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Einleitung

Eine Stadt ist nicht nur eine Gebietskörperschaft, die im Rahmen ihres Regierungsauftrages die Umsetzung von Rechtsvorschriften gewährleistet. Eine Stadt ist auch ein Ort, an dem sich Menschen frei in Gruppen zusammenschließen, die sich für die Erhaltung der Güter dieser Gemeinschaft einsetzen und versuchen, die vielfältigen Bedürfnisse dieser großen Stadt-gemeinschaft zu erkennen und zu verwirklichen. Die Stadt ist somit ein "Gemeinschaftswesen", das in eine größere Ordnungsstruktur eingebettet ist, und sie ist Ausdruck der vielen Potentiale, die die Menschen, die in der Stadt leben, in sich tragen. Die Stadtorgane haben daher die Aufgabe, diese Potentiale zu erfassen und zu interpretieren und sie in ihrer Planung, wie z.B. in der Sozialplanung, zu berücksichtigen.

Unter der Führung der verschiedenen Stadtorgane kann sich die Stadt daher selbst verwalten, und sie ist zusammen mit den vielen Menschen, die in ihr leben, auch Impulsgeber für Neues. Die enge Verbindung zwischen diesen zwei Merkmalen der Stadt - eine Gemeinschaft von vielen Menschen einerseits und eine Gebietskörperschaft anderseits - ist auch im Art. 118, Abs. 4 der italienischen Verfassung festgeschrieben, der in Anlehnung an das Prinzip der horizontalen Subsidiarität festlegt, dass öffentliche Körperschaften die autonome Initiative sowohl einzelner Bürger als auch von Vereinigungen bei der Wahrnehmung von Tätigkeiten im allgemeinen Interesse unterstützen.

Demnach sind die Interventionsforschung und die partizipationsorientierten Methoden die angemessenen Instrumente, um eine Sozialpolitik zu fördern, welche die tatsächlichen Bedürfnisse der Bürger/-innen widerspiegelt. 

(Letzte Aktualisierung: 17.11.2017)

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