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Sonnenenergiepotenzial der Dächflächen in Bozen

Mit dem Solarkastaster hat die Dienststelle TIS der Stadtgemeinde Bozen ein neues Webangebot entwickelt, das ausgehend von der Stadtgrundkarte das Solarpotential von Bozens Dächern ermittelt.

Dafür wurden bestehende GIS-Systeme auf neue Weise verwendet, die Daten nach innovativen und modernsten Berechnungsverfahren erhoben.
 
Auf den Solarkataster können alle Bürgerinnen und Bürger auf einfache, schnelle und dynamische Weise zugreifen.
 
Die Stadtgemeinde Bozen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß (Kohlendioxid ist in hohem Maße für den Klimaerwärmung verantwortlich) bis 2030 von 10 auf 2 Tonnen pro Einwohner zu senken. Dabei ist sie auf die tatkräftige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.
 
Eine Möglichkeit zur Senkung des CO2-Ausstoßes ist die Nutzung erneuerbarer Energien anstelle der fossilen Energieträger. Die Sonnenenergie ist so eine erneuerbare, unerschöpfliche Energiequelle.
 
Gemäß Gemeindebauordnung müssen bei neuen oder generalsanierten Gebäuden mindestens 25% des Gesamtenergiebedarfes und 50% des Energiebedarfs für die Warmwassererzeugung aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden.
 
Mit dem so genannten Solarkataster der Stadtgemeinde Bozen können Sie auf einen Blick erkennen, ob sich Ihr Dach für die Stromgewinnung aus Sonnenenergie eignet.
 
Ein Mausklick auf das jeweilige Hausdach genügt, und Sie erhalten alle notwendigen Informationen zum Solarenergiepotenzial Ihres Hauses, zur Intensität der direkten Sonneneinstrahlung sowie zur Anzahl der Sonnenstunden.
 
Dabei sagt Ihnen der Solarkastaster, welche Dachflächen sich gut und welche sich weniger gut für die Installation von Solarmodulen eignen. Keine Aussage wird hingegen dahingehend getroffen, ob das Hausdach baustatisch geeignet oder ob eine solche Investition für den Immobilieneigentümer finanziell lohnend ist (Einspeisevergütung, Beiträge, Amortisation usw.). Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der reale Wirkungsgrad in etwa um 25 % unter dem nominalen Wirkungsgrad liegt. Entsprechend lautet die Formel für die Berechnung des effektiv erwirtschafteten Solarstromertrags:
Solarstromertrag [kWh] = ca. 0,75*Sonneneinstrahlung [kWh/m2]*Anlagenleistung [kWp]
 
Im Solarkataster können Sie zwischen zwei Themenbereichen, dem Thema "Sonnenstunden" und dem Thema "Sonneneinstrahlung", wählen:
 
a) Wenn Sie den Layer "Sonnenstunden" aktivieren, erhalten Sie Auskunft darüber, für wie viele Stunden die Sonne monatlich auf die jeweiligen Flächen eines Hausdachs scheint, wobei die Zeit der direkten Strahlung gemeint ist.
 
b) Wenn Sie das Thema "Sonneneinstrahlung" aktivieren, erhalten Sie Auskunft über die monatliche Energiedichte, d. h. über die Intensität der Einstrahlung auf die jeweiligen Flächen des Hausdachs in Kilowattstunden pro Quadratmeter, wobei sowohl die Direktstrahlung (ungehinderte Strahlung) als auch die Diffusstrahlung (etwa bei bewölktem Himmel) berücksichtigt wird. Die angeführten Strahlungswerte sind Richtwerte. Eine genaue Berechnung muss von einer Fachperson im Solarenergiebereich vorgenommen werden.  
 
Das Hydrographische Amtes der Landesverwaltung hat zur besseren Veranschaulichung Messdaten über die Globalstrahlung in der Stadt Bozen aus dem Zeitraum 2006 bis 2011 zur Verfügung gestellt. Aus diesen effektiv gemessenen Werten kann unter Berücksichtigung der Parameter des Solarkastasters die zu erwartende Einstrahlung abgeleitet werden.
 
Mit dem Solarkataster will die Stadtgemeinde Bozen die Bevölkerung dabei unterstützen, dem von uns Menschen verursachten Klimawandel gegenzusteuern. Wir haben nur eine Welt, und diese sollten wir unseren Kindern in bestmöglichem Zustand hinterlassen.
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