Die Initiative eBZ 2015
Mit der Initiative eEurope im Jahre 1999 hat die europäische Kommission dem Bereich e-Government ein zentrale Rolle zuerkannt, um die Vorteile der Informationsgesellschaft auf alle europäischen Bürger auszudehnen. In der Folge wurden Aktionspläne für e-Government auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene ausgearbeitet und realisiert.
Im Jahre 2002 hat die Stadt Bozen in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Informatik der Freien Universität Bozen die Initiative eBZ-Digital City ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Verwendung der Informations- und Kommunikationstechnolgien (IKT) in der Gemeindeverwaltung zu fördern. Seither wurden im Rahmen dieser Initiative eine Reihe von Projekten und Veranstaltungen umgesetzt, welche die zentrale Rolle der IKT für eine Stadt der Forschung und Innovation unterstreichen und gleichzeitig einer Verpflichtung der Stadt Bozen entgegenkommen: Teilnahme an nazionalen und Europäischen Projekten, Organisation von internazionalen Konferenzen zum Thema e-Government, Organisation der eBZ-Workshops, Aufbau eines Netzwerks mit öffentlichen Verwaltungen und Forschungszentren, Angebot von Laureatsarbeiten und Praktika für Studenten der Freien Universität Bozen zu Themen, die für die Gemeinde relevant sind, usw.
Im Rahmen des strategischen Entwicklungsplanes der Stadt hat sich als Richtlinie und Schwerpunkt die Aufwertung der Stadt als Verwaltungsexzellenz herauskristallisiert. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, alle Projekte zu fördern und zu unterstützen, die dieser Richtlinie folgen.
In diesem Zusammenhang ist "eBZ 2015" eine Gelegenheit zum Wachstum der Stadt, sodass sie dem großen Druck zur Veränderung im Bereich der Gemeindeverwaltung standhält, die immer mehr in Richtung Riqualifikation der eigenen Dienstleistungen in der Optik einer menschengerechten Stadt geht.
Das allgemeine Ziel von eBZ 2015 ist es, den im Jahre 2002 mit eBZ - Digital City begonnenen Weg zu verstärken und die strategische Rolle der IKT für eine Verwaltung, die lokale Resourcen aufwertet, anzuerkennen.Die Initiative eBZ 2015 konzentriert sich auf 5 Bereiche:
Strategischer Bereich 1: Öffentliche Dienste on-line und Front-Office
Einführung des elektronischen Zugriffs für Bürger und Unternehmen auf Dienste und Informationen der öffentlichen Verwaltung, unter Gewährleistung der gleichen Möglichkeiten für alle und Bemühungen zur Überwindung von Unterschieden in den Zugriffsbedingungen.
Strategischer Bereich 2: Interne Organisation und Back-Office
Ziel ist es, mit Hilfe der IKT eine effiziente interne Organisation zu unterstützen, welche rasch auf die Anfragen der Bürger und Unternehmen antworten kann. Eine wichtige Voraussetzung für diesen Bereich ist die Realisierung eines umfassenden Informationssystems, welches alle Teilsysteme integriert. Ein solche Plattform ermöglicht auch die Einführung eines Kontrollsystems für die Verwaltung.
Strategischer Bereich 3: Sicherheit
Der Erfolg von Online-Diensten lässt sich am Vertrauen der Bürger und Unternehmen messen. Erhebungen zeigen, dass derzeit dieses Vertrauen nicht sehr hoch ist und in Zukunft erhöht werden muss. Die Realisierung von sicheren Lösungen stellt kleine und mittelgrosse Gemeinden mit einem begrenzten Budget und mangelndem technischen Know How oft vor schwerwiegende Probleme.
Strategischer Bereich 4: E-Democracy
E-Democracy ist ein Teilbereich von E-Government, welcher in jüngster Zeit viel Aufmerksamkeit in der wissenschaftlichen Gemeinde gefunden hat. Der Bereich umfasst eine breite Palette von Themen und Methoden mit dem Ziel, eine verbesserte Teilnahme der Bürger in der Regierungsarbeit zu erreichen.
Strategischer Bereich 5: Forschung und Innovation
Forschung und Innovation sind zwei wichtige Richtlinien für die Realisierung von eBZ 2015. Die Zusammenarbeit mit den Forschungsinstituten garantiert die Verwendung der neuesten Technologien.
E-Government ist ein Prozess von kontinuierlicher Innovation, der motivierte Mitarbeiter mit guten Kenntnissen der neuen Technologien erfordert. So unterstreicht auch der Plan "eEurope beyond 2005", dass kontinuierliche Innovation und die Kompetenzen der Mitarbeiter zwei zentrale Punkte sind, um die Ziele des E-Governments zu erreichen.
Die wissenschaftliche Zusammenarbeit der Stadt Bozen mit der Freien Universität Bozen ist ein innovatives Modell und hat sich als sehr wertvoll für den Wissenstransfer herausgestellt, was ein zentraler Punkt für eine kontinuierliche Innovation ist.
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Anlagen:
- eBZ 2015 - Ziele des Projektes (File pdf, 199 Kilobyte)
- eBZ 2015 - Objectives of the Project (File pdf, 196 Kilobyte)

