jahr 1971 als bestes in englischer Sprache erschienene Buch zur Kunstgeschichte ausgezeichnet.

Rasmo gründete und förderte die Zeitschrift "Cultura atesina - Kultur des Etschlandes", die von 1947 bis 1976 - mit Baron Egon von Eyrl als Präsident - erschien und in der neben fundierten und größer angelegten Untersuchungen auch Miszellen, Archiv- und Restaurierungsnotizen und Rezensionen veröffentlicht wurden. Mitarbeiter dieser Zeitschrift waren bedeutende italienische und deutschsprachige Kunsthistoriker, die diese Zeitschrift bald zu einem unerlässlichen Werkzeug zur Kenntnis der heimischen Kunst machten.

Zitate

"[Kultur des Etschlandes] will auf regionalem Bereich das verwirklichen, was bisher nur bei wissenschaftlichen Publikationen von internationaler Tragweite üblich war, und die Artikel in der Originalsprache veröffentlichen. Dieses Experiment soll - auch wenn es nicht perfekt gelingt - doch zumindest von unserer Absicht zeugen, auf kultureller Ebene am künftigen, unerlässlichen friedlichen Zusammenleben aller Personen guten Willens teilzuhaben [...]."

Aus: Editoriale / Leitartikel, in: Cultura Atesina-Kultur des Etschlandes I, 1947-1948, S. 1
           

"Wir sind aber zu einer anderen Schlussfolgerung gekommen und haben bedacht, dass man eine Zeitschrift, die sich mit einem begrenzten Gebiet beschäftigt, auf zwei unterschiedliche Weisen konzipieren kann.[…]
[…] Man kann sie als Mittel verstehen, um die lokalen kulturellen Fragestellungen detailliert zu untersuchen und sie logisch und harmonisch in die allgemeinen Themenbereiche einzugliedern, denen sie effektiv förderlich sind, sodass sie zu Instrumenten einer gründlichen Kenntnis des kulturellen Ambientes des Gebiets werden. Jedes Thema muss mit wissenschaftlicher Strenge und Akribie behandelt werden, und das aus dem Bewusstsein heraus, dass Untersuchungen, die anscheinend auf ein begrenztes Gebiet beschränkt sind, nur auf diese Weise präzisere Angaben liefern können, die in allgemeine Studien eingefügt werden und sie bisweilen nicht unbeträchtlich beeinflussen."

Aus: Editoriale / Leitartikel "Studi locali, studi speciali", in: Cultura Atesina - Kultur des Etschlandes VII, 1953, S. 1-2


"Namen von Örtlichkeiten sollten niemals künstlich übersetzt werden; gegebenenfalls ändern sie sich von selbst oder passen sich veränderten sprachlichen Gegebenheiten in natürlicher Weise an. Aber selbst wenn man diesen Vorgang mit einer vereinfachten Schreibweise oder dem Rückgriff auf ältere Formen beschleunigen wollte, etwa um einem der deutschen Sprache unkundigen Italiener die Aussprache zumindest der Hauptorte zu erleichtern, hätten solche Maßnahmen höchstens in Einzelfällen und niemals flächendeckend erfolgen dürfen.
Es entzieht sich schlichtweg unserem Verständnis, weshalb beispielsweise dem Dörfchen Blumau, dessen Namen nicht weniger exotisch erscheint wie etwa [die italienischen Namen] Iglesias, Terzolas, Gennargentu, Comeglians oder Sauris, die äußerst dürftige Form Prato Tires (zunächst sogar: Prato Isarco) verpasst werden musste. Dasselbe gilt für Gossensass, jetzt Colle Isarco, Prad, jetzt Prato Stelvio, Picolein, jetzt Piccolino, und für unzählige andere Namen. [...] Wo dieser Widersinn jedoch zur Groteske ausartet, das sind die Benennungen von Burgen und einzelnen Gebäuden. [...]
Meinerseits habe ich mich stets daran gehalten, und ich werde mich auch künftig daran halten, [...] von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen stets den ursprünglichen Namen zu verwenden, der seit Jahrhunderten üblich ist und dessen örtlicher Gebrauch bezeugt ist. Nur auf diese Weise kann, so glaube ich, die Verständigung zwischen uns und den deutschsprachigen Wissenschaftlern gelingen."

Aus: Editoriale / Leitartikel "Toponomastica e buonsenso", in Cultura Atesina-Kultur des Etschlandes VIII, 1954, S. 1-2

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